Entscheidungsspiele für die LöwenEHC Waldkraiburg

Entscheidungsspiele für die LöwenEntscheidungsspiele für die Löwen
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Die Mannschaft von Trainer Petr Vorisek startete am vergangenen Wochenende in die „Mission: Halbfinale“ mit einer knappen 3:4-Niederlage beim Favoriten Memmingen und holte dann in einem Penalty-Krimi im Derby gegen Dorfen einen 4:3-Sieg – nach insgesamt 14 Penalties stand dabei erst der Sieger fest. Gegner Höchstadt dagegen siegte zum Auftakt mit 4:3 in Dorfen, holte beim 4:3-Erfolg, ebenfalls nach Penaltyschießen, die nächsten beiden Zähler gegen Memmingen und führt damit die Gruppe B mit fünf Punkten an. Möchten die Industriestädter ihre Chancen aufs Halbfinale wahren, muss am Freitag im Heimspiel gegen den HEC wohl ein Sieg her und auch auswärts sollten die Löwen punkten. Es wird also ernst für die Mannschaft von Kapitän Daniel Hämmerle und dabei ist die Truppe von Spielertrainer Daniel Jun alles andere als ein dankbarer Gegner. Die Alligators schlossen die Hauptrunde als Siebter ab und hatten dabei in Unterzahl die beste Bilanz aller Teams: knapp 84 Prozent aller Unterzahlsituationen überstand Höchstadt ohne Gegentor und war damit besser als die Top-Teams aus Sonthofen und Memmingen. Das Torhütergespann Philipp Schnierstein und Ronny Glaser bildeten das zweitbeste Duo der Liga, in der Verteidigung steht mit Daniel Sikorski der punktbeste Verteidiger der Liga (42 Punkte) und im Sturm ist Daniel Jun der beste Angreifer Bayerns. 76 Scorerpunkte (28 Tore) sammelte der Deutsch-Tscheche in 30 Spielen, mehr Zähler hatte niemand nach der Vorrunde auf dem Konto- ihren Höhenflug scheinen die Höchstadter auf in den Pre-Play-offs fortzusetzen.

Die Löwen aus der Industriestadt sollten also gewarnt sein vor den Alligators, nicht nur wegen dieser Werte, sondern auch wegen der bisherigen Vergleiche. Im Hinspiel in Waldkraiburg rettete man sich erst spät ins Penaltyschießen und unterlag dort am Ende mit 2:3. Das Rückspiel in Höchstadt gewann der EHC zwar mit 8:4, bis zum letzten Drittel verlief aber auf diese Partie mehr als ausgeglichen. Auch wenn die Stimmung im Team der Löwen seit Monaten hervorragend ist, gilt es nun, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, denn sonst ist diese Spielzeit schneller vorbei, als manchen vielleicht lieb ist. Alle vier Reihen müssen funktionieren- die erste Angriffsformation darf nicht abtauchen wie in Memmingen, oder wie die zweite gegen Dorfen. Im Tor sollten sich weder Patrick Vetter, noch Fabian Birk Aussetzer wie zuletzt erlauben und in der Defensive müssen auch Johannes Pfeiffer, Peter Richter oder Philipp Seifert auf dem Posten sein und Top-Leistungen abrufen. Gerade jetzt, wo sich inzwischen herausgestellt hat, dass die Saison von Verteidiger Marc Lenczyk beendet ist. Der 26-Jährige wurde am Mittwoch bereits in München operiert. Bei einem unglücklichen Zusammenstoß in Memmingen hat sich die Nummer 67 des EHC einen Außenbandriss, sowie eine Ruptur des des Syndesmosebandes zugezogen. Bitter für Lenczyk, der sich in dieser Saison zu einer echten Stütze in der Defensive entwickelt hatte. Löwen-Kapitän Daniel Hämmerle hofft nicht nur deshalb am Freitag im Heimspiel gegen Höchstadt auf die passende Unterstützung von den Rängen: „Gegen Dorfen war unser Spiel nicht optimal, trotzdem haben die Fans an uns geglaubt, uns angefeuert und so zum Sieg beflügelt. Gegen Höchstadt muss das Stadion wieder beben, darum hofft die Mannschaft, dass wieder mindestens genauso viele Fans kommen und uns unterstützen“, so der 31-Jährige.