EHC Königsbrunn verschläft das erste Drittel 1:5-Niederlage gegen den ECDC Memmingen

Jakub Sramek netzt zum Königsbrunner Treffer ein. (Foto: EHC Königsbrunn)Jakub Sramek netzt zum Königsbrunner Treffer ein. (Foto: EHC Königsbrunn)
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Allerdings fehlten neben dem am Freitag erkrankten Matthias Forster auch noch Patrick Zimmermann, der schon im Hinspiel im letzten Drittel wegen eines grippalen Infekts nicht mehr mitspielen konnte. Hayden Trupp musste von der Tribüne aus zusehen, es ist noch unklar wie viele Spiele er nach der Matchstrafe vom Freitag gesperrt sein wird. Somit blieb von der ersten Sturmreihe lediglich Jakub Sramek übrig, der Trainer musste heute seine Mannschaft umbauen. Mit von der Partie war dafür Henning Schütz, der heute die Schlittschuhe zum ersten Mal in der Saison für den EHC schnürte.

Memmingen war von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft und ging hochkonzentriert in die Partie. Die Indians hatten wohl die richtigen Schlüsse aus dem Freitagsspiel gezogen und zeigten sich präsent und gallig. Immer wieder gelang es den Gästen sich im Königsbrunner Drittel festzusetzen, und so stand es schon nach drei Spielminuten 0:1 für die Gäste. Memmingen ging früh und aggressiv in die Zweikämpfe, nahm dafür auch die ein oder andere Strafzeit in Kauf. Doch der EHC schafft es es auch in Überzahl kaum Gefährlichkeit auszustrahlen. Vier Minuten vor der Pause gelang den Gästen sogar ein Tor in Unterzahl, ehe die Indians nur sieben Sekunden vor Drittelende zum 0:3 einschossen. 

Doch Der EHC dachte nicht daran aufzugeben sondern setzte nun im Mittelabschnitt besser dagegen. In der 24. Spielminute nutzte Jakub Sramek eine turbulente Situation vor dem Memminger Tor und netzte zum 1:3-Anschlusstreffer ein. Doch nur zwei Minuten später trafen auch die Gäste und stellten wieder den alten Abstand her. Königsbrunn war jetzt präsenter und setzte besser dagegen, blieb aber im Abschluss zu harmlos. Memmingen konnte aber auch keinen Treffer mehr nachlegen, woran auch sicher der starke Königsbrunner Goalie Nico Hetzel seinen Anteil hatte. So blieb es bis zur letzten Drittelpause beim 4:1 für die Gäste.

Im letzten Spielabschnitt wollte es Königsbrunn nochmal wissen und hatte wohl seine stärkste Phase. Memmingen setzte nicht mehr so konsequent nach, so dass sich für den EHC immer wieder Chancen ergaben. Doch im Abschluss war heute der Wurm drin, Königsbrunn war einfach zu ungefährlich. Die Gäste machten es mit weniger Aufwand besser und legten vier Minuten vor Spielende noch das 1:5 nach, was auch den Endstand bedeutete.

Die Indians gewinnen auch in der Höhe verdient in der Königsbrunn und beenden damit ihre Testspielphase, in der sie sich nur dem DEL2-Topteam Kaufbeuren geschlagen geben mussten. Königsbrunn hat sich gegen den Oberligisten aber wacker geschlagen und steckte nie auf, der Einsatz passte bis zur letzten Minute.

Insgesamt kann EHC-Coach Peter Schedlbaur ein positives Fazit ziehen: „Memmingen hat heute die Klasse gezeigt, die in der Mannschaft steckt und die Taktik umgestellt. Wir waren heute ein wenig müde in den Beinen und im Kopf, natürlich hatten wir auch einige Ausfälle. Vielleicht haben wir auch gedacht, dass wir so weiter machen können wie am Freitag. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, wir dürfen nicht vergessen, dass  Memmingen keine Laufkundschaft ist. Wir haben dann diszipliniert und mit Einsatz gespielt. So eine Niederlage gehört dazu, wir werden unseren Weg machen.“ 

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