EHC Königsbrunn verschenkt den Sieg in Ulm3:4-Niederlage bei den Donau Devils

Jakub Bitomsky erzielte die ersten beiden Treffer gegen Ulm. (Foto: EHC Königsbrunn)Jakub Bitomsky erzielte die ersten beiden Treffer gegen Ulm. (Foto: EHC Königsbrunn)
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Vor dem Spiel gab es bei Um eine gravierende personelle Veränderung. Nachdem die Devils am Freitag ihr Heimspiel gegen Erding mit 0:9 verloren hatten, reagierte der Vorstand und zog seine Konsequenzen aus der sehr deutlichen Niederlage. Wie am Samstag bekannt wurde, entband der Verein Trainer Robert Linke mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben. Gegen den EHC übernahm zunächst das Interims-Trainergespann Martin Jainz und Alexander Jäger das Coaching. Die Devils konnten für die Partie 15 Feldspieler aufbieten, Königsbrunn startete mit 14. So fehlten auf Seiten der Brunnenstädter neben dem Langzeitverletzten Michael Rudolph unter anderem die Leistungsträger Hayden Trupp, Julian Becher, Max Arnawa und Kapitän Alexander Strehler.

Beide Mannschaften starteten mit viel Tempo in die Partie, die sich zunächst ausgeglichen gestaltete. Bei den Brunnenstädtern war durch den reduzierten Kader bedingt noch ein wenig Sand im Getriebe, viele kleine Fehler führten zu Scheibenverlusten. Den ersten Treffer markierten dann die Gastgeber, in der sechsten Spielminute verwandelte Synek ein cleveres Anspiel zum 1:0 für die Devils. Kurz darauf hatte Ulm in Überzahl sogar die Möglichkeit auf einen weiteren Treffer, doch Jakub Bitomsky stibitzte sich die Scheibe und netzte souverän zum 1:1 Ausgleich ein. Mit fortlaufender Spieldauer kam der EHC aber immer besser in die Partie, auch wenn Ulm sich ebenfalls gute Möglichkeiten erarbeitete. Kurz vor der Pause machte Königsbrunn nochmal mächtig Druck und ging durch den Treffer von Jakub Bitomsky mit 2:1 in Führung, bis Drittelende fielen aber keine weiteren Tore mehr.

Im Mitteldrittel startete der EHC zunächst stark, verpasste es aber den Vorsprung weiter auszubauen. Auch in Überzahl wollte der dritte Treffer nicht fallen, oder landete am Pfosten der Gastgeber. Die gingen allerding nicht so verschwenderisch mit ihren Möglichkeiten um und glichen in der 35. Minute aus, Torschütze war erneut Synek. Mit dem für die Gastgeber etwas glücklichen 2:2 gingen dann auch beide Mannschaften in die letzte Pause.

Die Entscheidung musste nun im Schlussdrittel fallen. Ulm hatte zunächst mehr vom Spiel und erarbeitete sich einige Möglichkeiten, konnte aber nicht nachlegen. Königsbrunn hatte scheinbar den Faden verloren und kam nicht wirklich in die Partie. Beide Teams lieferten sich jetzt einen intensiven Kampf auf dem Eis, die Devils sorgten für ordentlich Druck. Doch nach Scheibenverlust der Gastgeber setzte sich Tim Bullnheimer gegen seine Gegenspieler durch und schoss in der 49. Spielminute zum 3:2 für Königsbrunn ein. Ulm dachte aber nichts ans Aufgeben und belohnte sich für den Einsatz mit dem Ausgleich in der 57. Spielminute.  Nur 33 Sekunden später legten die Devils nochmal nach und trafen zur 4:3 Führung. Königsbrunn versuchte zwar noch auszugleichen und nahm dann Goalie Žukovas zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Das 4:4 wollte aber nicht mehr fallen, auch wenn die Chancen dazu durchaus vorhanden waren.

Königsbrunn bleibt dank des Doppelschlags der Gastgeber erneut ohne Punkte in Ulm und trifft am nächsten Freitag erneut auf eigenem Eis auf die Devils.

EHC-Coach Andy Becher nennt Ursachen für die Niederlage: „Aufgrund des Trainerwechsels war uns bewusst, dass eine Mannschaft kommt, die eine sehr hohe Intensität aufs Eis bringt. Nach dem 0:1 Rückstand haben wir die Scheibe besser laufen lassen und sind dann verdient mit 1:2 in die erste Pause gegangen. Wir waren im Mitteldrittel die spielbestimmende Mannschaft, konnten es aber nicht auf die Anzeigetafel zu bringen. Mit dem unglücklichen 2:2 gingen wir dann in die letzte Pause. Ziel für das letzte Drittel war, die Strafzeit zu überstehen und dann weiterhin geduldig zu spielen. Das ist uns mit dem Tor Mitte des letzten Drittels gelungen und dann bekommen wir in der 57. Minute aus einem Standard das 3:3 Gegentor. Kurz darauf ist das 4:3 aus einer eigentlich harmlosen Situation gefallen. Wir haben im wichtigsten Moment nicht nur den Kopf, sondern auch das Spiel verloren.“

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