EHC Königsbrunn überzeugt auch gegen MemmingenPinguine zwingen Oberligisten in die Overtime

Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit fiel der Ausgleich für den EHC. (Foto: EHC Königsbrunn)Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit fiel der Ausgleich für den EHC. (Foto: EHC Königsbrunn)
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Im Spiel musste EHC-Coach Peter Schedlbauer neben den längerfristig verletzten Spieler auf Matthias Forster und Nico Neuber verzichten. Aber auch Memmingen hatte mit Ausfällen zu kämpfen.

Königsbrunn war von der ersten Sekunde an in der Partie und startete sofort in die Offensive, nach gerade einmal 41 Spielsekunden konnte Dominic Auger zum 1:0 für Königsbrunn einnetzen. Es entwickelte sich eine flotte Partie auf Augenhöhe, von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen. Beide Mannschaften erarbeiteten sich immer wieder Chancen, ein weiteres Tor wollte aber nicht fallen. Erst kurz vor Drittelende konnte sich Memmingen im Drittel der Königsbrunner festsetzen, verschmähte aber zwei Geschenke der gegnerischen Defensive, so dass es mit dem knappen 1:0 für den EHC in die Pause ging.

Im zweiten Spielabschnitt startete Memmingen mit einem Mann mehr auf dem Eis, schaffte es aber nicht sich festzusetzen und Torchancen zu generieren. Nach der schwachen Vorstellung in Überzahl hatten die Indians dann wohl ihre stärkste Phase und brachten den EHC in arge Bedrängnis. In der 25. Spielminute musste Jennifer Harß dann zum ersten Mal hinter sich greifen, als Daniel Huhn zum verdienten 1:1 einschoss. Doch Königsbrunn blieb weiter im Spiel und konnte in der 29. Minute in Überzahl durch Auger mit 2:1 in Führung gehen. Die Freude der Brunnenstädter währte aber nur kurz, denn nur eine Minute später konnte Memmingen ebenfalls in Überzahl erneut ausgleichen. Der EHC präsentierte sich als gleichwertiger Gegner, die Mannschaft war spritzig und vereidigte gut. In der 32. Spielminute konnte Maxi Hermann mit seinem Treffer die Brunnenstädter erneut in Führung bringen, bis zur Drittelpause fielen aber keine weiteren Tore.

 Auch im letzten Drittel lieferten sich beide Teams einen heißen Tanz auf dem Eis, den nächsten Treffer setzten nun aber die Gastgeber. Nach einem schlechten Wechsel der Königsbrunner schoss Daniel Huhn zum verdienten 3:3 Ausgleich ein. Der EHC drohte seine Konzentration zu verlieren, fing sich aber wieder. In der 56. Spielminute wäre auch fast die erneute Führung geglückt, doch der Pfosten verhinderte einen weiteren Treffer der Königsbrunner. In der  59. Spielminute erwies dann ausgerechnet der als so fairer Sportsmann bekannte Hayden Trupp seiner Mannschaft einen Bärendienst. Nachdem er an der Bande von einem gegnerischen Spieler immer wieder provoziert wurde, ließ er sich wutentbrannt zu einem dummen und unnötigen Revanchefoul hinreißen. Zudem erwischte er noch den falschen Spieler, kassierte dafür dann vom Schiedsrichter eine Matchstrafe und wird wohl einige Spiele in der Punkterunde gesperrt sein. Beide Mannschaften hatten jetzt nur noch vier Feldspieler auf dem Eis, Memmingen kam damit aber besser klar als der EHC.  In der 59.Spielminute traf dann Patrik Beck zur Führung für die Indians. Königsbrunns Coach Peter Schedelbaur setzte nun alles auf eine Karte und nahm nun die bis dahin fehlerlos agierende Torfrau Jennifer Harß zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Diese Taktik ging voll auf, 39 Sekunden vor Drittelende versenkte Luca Szegedin den Puck im Tor der Indians und brachte den EHC wieder ins Spiel. Die Entscheidung musste nun in der Overtime fallen, normalerweise wird diese mit drei gegen drei Feldspieler gespielt. Durch die Strafe gegen Trupp durfte Memmingen  nun aber mit vier Feldspielern antreten. Dies ging nur 42 Sekunden lang gut, dann versenkte der Ex-Landsberger Dennis Neal den Puck im Königsbrunner Tor und sorgte so für die Entscheidung.

Königsbrunn zeigte eine starke Partie und musste sich erst in der Verlängerung geschlagen geben. Memmingen siegt nicht unverdient nach einem Spiel auf Augenhöhe, am Sonntag kommt es ab 18 Uhr zum Rückspiel in der Königsbrunner Eisarena. Auf Hayden Trupp wird Coach Schedlbauer wohl einige Spiele verzichten müssen.

Insgesamt war der Trainer aber zufrieden mit der gezeigten Leistung: „Bis zu dieser unnötigen Strafzeit haben wir gut und diszipliniert mitgehalten. Schade, dass wir am Schluss ein wenig den Kopf verloren haben. Memmingen hat natürlich auch eine starke Partie gezeigt und in manchen Phasen erahnen lassen, wozu die Mannschaft fähig ist.

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