Eispiraten Dorfen bringen Sieg über die ZeitRückstand des ESC Geretsried am Ende zu hoch

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Ganze 15 Sekunden hielten die Rats ein 0:0, dann brachte Vrba die Hausherren nach einem Fehler in der ESC-Hintermannschaft früh in Führung (1.). Die erste Sturmreihe der Eispiraten sorgte weiter für gewaltige Unruhe und so konnte Kanzelsberger eine schöne Kombination über Miculka und Vrba zum 2:0 verwerten (6.). Das Spiel entwickelte sich in eine Richtung, nämlich auf den Kasten von Martin Morczinietz. Per Doppelschlag erhöhten die Gastgeber durch Attenberger und Findeis auf 4:0 und Ludwig Andrä musste eine Auszeit nehmen (13.). Der absolut schuldlose Morczinietz räumte seinen Kasten für David Albanese – zunächst eine Maßnahme ohne Wirkung. Dorfen konnte weiter ohne große Gegenwehr schalten und walten, Vrba schraubte die Anzeigetafel auf 5:0 nach nicht mal 15 Minuten. Quasi mit dem ersten gefährlichen Angriff erzielten endlich auch die Rats einen Treffer, Englbrecht war per Direktschuss zur Stelle (16.). Kurz vor dem sehnsüchtig ersehnten Pausenpfiff war Ondrej Horvath sogar noch mit einen Abstauber zur Stelle – 5:2 (20.).

Völlig unnötig kassierte man sofort zu Beginn des zweiten Drittels eine berechtigte Strafe wegen Spielverzögerung, scheinbar herrschte in der Kabine zu viel Diskussionsbedarf. Gut für die Rats, dass die Unterzahl keine Folgen nach sich zog. Dorfen drückte trotzdem weiter fleißig aufs Gaspedal, war allerdings lange nicht mehr so effizient wie zu Beginn des Spiels. Tatsächlich kämpften sich die Rats allmählich wieder zurück und konnten auch vorne endlich Druck machen. Zudem entschärfte Albanese einige Möglichkeiten und hielt sein Team u.a. mit einem parierten Alleingang im Spiel. Die Spieldauer gegen Nico Wischnewsky wegen hohen Stocks war allerdings alles andere als hilfreich. Tatsächlich hätte Dominic Fuchs nach Doppelpass mit Martin Köhler fast das Unterzahltor erzielt, aber Hingel parierte glänzend. Plötzlich wanderten zwei Eispiraten auf die Strafbank und die Rats hatten einen Mann mehr auf dem Eis. Ondrej Horvath nutzte die Gelegenheit und verkürzte per Schlagschuss auf 5:3 (37.). Das Spiel ging nun hoch und runter, beide Teams mit absolut offenem Visier. Das hat 20, 25 Minuten zuvor noch ganz anders ausgeschaut.

Völlig ausgeglichen gestaltete sich dann der Schlussabschnitt. Das Problem war nur, dass den Rats langsam aber sicher die Zeit davonlief. Mit zwei Mann mehr musste der Anschluss einfach her, doch daraus wurde nichts. Nicht einmal konnte man gefährlich auf das Tor von Hingel schießen, die Eispiraten brachten die Scheibe immer wieder aus ihrem Drittel. Dann passierte länger nichts, beide Teams wirkten mittlerweile irgendwie platt. Zwei Minuten vor Schluss hämmerte Miculka die Scheibe unter die Latte und machte mit dem 6:3 den Deckel auf diese Partie (59.). Zwar verkürzte der starke Ondrej Horvath kurz vor Schluss nochmal auf 6:4, aber das war leider nicht mehr als Ergebniskosmetik (60.).

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