Doppelter Einsatz für die MammutsEA Schongau

Doppelter Einsatz für die MammutsDoppelter Einsatz für die Mammuts
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Es gibt in jeder Saison Teams, gegen die man sich – Papierform hin oder her – einfach schwer tut. Und zu dieser Sorte gehören beide Teams, mit denen sich die EA Schongau am Wochenende messen muss. Aber will man am Ende unter den besten zwei der Gruppe stehen, um an der Aufstiegsrunde teilzunehmen, müssen auch diese Hürden mit entsprechendem Einsatz gemeistert werden.

Gegen Fürstenfeldbruck tat man sich im Heimspiel schon schwer, konnte sich nicht entscheidend absetzen, bekam in der Schlussphase gar noch den Ausgleich und konnte erst im Penaltyschießen den zweiten Punkt erzielen. Dabei sind die Crusaders eher als heimstarkes Team denn als auswärtsstark berühmt. 16 ihrer 24 Punkte holten sie im eigenen, offenen Rund. Hier haben sie mit 44:21 auch ein klar positives Torkonto aufzuweisen. Welche Macht der EVF zu Hause ist, hat auch schon das Topteam aus Bad Wörishofen erfahren, die dort mit 0:9 unter die Räder gerieten. Aber auch im letzten Auswärtsspiel in Geretsried waren die Brucker lange auf Tuchfühlung.

Derzeit rangiert das Team von Trainer Stefan Melcher mit 24 Punkten aus 18 Partien auf Rang neun der Tabelle. Dabei hat der EVF ein durchaus positives Torkonto von 78:60. Das haben die Crusaders auch ihren drei gleichwertigen Torhütern zu verdanken, aber auch dem torgefährlichen Sturm – unter anderem sind hier zu beachten: Daniel Sontowski, Sven Mönch und Patrick McGehee.

Beim Aufsteiger EHC Königsbrunn verlor die EA Schongau unnötigerweise, wenn auch verdient, mit 5:3. So muss die EA Schongau auch beim Heimspiel schon etwas mehr Einsatz aufzeigen, sollen diesmal die Punkte an die Mammuts gehen. Der Aufsteiger, der damals nach Abgang von Trainer Charly Schönberger vom Vorstand Willi Bertele gecoacht wurde, wird inzwischen vom langjährigen Spieler Andreas Schwimmbeck trainiert. Platz acht in einer starken und ausgeglichen besetzten Landesliga spricht für die Qualitäten des Liganeulings, die ja einige der ehemaligen Cracks des konkursgegangenen ESV Königsbrunn zurückgeholt haben.

Erfahrung aus der Bayernliga haben unter anderem Verteidiger Markus Jänichen oder Stürmer Michael Polaczek (zuletzt Memmingen). Torgefährlichster Angreifer aber ist der junge Augsburger Maximilian Arnawa. Zwar sind die Königsbrunner Pinguine mit 70 erzielten Toren etwas unterdurchschnittlich in der Liga, da auf der anderen Seiten mit erst 60 Gegentoren ein Topwert ansteht, hat der EHC auch schon 28 Punkte, davon sieben (26:34 Tore) auf fremden Eis auf dem Konto. Penaltysiege in Geretsried und Kempten und zuletzt der 7:5-Erfolg im Derby bei den zuletzt so stark aufspielenden Burgauern lassen allemal aufhorchen.

Derzeit sieht es nicht so aus, als könnten die Lücken im Kader der Mammuts, die durch den berufsbedingten Abgang von Matthias Brahmer und der Verletzung von Marius Klein entstanden, kurzfristig mit einem Neuzugang ersetzt werden. Bis Ende des Monats wäre noch Transferzeit. Doch auch die Qualität des aktuellen Kaders sollte für das Erreichen der Topplätze gut  sein.

Das wäre auch für die Fans wirklich interessant, dass die Saison gegen Teams der Nordost-Gruppe in die Verlängerung geht. Ansonsten wäre die Spielzeit 2014/15 am 13. Februar schon so früh wie noch nie für die EA Schongau beendet. Denn das ursprünglich für den 20. Februar geplante Spiel in Pfronten wurde um eine Woche vorverlegt, damit im Falle eines Falles der Aufstiegsrunde zur Bayernliga nichts im Weg steht, die ja schon ab dem 20. Februar in die erste Runde gehen wird.


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