Eishockey-Highlight am zweiten Feiertag in Passau Volle Hütte und voller Elan gegen TEV Miesbach

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Für die Eishockeycracks der Passau Black Hawks gibt es also keine Pause. Spieler und Fans fiebern dem Knaller gegen den aktuellen Tabellenzweiten entgegen. Lange Zeit stand der TEV Miesbach, übrigens einer der ältesten Eishockeyvereine in Deutschland, an der Tabellenspitze der Bayernliga. Erst letztes Wochenende wurden die Oberbayern von den Memmingen Indians dort abgelöst. Eine unerwartete Niederlage in Buchloe bugsierte den TEV vom Bayernligathron. Wo liegt das Erfolgsgeheimnis der Miesbacher? Zum einen an der ganz starken Defensive. Mit 49 Gegentreffern haben sie den besten Schnitt der Liga! Zum anderen an der Ausgeglichenheit der Reihen. Auch wenn Tom-Patric Kimmel und Stefano Rizzo als Torjäger herausragen, konnten viele andere Miesbacher auch ihren Torinstinkt unter Beweis stellen. Der TEV profitiert sehr viel von einer der besten Nachwuchsschmieden in ganz Deutschland. So kommen immer wieder bestens ausgebildete Spieler von den Tölzer Löwen nach Miesbach. Zuletzt kamen Stefan Mechel und Athanasios 'Niko' Fissekis von den Löwen in die sportbegeisterte Kreisstadt im Oberland.

Mit sehr ausgeglichenen Reihen macht die von dem Südtiroler Simon Steiner trainierte Mannschaft immer Druck, auch die „hinteren“ Reihen fallen kaum ab. Im Tor steht ein echter Hüne. Den 1,94 Meter großen Timon Ewert kennen die Passauer, denn er kam von den Wanderers Germering nach Miesbach und steht für Qualität zwischen den Pfosten.

Wie wollen die Black Hawks dieses Topteam knacken? Wichtig ist wie immer eine stabile Defensive und aus der heraus heißt es Chancen kreieren. Und die dann auch konsequent nutzen. Hier scheint der Knoten im Passauer Sturm geplatzt zu sein. Elf Tore in den letzten zwei Spielen sprechen eigentlich dafür, die allerdings gegen Gegner aus dem hinteren Tabellenbereich. Trotzdem unter der Regie von Frantisek Mrazek läuft es wieder besser. Die Überzahlsituationen werden wieder genutzt, das Spiel wirkte zuletzt deutlich sicherer. Gerade gegen starke Gegner zeigten die Passauer meist sehr gute Spiele und verloren oft nur sehr unglücklich. So auch beim Hinspiel in Miesbach, als man mit viel Pech mit 1:2 unterlag. Mit einer ähnlichen Leistung ist definitiv eine Überraschung möglich! Auch wenn das Verletzungspech schon wieder zuschlug, Patrick Nutz und auch Daniel Huber fallen krankheitsbedingt aus und Dominik Persch liegt nach einer Knieverletzung erst mal flach.

Ein Wiedersehen gibt es für die Passauer Eishockeyfans mit Stephan Stiebinger. „Stiebi“ lief von 2010 bis 2012 für die Passau Black Hawks in der Oberliga auf und gehörte zu den Publikumslieblingen, ehe es ihn aus privaten Gründen wieder in seine Heimat Miesbach zog. Der 28-jährige kam in der vergangen Saison auf 37 Punkte in 35 Spielen.  „Wir wollen endlich auch gegen die ‚Großen‘ Punkte einfahren, wir waren oft knapp davor, jetzt machen wir auch mal den Sack zu“, ist Marcus Petri, der sportliche Leiter der Black Hawks, überzeugt.

Sollte der Traum der Zwischenrunde mit den Oberligisten weiter leben, müssen jetzt auch diese Punkte her. Der Abstand beträgt nur zwei Punkte, es ist also noch alles möglich. Der Hexenkessel Eis-Arena kann das Zünglein an der Waage sein, die Südkurvenstimmung bringt der Mannschaft enorm viel. „Fans helft bitte mit, wir wollen gemeinsam mit euch nach dem Spiel richtig feiern können. Wir geben alles dafür“, gibt sich auch der Passauer Kapitän Vladimir Gomow, frischgebackener Vater eines Sohnes, kämpferisch.

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