EAS im Duell mit Nord-Ost-Meister EV PegnitzEA Schongau

EAS im Duell mit Nord-Ost-Meister EV PegnitzEAS im Duell mit Nord-Ost-Meister EV Pegnitz
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Der EV Pegnitz nimmt nun schon zum zweiten Mal in Folge als Nordost-Meister an der Aufstiegsrunde zur Bayernliga teil. Im Vorjahr setzten sie sich zweimal souverän gegen Geretsried durch, um dann doch dem HC Landsberg den Vortritt lassen zu müssen. 156:62 Tore und 66 Punkte aus 26 Spielen - nur drei „echte“ Niederlagen und einmal im Penaltyentscheid ist die beeindruckende Bilanz der Pegnitzer trotz starker Konkurrenz in der Nordost-Gruppe.

Die Ex-Oberligisten aus Passau und Schweinfurt, der mit Ex-Profis gespickte EC Bad Kissingen, der wiedererstarkte ERSC Amberg und nicht zuletzt der endlich aufstiegswillige EV Dingolfing. Nur denen blieben jedoch lediglich die Plätze – vorne duellierten sich bis tatsächlich zum letzten Spieltag die beiden Open-Air-Vertreter der Liga – der ESC Vilshofen und der EV Pegnitz. Und die Franken hatten auch im zweiten Aufeinandertreffen der beiden Teams die Nase ein klein wenig vorne – mit 3:4 nach Penaltyschießen sicherte sich der EV Pegnitz in Vilshofen am Sonntagabend das Ticket als Gruppenerster.

Der EV Pegnitz ist seit Jahren mit einem Namen verbunden – Topscorer Markus Schwindl. Der wird in den nächsten Tagen zwar schon 40 Jahre alt, führt aber immer noch die aktuelle Scorerliste der Icedogs an und baut seinen über 1000 Scorerpunkte-Rekord für den EVP immer noch weiter aus. Da er nebenbei auch noch in Höchstadt und Bayreuth „fremdging“ sind es in seiner Karriere noch ein paar Tore mehr.

Überhaupt, das große Plus der Gäste gegenüber der EA Schongau dürften die erfahrenen Kräfte im Kader sein. Angefangen von Torhüter Jens Braun (38 Jahre, u.a. Nürnberg), Verteidiger Marco Zimmer aus Bayreuth, und die Stürmer Florian Müller (37 Jahre, Bayreuth), Ralf Skarupa und Stephan Schmidt bringen reichlich Erfahrung aufs Eis – auch aus höheren Spielklassen.

Torjägerqualitäten in der Bayernliga hat auch schon der Deutsch-Kirgise Sergej Hausauer bewiesen.

Die Kontingentstelle belegt beim EV Pegnitz ein „Exot“ – der 24jährige Südtiroler Stephan Ramoser war u.a. schon im DNL-Team von Kaufbeuren aktiv, aber auch im U18 und U20-Nationalteam von Italien. Trainiert wird das Team vom tschechischen Trainer Vaclav Drobny.

Nachdem die EA Schongau in den letzten Spielen der Gruppenrunde doch teilweise mit ziemlich ausgedünntem Kader daher kam, gibt es nun wenigstens teilweise Entwarnung, aber auch schlechte Nachrichten.

Die schlechte Nachricht zuerst: Nico Bentenrieder, der gerade so erfolgreich die verwaiste Position von Matthias Brahmer in der ersten Angriffsformation eingenommen hatte, muss wegen eines Fingerbruchs aus dem Spiel in Reichersbeuren die Saison vorzeitig beenden.

Diese Woche stießen jedoch Milan Kopecky und Matthias Erhard wieder zum Team. Auch Verteidiger Maximilian Raß hat seine schwere Verletzung aus der Vorbereitung überstanden und ist seit den letzten drei Spielen wieder im Einsatz, auch wenn ihm noch etwas die Praxis fehlt. Ob auch Stürmer Marius Klein in dieser Saison noch für die Mammuts auflaufen kann wird sich aber erst im Laufe der Woche zeigen.

Von da her fühlt man sich auf der Außenseiterposition recht wohl bei der EA Schongau. Man ist mit einer relativ jungen Mannschaft weit gekommen, hat eine Mannschaft mit Zukunft zusammengestellt, die sich noch ein paar Jahre „einspielen“ kann. Und ob der große Schritt „Bayernliga“ schon heuer, oder erst in Zukunft kommt ist nicht der Faktor von dem alles im Verein abhängt.

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