EHC Königsbrunn setzt sich knapp gegen Schweinfurt durchHochspannung bis zum Spielende

Tim Bullnheimer freut sich riesig über seinen Treffer zum 1:0. (Foto: EHC Königsbrunn)Tim Bullnheimer freut sich riesig über seinen Treffer zum 1:0. (Foto: EHC Königsbrunn)
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EHC-Coach Waldemar Dietrich hatte in der Partie bis auf Alexander Strehler und Maxi Hermann den kompletten Kader zur Verfügung. Allerdings waren einige Spieler noch angeschlagen, der EHC trat aber trotzdem mit drei kompletten Reihen an.

Beide Mannschaften starteten nervös in die Partie, was aber aufgrund der Brisanz des Spiels nicht verwunderlich war. Im Laufe des Spiels, erarbeiteten sich sowohl der EHC als auch der ERV einige Gelegenheiten, wobei Königsbrunn die besseren Chancen hatte. In der achten Spielminute ging dann auch der EHC dank des Treffers von Tim Bullnheimer mit 1:0 in Führung. Sicherheit gab es den Königsbrunner Spielern aber nicht, die immer noch zu viele Fehler produzierten. Die Gäste konnten aber davon nicht profitieren, so dass es mit der knappen Führung in die erste Pause ging. Allerdings setzte es kurz vor Abpfiff noch einige Strafen für den EHC.

Die Gäste starteten dadurch in Überzahl ins Mitteldrittel und konnten nach gerade mal 37 Sekunden jubeln, als in einfacher Überzahl der Ausgleich fiel. Nur fünf Minuten später ging Schweinfurt dann in Führung. Vorausgegangen war ein leichtsinniger Scheibenverlust in der neutralen Zone, den die Mighty Dogs gekonnt mit einem Konter abschlossen. Die Partie drohte jetzt zu kippen, der Treffer zeigte Wirkung. Doch in der 30. Spielminute traf Nico Baur zum 2:2 Ausgleich, die Begegnung war wieder offen. In der 33. Spielminute kassierte der EHC allerdings erneut eine Strafe, doch statt eines Powerplays der Gäste folgte die One-Man-Show von Anton Zimmer. Gleich zweimal enteilte er seinen Gegenspielern und erzielte im Alleingang zwei Treffer zum 4:2. Gästecoach Vanc nahm daraufhin eine Auszeit, um seine Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Bis Drittelende fielen aber keine weiteren Treffer mehr.

Im letzten Spielabschnitt verwaltete der EHC zunächst das Ergebnis und konnte in der 51. Minute sogar noch das 5:2 nachlegen. Julian Becher netzte nach einer sehenswerten Vorlage von Jakub Šrámek ein. Doch scheinbar fühlten sich die Königsbrunner acht Minuten vor Spielende schon zu sicher. Denn nun setzten die Mighty Dogs nochmal alles auf eine Karte und konnten bis drei Minuten vor Spielende zwei Treffer zum 5:4 einnetzen. Schweinfurt nahm dann noch den Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, doch der Mut der Gäste wurde nicht belohnt, der EHC brachte die knappe Führung über die Zeit.

Königsbrunn holt sich am Ende mit dem 5:4 etwas glücklich, aber verdient drei Punkte und kann aufgrund der momentanen Tabellensituation nicht mehr absteigen. Die Gegner aus Schweinfurt rutschen nach der Niederlage auf den letzten Tabellenplatz ab und müssen weiter um den Klassenerhalt zittern.

Coach Waldemar Dietrich war nach der Partie heilfroh über den Spielausgang: „Wir wollten in unserem letzten Heimspiel unbedingt noch drei Punkte holen. Es war keine schöne Partie, da war zu viel Nervosität. Es sind sehr viele leichte Fehler zum Schluss passiert, wir haben glücklich gewonnen. Insgesamt waren wir aber schon die bessere Mannschaft, Jenny hat gut gehalten. Beim 5:2 hat man sich das einfacher vorgestellt, die Spieler wollten es wohl für den Zuschauer nochmal spannend gestalten. Das haben sie dann auch geschafft, es war bis zum Schlusspfiff hochdramatisch. Nun müssen wir noch die letzten beiden Partien bestreiten, die Gegner haben aber alle noch eine Rechnung mit uns offen. Da müssen wir nochmal alles geben und zeigen, was wir können.“

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