EA Schongau verbuchte Sechs-Punkte Wochenende 10:4-Erfolg über Dorfen

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Gegen den ESC Dorfen war ein Sieg längst überfällig, nicht nur dass man in den Vorjahren in Dorfen meist sehr hohe Packungen mitbekommen hatte, dieses Jahr musste man zweimal in der Verlängerung Punkte gegen die Piraten lassen. Auch in diesem Spiel hatten die Gäste den besseren Start. Schon nach 45 Sekunden fälschte ESC-Kapitän Attenberger ein Zuspiel von Tomas Vrba zum 0:1 ab. Doch Schongau fing sich schnell – kam in Überzahl, wenig später sogar mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Schön freigespielt versenkte Verteidiger Markus Jänichen, der den erkrankten Friedrich Weinfurtner als Kapitän vertrat, die Scheibe zum 1:1 (7.). Und nur wenige Sekunden später, immer noch in Überzahl, hämmerte Milan Kopecky eine Direktabnahme zum 2:1 unter die Torlatte (8.). Jetzt war die EA Schongau im Flow: Milan Kopecky zum 3:1 (13.) und nur 20 Sekunden später Fabian Magg zum 4:1 und wiederum nur eine Minute später machte Milan Kopecky seinen siebten Treffer des Wochenende zum 5:1. Nachdem die EAS ihre erste Unterzahl auch Dank des erneut starken Goalies Lukas Müller schadlos überstanden hatte, sorgte Simon Maucher noch vor der Pause mit dem 6:1 für eine Vorentscheidung.

Warum es nach der klaren Führung im zweiten Abschnitt nicht mehr so glatt lief, wollte Teammanager Martin Resch in der Pressekonferenz nach dem Spiel von Stürmer Matthias Müller wissen.  „Das wenn wir es wüssten, würden wir es abstellen“, gab dieser freimütig zu Protokoll. Es sei sicher nicht beabsichtigt, aber unterbewusst schalte man nach so klarem Vorsprung etwas zurück. Das nützten die Gäste, die inzwischen ihre reaktivierten Torwartlegende Klaus Däffinger im Kasten stehen hatten, nachdem ihre Nummer eins Thomas Hingel zur Behandlung in der Pause blieb. Er hatte gleich zu Beginn des Spiels einen Schuß von Milan Kopecky unter die Maske bekommen, hatte da aber nach Behandlung auf dem Eis zunächst weiter gemacht. Mario Sorsak verkürzte für die Gäste auf 2:6 (23.), doch schon die nächste Strafzeit gegen die Gäste und Matthias Müller stellte den alten Abstand wieder her – 7:2 (26.). Doch der Mittelabschnitt gehörte den Gästen – Tomas Vrba verkürzte in der 27. Minute auf 3:7.

Kurz vor der Pause gab es dann noch Aufreger. Zunächst war die Entscheidung EAS-Verteidiger Tobias Zimmert für eine Stockschlag mit einer Spieldauerstrafe zu belegen, ziemlich hart. Noch weniger Gefallen fand beim Publikum dann die Entscheidung, ein Stockfoul gegen Schongaus Torhüter mit der Pausensirene ausgeführt nur mit zwei Minuten zu ahnden, da sich Lukas Müller nach der Attacke auf dem Eis behandeln lassen musste und sein weiterer Einsatz zunächst sehr fraglich war. Die fünfminütige Überzahl, durch das ESC-Vergehen auf drei Minuten reduziert, brachte den Gästen nichts ein, aber ausgerechnet in der folgenden Überzahl konnten die Gäste durch Mario Sorsak eine Konter zum 4:7 nutzen (46.).

Sollte es noch einmal eng werden?  Die Frage war schnell beantwortet. Immer noch in Überzahl traf Matthias Müller nur 16 Sekunden später zum 8:4. Und auch die nächste Powerplaysituation wurde von der EAS genutzt – erneut Matthias Müller zum 9:4 (49.). Den Schlusspunkt setzte in der 59. Minute Daniel Holzmann, der nach der Spieldauerstrafe gegen Tobias Zimmert im Schlussabschnitt von der Offensive in die Verteidigung wechselte. Nachdem gleich zwei Dorfener auf der Strafbank waren, nutze er den freien  Raum und machte das Ergebnis zweistellig – 10:4.

Mit 18 Punkten von den 21 möglichen aus der ersten „Halbzeit“ der Runde liegt die EAS ganz gut im Rennen, jedoch eine „g´mahde Wiesn“ ist die Runde noch lange nicht. Sowohl Geretsried (15), Buchloe (13), Dorfen (12) und Amberg (11) sind noch in Tuchfühlung. Selbst Kempten (9) kann noch eingreifen und was ist mit dem „Damoklesschwert“ – der Rechtstreit des ESC Haßfurt mit dem Verband  (besser gesagt gegen die gesamte Bayernliga und 18 der 21 Landesligisten)?

Am kommenden Wochenende  empfängt die EA Schongau eben genau diesen ESC Haßfurt (8. Februar, 20 Uhr)  und am Sonntag folgt schon das Rückspiel in Dorfen.