EHC kassiert den AusgleichAlligators schnappen zu

EHC kassiert den AusgleichEHC kassiert den Ausgleich
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Denn am Ostermontag ging auch das zweite Finale der Best-of-Five-Serie zwischen den Löwen und dem Höchstadter EC  in die Verlängerung und diesmal hatten die Mittelfranken mit 4:3 (3:1, 0:2, 0:0, 1:0) das bessere Ende für sich. Alles auf Anfang, doch hatte sich die Zerwesz-Truppe trotz personeller Probleme gut verkauft und das macht Mut für Spiel drei am Freitag in der Industriestadt.

Eishockey ist zwar bekanntlich ein Mannschaftssport, in dem ein Einzelner über 60 oder 65 Minuten nicht komplett den Unterschied ausmachen kann. Doch wenn einem gleich drei der zehn besten Scorer, noch dazu aus unterschiedlichen Mannschaftsteilen fehlen, wird es schwierig- besonders in einem Finale zweier Teams, die derzeit im Kampf um die bayerische Krone Eishockey der Spitzenklasse präsentieren. EHC-Coach Rainer Zerwesz musste am Ostermontag in Spiel 2 der „Best-of-5“-Serie neben dem gesperrten Topscorer Lukas Wagner (43 Spiele / 35 Tore / 40 Tore) und dem ebenfalls zum Zuschauen verdammten Kontingentspieler Jakub Marek (33/ 20/ 40) nämlich auch auf Top-Verteidiger Daniel Hilpert (24/ 2/ 23) verzichten, den eine Erkältung flachlegte.

Von über 150 mitgereisten Gästefans unterstützt, erwischten die Löwen vor insgesamt rund 1500 Zuschauern einen Einstieg ins Spiel, der als vieles bezeichnet werden kann- sicher aber nicht als Traumstart. Nicht mal 90 Sekunden waren vergangen, da musste Schlussmann Patrick Vetter ein erstes Mal hinter sich greifen und die Alligators durften jubeln: Stephan Hiendlmayer markierte mit seinem fünften Saisontor das 1:0 für die Gastgeber (1:26). Zwar fanden die Löwen umgehend die passende Antwort und Daniel Hämmerle schaffte wenig später den Ausgleich (03:02). Die Freude darüber währte im EHC-Lager jedoch nur kurz, denn Markus Babinsky (11:44) und Thilo Grau (11:44) bauten die Vorsprung noch vor dem ersten Pausentee  wieder weiter aus. „Bei den ersten drei Gegentoren haben wir es ihnen sehr leicht gemacht. Wir waren defensiv ungeordnet, haben schlecht verteidigt und sahen dabei nicht gut aus“, analysierte Rainer Zerwesz die ersten 20 Minuten am Tag danach.

Trotz dieses Rückschlages zeigte seine Mannschaft im zweiten Drittel aber ihr wahres Gesicht, steckte nicht auf und kämpfte sich, auch dank der sich zum Teil einschleichenden Passivität des Gegners zurück ins Spiel. Wie schon zwei Tage zuvor, als man aus einem 0:2 ein 3:2 machte, starteten die Löwen eine tolle Aufholjagd und belohnten sich. Zunächst war es erneut Hämmerle, der mit seinem zweiten Tor des Spiels den Anschlusstreffer feiern durfte (27:36), vier Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels gelang Michael Trox in doppelter Überzahl der Ausgleich (39:56).

Im Schlussdrittel demonstrierten beide Mannschaften dann, warum sie sich die Teilnahme an diesem Endspiel verdient hatten und es ging munter hin und her. Da jedoch kein weiterer Treffer fallen sollte, ging auch die zweite Partie der Serie in die Verlängerung. Hier machte sich das Fehlen der drei absoluten Führungsspieler dann aber doch bemerkbar und Daniel Sikorski traf in der dritten Minute der Overtime zum Sieg für die Alligators (62:57). „Höchstadt hat das geschickt gemacht und wir haben wieder gesehen, dass das eine enge Serie wird“, meinte Zerwesz. Für das wohl vorentscheidende Spiel am Freitag in Waldkraiburg (19:45 Uhr) lehnte er sich dann aber doch etwas aus dem Fenster: „Der Freitagssieger wird die Serie wohl gewinnen.“  In jedem Fall fährt aber auch zum vierten Spiel am kommenden Sonntag wieder ein Fanbus nach Höchstadt und hier haben sich die „Woid Boyz“ etwas Besonderes einfallen lassen: Der Bus fährt eher los (12:45 Uhr) und unterwegs wird eine Pause gemacht, bei der es Kesselgulasch gibt. Anmelden kann man sich mit einer Nachricht über die Facebook-Fanseite des EHC oder per E-Mail an [email protected]

Tore: 1:0 (1:26) Hiendlmeyer S. (Grau T.), 1:1 (3:02) Hämmerle D. (Hradek Ch.), 2:1 (3:41) Babinsky M. (Dzemla P., Urban T.), 3:1 (11:44) Grau T. (Sikorski D.), 3:2 (27:36) Hämmerle D. (Seifert Ph.), 3:3 (39:56) Trox M. (Vogl N. PP2), 4:3 (62:57) Sikorski D. (Jun D.). Strafen: Höchstadt 14, Waldkraiburg 10 + 10 (Vogl N.). Zuschauer: 1514.

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