EHC Königsbrunn besiegt den EC PfaffenhofenWichtige drei Punkte zum Saisonstart

Gästetormann Jonathan Kornreder stand unter Dauerbeschuss und zeigte eine starke Partie. (Foto: EHC Königsbrunn)Gästetormann Jonathan Kornreder stand unter Dauerbeschuss und zeigte eine starke Partie. (Foto: EHC Königsbrunn)
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Die Gäste reisten mit 19 Feldspielern an, Königsbrunn startete mit 17. Nicht mit im Kader waren der verletzte Alexander Strehler und Luca Szegedin. Im Tor der Brunnenstädter stand zum ersten Punktspiel Routinier Stefan Vajs.

Der EHC startete vor toller Kulisse mit viel Einsatz und ließ die Scheibe schön laufen. Pfaffenhofen stand aber gut und zeigte sich als kämpferisch starker und giftiger Gegner. Zudem hatten die Gäste im Tor den hervorragend aufgelegten Tormann Jonathan Kornreder. Der unter Dauerbeschuss stehende 23-jährige gebürtige Peißenberger machte den Königsbrunner Stürmern das Leben schwer und zeigte bärenstarke Paraden. Die Icehogs kamen nur selten vor das Tor der Gastgeber, der EHC war zunächst gnadenlos dominant. Allerdings fehlten Zählbares, das gegnerische Tor war wie vernagelt. Kurz vor der Pause sollte sich das rächen, nach unnötigem Scheibenverlust im eigenen Drittel stand es plötzlich 0:1 für Pfaffenhofen. Der Kanadier Bailey Bilney-Morrissette bediente seinen Landsmann Tom Callaghan mit einem klugen Zuspiel, dieser netzte dann mit einem satten Schuss ins Königsbrunner Tor ein. Mit der glücklichen Führung der Gäste gingen dann beide Mannschaften ein erstes Mal in die Pause. 

Im mittleren Spielabschnitt machte der EHC da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte, und versuchte mit viel Einsatz zum Torerfolg zu kommen. In der 23. Spielminute belohnte sich dann Königsbrunn für die Bemühungen, in Überzahl hämmerte Gustav Veisert mit seinem platzierten Schuss den Puck ins Tor der Gäste, vorangegangen war ein feinem Pass des hinter dem Tor agierenden Max Lukes. Pfaffenhofen kam jetzt besser ins Spiel und generierte ebenfalls immer wieder Torchancen, doch bis Drittelende wollte kein Treffer mehr fallen.

In den letzten 20 Spielminuten war der EHC weiterhin die spielbestimmende Mannschaft, auch wenn die Gäste gut störten und den Brunnenstädtern kaum Luft zum Atmen ließen. In der 47. Spielminute eroberte Marco Sternheimer den Puck im gegnerischen Drittel und setzte mit einem feinen Zuspiel Tim Bullnheimer in Szene. Dieser netzte mit seinem harten und platzierten Schuss zum 2:1 ein und ließ Goalie Kornreder keine Chance. Nur zwei Minuten später erhöhte Verteidiger Michael Rudolph in Überzahl auf 3:1. Nach Zuspiel von Hayden Trupp zog er mal aufs gegnerische Tor ab, der abgefälschte Schuss landete im Netz der Icehogs. Drei Minuten vor Drittelende hatte Pfaffenhofen nach einem schlimmen Scheibenverlust der Königsbrunner noch die Chance auf den Anschlusstreffer, doch Goalie Stefan Vajs entschärfte den Alleingang von Tom Callaghan. Kurz vor Ende der Partie setzte der Gästecoach nochmal alles auf eine Karte und nahm den Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, doch dieser Schuss ging nach hinten los. Der EHC eroberte den Puck und Max Lukes netzte acht Sekunden vor Abpfiff zum 4:1 Endstand ein.

Der EHC gewinnt hochverdient die hart geführte, aber faire Begegnung gegen nie aufsteckende und aufopferungsvoll kämpfende Gegner. Königsbrunn war die klar bessere Mannschaft, ließ aber zu viele Chancen liegen und brachte sich dadurch selbst in Schwierigkeiten. Am Ende bleiben drei wichtige Punkte und ein erster Sieg in der neuen Saison.

EHC-Coach Bobby Linke ist froh über den erkämpften Sieg: „Für mich war es das erwartet schwere Spiel, wir haben leider nicht getroffen und unseren Gegner damit aufgebaut. Pfaffenhofen hat das gut und strukturiert gespielt, wenig Fehler gemacht und konsequent verteidigt. Dann kassieren wir vor der Pause plötzlich das Tor. Wir mussten danach aufpassen, dass das Spiel in die richtige Richtung weiterläuft und wir nicht mit der Brechstange agieren. In Überzahl sind wir dann zurückgekommen, am Ende haben wir uns selbst für unsere Geduld belohnt und das Spiel für uns entschieden. Wir müssen diesen Lernprozess weiterführen, in jedem Spiel zu 100% arbeiten und dann unsere Spielanteile in Tore umsetzen. In der Bayernliga darfst du keinen Gegner unterschätzen.“

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