EHC schlägt sich gut in GrafingGuter Auftakt für die Löwen

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Nicht unter Wert verkaufte sich der EHC Waldkraiburg am Freitagabend beim EHC Klostersee. Im ersten Testspiel der Saison unterlagen die Löwen dem Oberligisten knapp mit 3:4 (0:3, 1:0, 2:1). Bedenkt man jedoch, dass das Team von Rainer Zerwesz erst seit gerade einmal zwei Wochen auf dem Eis trainiert, stimmt dieser Auftritt zuversichtlich. Ärgerlich war jedoch die Verletzung und der Ausfall eines Leistungsträgers.

„Wir haben seit sechs Monaten kein Spiel mehr gemacht und waren bisher nur vier Mal auf dem Eis. Und da haben wir eigentlich nur leichte Laufübungen gemacht – das war schon in Ordnung, gerade im zweiten und im letzten Drittel“, resümierte Löwen-Trainer Rainer Zerwesz die Partie beim Drittligisten. Zu den ersten 20 Spielminuten wollte er lieber nichts mehr sagen. Da hatte er auf der Bank getobt, ob der nicht wie gewohnt vorhandenen Lauffreude und Zweikampfhärte, die seine Spieler vermissen ließen. Die Gastgeber wirkten einfach etwas schneller und spritziger-  verständlich, schließlich beginnt die Meisterschaft in der Oberliga Süd in zwei Wochen. Und wenn man dann meist einen Schritt zu spät kommt und noch dazu der Unparteiische es mit der Regelauslegung sehr genau nimmt, sitzt man etwas häufiger auf der Strafbank – insgesamt vier Mal erwischte es die Löwen im ersten Drittel. Das 1:0 durch Philipp Quinlan fiel aber noch bei numerischer Gleichheit. Einen Abpraller von der Bande verwandelte der Grafinger Topstürmer aus spitzestem Winkel gegen Keeper Fabian Birk (9.). In Überzahl schaltete Gennaro Hördt wenig später am schnellsten vor Birks Kasten und traf zum 2:0 (11.), wenig später war es erneut Quinlan, der- von Anthony Ast perfekt bedient- zum 3:0-Pausenstand einschob (15.).

Im zweiten Durchgang trauten sich die Gäste dann deutlich mehr zu und die Partie nahm an Fahrt auf. Hatten die Industriestädter in den ersten 20 Minuten gerade einmal drei Schüsse abgegeben, bei denen Grafings Keeper Martin Morczinietz eingreifen musste, wurde es jetzt hektischer für den Schlussmann Klostersees. Martin Führmann (27.) und Daniel Hämmerle (30.) gingen zunächst zwar noch leer aus, in Überzahl erzielte Lukas Wagner aber dann den Anschlusstreffer (35.). Ein Schuss von der blauen Linie von Führmann war zunächst noch geblockt worden, Wagner schaltete aber blitzschnell und schob durch die Beine von Morczinietz ein. Bitter jedoch, was wenig später geschah: Ohne Fremdeinwirkung verließ Wagner verletzt das Eis, eine Zerrung im Leistenbereich zwang den 23-jährigen Topstürmer, der in der Vorsaison 52 Scorerpunkte in 37 Partien verbuchte, zum vorzeitigen Abbruch.

Im Schlussdrittel verbuchte Hämmerle die erste gute Gelegenheit, wenig später kam Jakub Marek frei zum Schuss vor Grafings Gehäuse. Der Tscheche konnte sich die Ecke aussuchen und vollstreckte eiskalt zum 2:3 aus Sicht der Gäste (48.). Gut sechs Minuten später glänzte Neuzugang Michael Trox mit einem seiner starken Zuspiele und bediente Hämmerle- das 3:3 und die mitgereisten 100 Waldkraiburger Anhänger jubelten (54.). In den Folgeminuten drückten dann die Grafinger wieder, bei denen mit Valentin Scharpf und Florian Engel zwei Leistungsträger fehlten und Philipp Quinlan, der schon das 1:0 erzielt hatte, sollte mit einem Traumtor über die Schulter von Keeper Birk ins Kreuzeck den Schlusspunkt unter eine unterhaltsame Partie setzen. 

Tore: 1:0 (8:38) Quinlan Ph., 2:0 (10:55) Hördt G. (Senger N., Quinlan N./5-4), 3:0 (14:27) Quinlan Ph. (Ast A./5-4), 3:1 (34:50) Wagner L. (Führmann M./5-4), 3:2 (47:48) Marek J. (Vogl N.), 3:3 (53:54) Hämmerle D. (Trox M./5-4), 4:3 (58:02) Quinlan Ph. Strafen: Klostersee 14, Waldkraiburg 14. Zuschauer: 341.

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