Echte Kraftprobe gegen den MeisterFreitag kommt Lindau – Spielausfall am Sonntag

(Foto: Fuchs/ECDC)(Foto: Fuchs/ECDC)
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Das Beste zum Schluss: Wenn der ECDC Memmingen an diesem Wochenende auf die Zielgerade der Vorbereitung auf die neue Bayernliga-Saison einbiegt, wartet noch mal ein echtes „Pfund“ auf die Gefro-Indians. Am Freitagabend, 20 Uhr, gastiert mit dem EV Lindau der Bayernliga-Meister in der Memminger Eissporthalle am Hühnerberg. Beide Teams hatten sich vergangenes Wochenende beim 9:11 am Bodensee ein denkwürdiges Match mit 20 Toren geliefert. Beste Unterhaltung ist also garantiert. Das Testspiel am Sonntag gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm fällt dagegen aus.

Es wird ernst für die Memminger Indians: Das neuformierte Team um Ex-Nationalmannschaftskapitän Jan Benda ist am Ende der Testphase auf die neue Saison der Bayernliga angelangt. Am 9. Oktober kommt Aufsteiger EV Pegnitz zum Auftaktspiel der Hauptrunde an den Hühnerberg. Umrahmt wird die Partie wie letztes Jahr von der spektakulären Charity-Aktion „Teddy Bear Toss“. Zuvor steht für die Indianer an diesem Wochenende aber noch die Generalprobe an – und die hat es in sich! Am Freitagabend (20 Uhr) gastiert Meister EV Lindau am Memminger Hühnerberg, jener Gegner, mit dem sich die Rot-Weißen letzten Sonntag ein mehr als außergewöhnliches Spiel am Bodensee geliefert haben. Was für die Zuschauer toll anzusehen war, trieb ECDC-Trainer Alexander Wedl jedoch fast zur Weißglut, der Cheftrainer war mehr als unzufrieden mit der Defensivleistung seiner Mannen. Und so ist am Freitagabend ein seriöses Herangehen an den letzten großen Härtetest notwendig. Fehlen wird den Indians in jedem Fall Alexander Krafczyk, der mit einer Knöchelverletzung auch den BEL-Saisonstart zu verpassen droht. Mit dabei wird dagegen wieder Torhüter Alessandro Tripoli sein. Der junge Memminger, der am Samstag 20 Jahre alt wird, machte in der Vorbereitung mit guten Leistungen auf sich aufmerksam und bekommt einen festen Platz im Torhüter-Trio der Indians. Der Goalie des U23-Teams des ECDC war zu Saisonbeginn vom HC Landsberg zurück in seine Heimatstadt gewechselt. Hier spielte er bis zur Saison 2011/2012 im Memminger Nachwuchs, ehe er an den Lech wechselte. Beim HCL absolvierte er vergangene Saison sogar fünf BEL-Spiele, darunter das Heimderby im Januar gegen die Rot-Weißen (3:6).

Er und seine neuen Kollegen werden sich am Freitagabend der geballten Offensivmacht der Lindau Islanders entgegenstemmen müssen. Im vergangenen Jahr gelang dem EVL mit dem Gewinn der BEL-Meisterschaft der größte Erfolg der Vereinsgeschichte, die Insulaner setzten sich in einer spannenden Finalserie gegen Indians-Bezwinger Höchstadt durch. Auf den Aufstieg in die Oberliga Süd verzichteten die Lindauer aber, da man im Vereinsumfeld erst die entsprechenden Strukturen schaffen will. Doch auch diese Saison machen die Gäste vom Bodensee schon wieder von sich reden – unter anderem bezwangen sie zweimal Oberligist ERC Sonthofen in der Vorbereitung. Beim Blick auf den Kader wird klar, warum der EVL auch heuer wieder zum engsten Favoritenkreis der Liga gehört. Der Meisterkader wurde größtenteils zusammengehalten und konnte sogar noch verstärkt werden: Mit den Neuzugängen Marco Babic (aus Erding) und Steffen Kirsch (aus Füssen) bekam man zwei äußerst torgefährliche Oberligastürmer hinzu. In der Verteidigung schloss sich der in Memmingen bestens bekannte Ex-Indianer Fabian Sing den Islanders an. Schlüsselspieler aus der letztjährigen Meistermannschaft sind die Angreifer Martin Sekera und Zdenek Cech, aber auch die starken Verteidiger Tobias Fuchs, Lubos Sekula und Philipp Haug. Das Duell zweier Teams, die auch heuer in der Bayernliga ganz oben vermutet werden, beginnt in der Memminger Eissporthalle um 20 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse.

Das Spiel gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm, das für Sonntag geplant war, fällt aus: Da in Neu-Ulm noch kein Eis zur Verfügung stand, sollte das Testspiel zunächst nach Memmingen verlegt werden; da aber das Jugendteam des ECDC spielt und eine Verlegung nicht möglich war, fällt die Partie nun ins Wasser.

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