EHC Königsbrunn besiegt die Kemptener SharksGeglückte Revanche vor ausverkaufter Kulisse

Nach dem Spiel wurde der EHC vom heimischen Publikum gefeiert. In der Mitte mit der Nummer 43 Hayden Trupp, der eine Klasseleistung zeigte. (Foto: EHC Königsbrunn)Nach dem Spiel wurde der EHC vom heimischen Publikum gefeiert. In der Mitte mit der Nummer 43 Hayden Trupp, der eine Klasseleistung zeigte. (Foto: EHC Königsbrunn)
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Kempten reiste mit reduziertem Kader an und konnte nur 13 Feldspieler aufbieten, Königsbrunn startete mit 14. Denn auch der EHC hatte mit Ausfällen zu kämpfen, neben den Langzeitverletzten Rudolph und Barchmann fehlten Becher, Szegedin und Sander.

Beide Teams agierten zu Beginn vorsichtig, die Partie war zunächst zerfahren. Der EHC startete heute mit nur 2 Mittelstürmern, was den Ausfällen geschuldet war. Hayden Trupp und Tim Bullnheimer mussten zusätzliche Einsatzminuten auf den Eis absolvieren. In der vierten Spielminute traf dann Hayden Trupp zum 1:0 ins Tor der Sharks, nachdem er einen Abpraller verwerten konnte. Königsbrunn agierte druckvoll und bestimmte die Partie, von den Gästen war zunächst nicht viel zu sehen. In der achten Spielminute stibitzte sich Trupp in Unterzahl einen Puck vom Gegner und leitete einen Konter ein, den Kemptens Torfrau Jennifer Harß zwar zunächst abwehren, aber nicht kontrollieren konnte. Hayden Trupp schaltete als Erster und schob die herrenlose Scheibe zum 2:0 ein. Nur zwei Minuten netzte Jakub Bitomsky nach schönem Anspiel von Pätzold und Bullnheimer zum 3:0 ein. Für die Sharks bahnte sich ein Debakel an, Kempten war in den ersten Minuten ohne zwingende Chancen. In der 16. Spielminute traf dann Tim Bullnheimer zum 4:0, nach feinem Anspiel tanzte er den gegnerischen Verteidiger aus und ließ Kemptens Torfrau Harß keine Chance. Bis zur Pause fielen keine weiteren Treffer.

Vor dem zweiten Drittel hatte es in der Gästekabine wohl eine deutliche Ansprache von Kemptens Trainer Carsten Gosdeck gegeben, die Sharks starteten nun mit viel Schwung ins zweite Drittel. In Überzahl konnte der ESC auf 4:1 verkürzen, nur eine Minute später fiel dann sogar das 4:2, Königsbrunn war zu sorglos und Kempen dafür gnadenlos effektiv. Die Treffer gaben den Gästen Auftrieb, doch der EHC fing sich wieder. In der 32. Spielminute traf Max Arnawa zum 5:2, acht Minuten später war denn Antti-Jussi Miettinen erfolgreich und sorgte mit dem 6:2 für den erneuten Abstand von vier Treffern.

Im letzten Drittel kam dann erneut Kempten besser aus der Kabine, verpasste es aber zu treffen. Der EHC leistete sich einige Schnitzer, die aber ohne Folgen blieben. Den Sharks boten sich nun mehr Freiräume, die Königsbrunner Spieler waren zu weit weg vom Gegner. In der 50. Spielminute durfte Kemptens Maximilian Schäffler freistehend zum 6:3 verkürzen, aber auch die Sharks waren in der Defensive nicht sattelfest. Gerade 22 Spielsekunden später fingen sich die Gäste einen Konter, den dann Miettinen routiniert zum 7:3 einschoss. Das letzte Drittel war ein offener Schlagabtausch ohne taktische Finessen, weitere Tore bekamen die Zuschauer aber nicht mehr zu sehen.

Der EHC siegt im Kampf der Rumpfkader verdient mit 7:3, nach einer starken Leistung im ersten Drittel verwalteten die Brunnenstädter den Vorsprung bis zum Ende. Lediglich im zweiten Drittel wackelten die Königsbrunner, konnten dem Gegner dann aber die richtige Antwort geben.

EHC-Coach Andy Becher war nach dem Spiel zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir haben das erste Drittel so gespielt wie wir es geplant hatten, konnten gut Druck auf den ersten Spieler ausüben und den Gegner zu schlechten Entscheidungen zwingen. In der neutralen Zone waren wir sehr kompakt gestanden und gewannen dort viele Scheiben. Wir haben gut umgeschaltet, das Spiel in der Offensivzone sehr einfach gehalten und versucht den ersten Schuss aufs Tor zu bringen. Das ist uns gut gelungen, das erste Drittel ging dann verdient mit 4:0 an uns. Dann haben wir in Unterzahl den Anschluss bekommen, durch einen individuellen Fehler danach das 4:2. Kempten hat weiter aufgemacht und zwei Mann hoch geschickt, was schwierig zu verteidigen war.  Im letzten Abschnitt waren wir kompakt gestanden. Als Kempten wieder getroffen hatte, kam von uns gleich die passende Antwort. Heute haben alle Spieler Eiszeit bekommen. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass wir hinten gut gestanden sind und diszipliniert in der Rückwärtsbewegung gearbeitet haben. Die Mannschaft hat dazugelernt, im nächsten Spiel müssen wir mit der gleichen Mentalität antreten wie heute.“

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