EHC Königsbrunn bleibt in Ulm ohne Punkte2:4-Niederlage gegen die Devils

Jakub Bitomskys Tor zum Ausgleich gab dem EHC wieder Auftrieb, doch den Königsbrunnern fehlte auch das Schussglück. (Foto: EHC Königsbrunn)Jakub Bitomskys Tor zum Ausgleich gab dem EHC wieder Auftrieb, doch den Königsbrunnern fehlte auch das Schussglück. (Foto: EHC Königsbrunn)
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Beide Teams konnten drei komplette Reihen aufbieten, Ulm mit 16 Feldspielern, der EHC mit 17. Im Tor der Königsbrunner stand dieses Mal von Beginn an Dominic Guran, der sich in den bisherigen Spielen empfehlen konnte.

Königsbrunn begann stark und mit viel Scheibenbesitz, die Brunnenstädter waren in der zunächst zerfahrenen Partie um Spielkontrolle bemüht. Zwingende Möglichkeiten sprangen aber nicht dabei heraus. Erst nach fünf Minuten kamen die Gastgeber auch durch viel Kampf und Einsatz ins Spiel und setzten sich im Königsbrunner Drittel fest. In der siebten Spielminute führte ein Scheibenverlust zum 1:0 für Ulm. Gleich im Anschluss kassierte Linus Voit nach einem Bandencheck eine Strafe, der EHC musste nun fünf Minuten in Unterzahl spielen. Doch Ulm konnte diese nicht nutzen, um die Führung auszubauen. Auch danach blieb es ein Kampf auf Augenhöhe, der EHC war aber zu harmlos vor dem Tor. In der 19. Spielminute trafen die Donau Devils dann doch zum zweiten Mal, Synek konnte in Überzahl einen Abpraller zum 2:0 verwerten. Königsbrunn antwortete mit wütenden Angriffen, die Brunnenstädtern scheiterten aber im Abschluss.

Nach der Pause hatte der EHC in doppelter Überzahl die Möglichkeit zum Ausgleich, doch die Bemühungen blieben ohne Erfolg. Es entwickelte sich ein verbissener Kampf, mit Vorteilen für die Brunnenstädter. In der 29. Spielminute traf Linus Voit für Königsbrunn zum 2:1, der junge Stürmer erkämpfte sich mit viel Einsatz die Scheibe und schloss eiskalt ab. Die Partie wurde danach ruppiger, in der 33. Spielminute musste sogar die Partie unterbrochen werden. Nachdem der Königsbrunner Marc Barchmann nach einer Aktion an der Bande verletzt liegen blieb und drei Zähne einbüßte, war für ihn die Begegnung gelaufen, er wurde in ein Krankenhaus zur weiteren Behandlung gebracht. Die Aktion blieb aber folgenlos für Ulm. Königbrunn ließ sich nicht beirren und erhöhte die Schlagzahl. Fünf Minuten vor der letzten Pause fasste sich schließlich Jakub Bitomsky ein Herz, tankte sich durch die Ulmer Reihen und traf mit seinem satten Schuss zum hochverdienten 2:2 Ausgleich. Auch danach hatte Königsbrunn gute Chancen, doch mehr Tore wollten im Mittelabschnitt nicht fallen.

Der EHC setzte sich im Schlussdrittel mit viel Einsatz und Druck immer wieder im Drittel der Ulmer fest. Der Führungstreffer lag in der Luft, die Gastgeber konnten sich nur selten befreien und kamen kaum zu Möglichkeiten. Auch in Überzahl wollte der Puck nicht ins Tor der Donau Devils. Und wie es im Sport so ist, wenn man seine Chancen nicht nutzt, dann macht es eben der Gegner. Nach Scheibenverlust traf jetzt Ulm, der EHC wurde eiskalt ausgekontert und lag nun acht Minuten vor Spielende zurück. Nur drei Minuten später die gleiche Situation, die gleiche Angriffsreihe der Donau Devils, wieder zappelte der Puck nach einem Konter im Königsbrunner Tor. Der EHC versuchte noch dagegenzuhalten und steckte nie auf. Kurz vor Abpfiff wurde sogar der Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis genommen, ein Tor wollte aber nicht gelingen.

Königsbrunn bleibt in Ulm ohne Punkte und kann sich nun auf die Abstiegsrunde vorbereiten. Dem EHC wird seine mangelhafte Torausbeute zum Verhängnis, zwei bittere Treffer nach Kontern entschieden die Partie. An Einsatz und Kampfbereitschaft fehlte es der Mannschaft nie, am Ende fehlte auch das Quäntchen Glück. Bitter für die Mannschaft ist auch der Ausfall von Marc Barchmann, der in den letzten Spielen immer gute Leistungen gezeigt hatte und nach seiner Operation einige Spiele pausieren muss.

EHC-Coach Andy Becher haderte nach dem Spiel mit dem Verlauf der Begegnung: „Wir wollten hinten erstmal kompakt stehen und sind durch einen leichtsinnigen Puckverlust in Rückstand geraten. Die fünf Minuten Unterzahl danach haben wir gut überstanden. Kurz vor Drittelende nach gewonnenem Offensivbully nahmen wir unnötige zwei Minuten und bekommen dann das 2:0. Im zweiten Drittel hatten wir sehr gut und diszipliniert gespielt und verdient den Ausgleich gemacht. Einziger Wermutstropfen war das nicht gepfiffene Foul an Mark Barchmann. Dadurch waren wir gezwungen die zweite und die dritte Reihe umzustellen für das letzte Drittel. Da sind wir sehr gut rausgekommen und hatten viele Chancen, um das Spiel zu drehen. In unserer Druckphase haben wir leider durch einen individuellen Fehler das 3:2 bekommen. Vor dem 4:2 ließen wir nach unserem Überzahlspiel leider wie so oft wieder eine 2 zu 1-Situation zu. Wir sind wie so oft nach frühem Rückstand und Ausgleich für unsere gute spielerische Leistung nicht belohnt worden.“

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