EHC Waldkraiburg kann derzeit nicht trainierenAm Sonntag geht es nach Königsbrunn

Josef Huber (links) spielt zukünftig für die 2. Mannschaft der Löwen. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)Josef Huber (links) spielt zukünftig für die 2. Mannschaft der Löwen. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)
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Die personellen Änderungen betreffen den EHC Waldkraiburg auf doppelte Weise. Josef Huber hat sich aus unterschiedlichen Gründen entschlossen, vorerst nicht mehr für die erste Mannschaft des EHC Waldkraiburg aufzulaufen. Wie so oft spielte hier die Zeit eine große Rolle bei der Entscheidungsfindung. Ganz abschreiben muss der Verein den Stürmer jedoch nicht, so wechselt er lediglich intern zum „OansBee“-Team. Bis auf kurze Abstecher nach Rosenheim lief der gebürtige Mühldorfer immer für seine Löwen auf.

Die weitere Nachricht betrifft, wie sollte es anders sein, den Spielbetrieb des EHC Waldkraiburg unter dem Gesichtspunkt der hohen Inzidenz im Landkreis. Obwohl der Verein für seine Spieler an die Berufsgenossenschaft Beiträge entrichten muss, gelten Spieler in der Bayernliga nicht als Berufsspieler. Aus diesem Grund fallen bis auf Weiteres alle Trainingseinheiten des EHC Waldkraiburg, ebenso wie alle Heimspiele in der heimischen Raiffeisen-Arena aus. Auch sind aufgrund fehlender Eiszeiten in Nachbarstadien wie Dorfen oder sogar Grafing, vorerst keine Trainings möglich. Zwar dürfen Auswärtsspiele in Landkreisen mit Inzidenzen unter 1000 gespielt werden, jedoch ist es fraglich, wie sinnvoll Spiele sind, so lange nicht trainiert werden darf. Viele Szenarien sind derzeit denkbar oder im Bereich des Möglichen, festlegen will sich der Verein hier jedoch noch nicht.

Vielmehr hofft und appelliert der EHC Waldkraiburg an die Menschen im Landkreis, die Impfangebote zu nutzen, die Kontakte zu beschränken und somit zu einer hoffentlich raschen Senkung der Inzidenz beizutragen. Dies kommt nicht nur dem Eishockey nebst Eishockey-Jugendteams zugute, sondern wirkt auch gegen alle nun wiederkehrenden Einschränkungen.

Fast schon eine Randnotiz ist hier das Auswärtsspiel am kommenden Sonntag um 18 Uhr in Königsbrunn. Die Brunnenstädter stehen derzeit auf dem achten Platz der Tabelle. Dies sollte jedoch nicht unbedingt täuschen in diesem engen Tabellen-Mittelfeld in der Bayernliga, in der zwischen Platz vier und Platz neun nur zwei Punkte Unterschied liegen. Sieht man ganz genau hin, hat der EHC Königsbrunn mit einem Spiel weniger dieselbe Anzahl an Punkten und steht somit, technisch gesehen, sogar vor den Löwen.

Diese Punkte stammen in der Hauptsache aus den letzten vier Spielen, in welchen man eine beeindruckende kleine Siegesserie hinlegen konnte. Es bleibt also abzuwarten, wie sich „untrainierte“ Löwen am kommenden Sonntag gegen sich im Aufschwung befindliche Schwaben schlagen können. Dieses Spiel wird, für alle die nicht Live im Stadion sein können, bei Sport-Deutschland auf dem Kanal des EHC Königsbrunn übertragen.

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