Ein Abend zum VergessenESV Buchloe

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Was allerdings noch viel schlimmer wog, waren die Verletzungen von Torhüter Stefan Horneber und Jungstürmer Andreas Morhardt, der mit Verdacht auf Schultereckgelenksprengung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Sollte sich diese Diagnose bewahrheiten, dürfte die Saison für Morhardt wohl gelaufen sein.

Die gut 1200 Zuschauern im Memminger Eisstadion sahen von Beginn an ein intensiv, zum Teil auch hitzig geführtes Derby. Die Buchloer, die ohne den verletzten Peter Westerkamp auskommen mussten, starteten durchaus mutig und engagiert. Die erste Chance für den ESV vergab Christian Warkus, als er am Tor von Indians-Keeper Alexander Reichelmeir knapp vorbeizog (2.). Kurze Zeit später machte Warkus dann aber in Überzahl alles richtig. Nach einem feinen Solo von Mark Waldhausen traf er im Nachschuss zum 1:0 für die Piraten (10.). In der 14. Minute sollte sich dann eine Schlüsselszene im Spiel ereignen: ECDC-Stürmer Markus Kerber fuhr in den Buchloer Schlussmann Stefan Horneber hinein, sodass dieser seine Maske verlor und benommen die Eisfläche verlassen musste. „Da Horneber nach diesem Zusammenprall nicht mehr weiter spielen konnte, hätte der Memminger Angreifer dem Regelwerk nach eigentlich eine Spieldauerstrafe erhalten müssen, was die Schiedsrichter aber nicht aussprachen“, ärgerte sich die Gäste. Für den verletzten Horneber stand nun Ersatztorhüter Markus Kastenmeier zwischen den Pfosten. Und dieser sollte fortan mächtig Arbeit bekommen.

Zwar gingen die Freibeuter noch mit einer nicht unverdienten 1:0-Führung in die erste Drittelpause, doch nach Wiederbeginn bekam die Buchloer Defensive immer mehr zu tun. Einerseits wurden die Gastgeber deutlich stärker, andererseits wirkte der ESV – durch die vorangegangene Szene – wie von der Rolle und verlor zusehends den Zugriff auf das Spiel. Zunächst ließ Martin Schweiger noch eine riesen Gelegenheit für den ECDC liegen (23.), aber nach 25 Minuten fiel dann schließlich der Ausgleich durch Anton Pertl, der ausgerechnet in Buchloer Überzahl zum 1:1 einnetzte. Mit diesem Treffer sollte das Unheil nun seien Lauf nehmen. Denn nur drei Minuten später zogen die Hausherren mit einem Doppelschlag binnen 30 Sekunden durch Ronny Zientek und Nicholas Becker auf 1:3 davon. Als Alain Joanette in der 32. Minute dann auch noch das 1:4 markierte, war das Spiel praktisch schon entschieden. Zwar fingen sich die Pirates anschließend wieder etwas, doch kurz vor Drittelende fiel der fünfte Treffer der Gastgeber. Einen tollen Konter schloss Michael Polaczeck auf Zuspiel von Martin Schweiger zum 1:5 ab.

Auch im letzten Drittel blieben die Indians weiter am Drücker und setzten die Buchloer Hintermannschaft - vor allem in Überzahl – ein ums andere Mal unter Druck. Schon nach einer Minute baute Andreas Schmelcher mit einem satten Schuss in Powerplay das Ergebnis auf 1:6 aus, ehe Alexander Krafczyk ebenfalls in Überzahl gar auf 1:7 erhöhte (43.). Die Piraten hingegen vergaben ihre wenigen guten Möglichkeiten. So scheiterte Patrick Weigant mit einem Alleingang am sicheren Alexander Reichelmeier (47.) und Daniel Huhn vergab einen Penalty denkbar knapp (57.). Besser machten es da wieder die Indians, die durch Ronny Zientek zum 1:8 trafen (51.). Nur 24 Sekunden später erzielte ESV-Stürmer Michael Strobel auf Zuspiel von Tobias Riefler immerhin noch den zweiten Buchloer Treffer. Den Endstand besorgte schließlich Patrick Zimmermann, der nach sehenswerter Kombination erneut in Überzahl zum 2:9 einschob. (54.)

Schon am Sonntag wartet das nächste Derby auf die Pirates. Ab 17 Uhr gastiert dann der Topfavorit ERC Sonthofen in der Buchloer Eishalle.

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