Eishackler besiegen Landsberg 10:1 – Ein Spiel der SuperlativenTSV Peißenberg

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Ein denkwürdiger Eishockeyabend mit vielen Superlativen fand am 24. Oktober in der Landsberger Eishalle statt. Rund 250 Peißenberger Fans bei zirka 900 Zuschauern, 146 Strafminuten inklusive drei Spieldauerdisziplinarstrafen und davon 118 Minuten (inkl. Spieldauerdisziplinarstrafen) für die Landsberger. Zehn Auswärtstore der Eishackler von sieben verschiedenen Torschützen und einen Peißenberger Fanclub, der von dem Zeitpunkt, an dem er aus dem Zuschauerbus ausgestiegen ist, bis nach dem Spiel ununterbrochen eine Party im und um das Eisstadion feierte. Das war kein normales Spiel, das war eine Eishockeyshow. Auf dem Eis und in den Zuschauerrängen des Peißenberger Blocks.

Von Anfang an gaben die Peißenberger, die wieder ohnen den erkrankten Timmo Weindl antreten mussten, richtig Gas und die Riverkings brachten keinen Fuß auf den Boden. In schneller Folge sah man ab der dritten Minute Tore von der blauen Linie (Lenz und Singer), schön herausgespielte und abgezockte Tore wie das 6:0 von Martin Andrä nach einer coolen Vorarbeit von Daniel Lenz und schöne Einzelaktionen zum Beispiel von Florian Barth und Matthias Müller. Auch das Überzahlspiel war schön anzusehen und ergab viele Chancen, wobei fünf Tore in Überzahl erzielt wurden.

Wenn man die ganzen Tore im einzelnen beschreiben wollte, würde dies wohl in einen Roman ausarten. Man muss die gesamte Mannschaft in den Vordergrund stellen und hier vor allem die Vorarbeiten zu den Toren, bei der man eigentlich die gesamte Mannschaft aufzählen müsste. Dennoch sollte man bei den Zuarbeitern Moritz Birkner, der auch selbst ein Tor schoss, und bei denen, die keine Tore geschossen haben, wieder einmal Ryan Bohrer herausstellen. Auch in der Verteidigung standen die Eishackler ihrem Mann und das ohne den verletzten Tobias Maier und den erkrankten Fritz Stögbauer. Hier lieferten Max Malzatzki, der ja eigentlich ein Stürmer ist, Martin Weiß, der wohl sein bestes Spiel in der Saison ablieferte, und die immer konstanten und stabilen Verteidiger Domink Ebentheuer und Andreas Pfaff eine starke Leistung ab. Von den Torschützen aus der Verteidigung, nämlich Daniel Lenz und Manuel Singer, gar nicht zu reden. Rückhalt und Grundstock des fulminanten Sieges war Torhüter Felix Barth der auch in den wenigen brenzligen Situation die Ruhe behielt und seinen Kasten bis auf ein Tor, für das er nichts konnte, sauber hielt.

Im zweiten Drittel passten sich die Eishackler der undisziplinierten Spielweise der Landsberger etwas an. In diesem Spielabschnitt sahen die Zuschauer kein schönes Eishockeyspiel mit vielen Unterbrechungen. „Wir haben uns unserem Gegner im zweiten Drittel angepasst. Das hat mich ganz stark an Eishockey aus den Siebzigern erinnert. Nicht schön anzusehen. Wir haben dies aber in der Drittelpause korrigiert und die Boys haben im dritten Drittel wieder unser Eishockey gespielt“, so Trainer Randy Neal nach dem Spiel. Letztlich dauerte das Spiel von 20 Uhr bis 22.45 Uhr und die Eishackler wurden von den Peißenberger Fans ausgiebig auf dem Eis gefeiert.

Am Sonntag, 17 Uhr, kommen die Alligatoren aus Höchstadt nach Peißenberg.

Tore: 0:1 (2:18) Singer M. (Barth F.), 0:2 (8:56) Lenz D. (Andrä M., Barth F./5-4), 0:3 (12:22) Hörndl V. (Birkner M., Malzatzki M.), 0:4 (17:12) Müller M. (Birkner M., Lenz D./4-4), 0:5 (21:26) Lenz D. (Andrä M., Barth F./5-3), 0:6 (29:13) Andrä M. (Bohrer R., Lenz D./4-4), 1:6 (31:08) Rohde M. (Tausend D., Fischer M./5-4), 1:7 (45:05) Barth F. (Lenz D., Barth F./5-4), 1:8 (47:44) Birkner M. (Bohrer R., Andrä M./5-3), 1:9 (51:11) Andrä M. (Penalty), 1:10 (54:51) Barth F. (Andrä M., Malzatzki M./5-4). Strafen: Landsberg 38+80, Peißenberg 28.