Dogs bringen Ice-Dome zum KochenERV Schweinfurt

Dogs bringen Ice-Dome zum KochenDogs bringen Ice-Dome zum Kochen
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Es sah alles nach einem gebrauchten Abend für die Dogs aus. Der neu angeschaffte Einlauf-Tunnel hatte gleich mal einen Defekt und konnte seine Premiere nicht feiern. Und die Dogs waren überhaupt nicht auf dem Eis. Dafür legten aber die Amberger los wie die Feuerwehr und führten nach nicht einmal zehn Minuten bereits 3:0. Nur die aller wenigsten der fast 600 Fans hätten hier noch einen Pfifferling auf ihre Mannschaft gesetzt. Wie wichtig ihr Kontingentspieler Boris Flamik für die Amberger ist, demonstrierte dieser eindrucksvoll. Einen Treffer erzielte er selbst, die beiden anderen hat er aufgelegt. Damit bewiesen die Amberger gnadenlose Effektivität.

Wie gesagt, die Dogs waren bis zu diesem Zeitpunkt offensichtlich noch nicht auf dem Eis. Und zudem fingen sie sich im ersten Drittel fünf Zwei- und zwei Zehn-Minuten-Strafen ein. Das musste erst einmal verdaut werden. Doch dass im Eishockey alles möglich ist und insbesondere die junge Schweinfurter Truppe in dieser Saison zu allem fähig ist, zeigte sich jetzt. Wieder einmal komplett unbeeindruckt von dieser bescheidenen Ausgangslage, brachte diese jetzt ihre physische Überlegenheit aufs Eis. Jetzt wurde Körper gespielt und durch hohe Laufbereitschaft nahm man den Ambergern die Lust am Spiel. Und die Dogs wurden gegen Ende des ersten Drittels mit Treffer durch Johannes Weyer und Michele Amrhein belohnt, die beide regelrecht ins Tor gearbeitet wurden.

In der Kabine folgte eine laute Ansprache, so Chef-Coach Stephen Heckenberger in der Pressekonferenz. Und die zeigte Wirkung. Die Folge war ein zweites Drittel, das die Fans komplett aus dem Häuschen brachte. Die Dogs erhöhten noch einmal ihre Laufbereitschaft und setzen die Amberger jetzt pausenlos unter Druck. Diese hatten größte Mühe die Scheibe überhaupt noch aus dem eigenen Drittel zu bringen. Das zweite Drittel ging mit 3:0 nach Treffern von Michele Amrhein (2) und Marcel Bendel klar an die Dogs. Besonders sehenswert war der Sololauf von Michele Amrhein durch die komplette Amberger Abwehr und zwar nicht außen herum sondern mitten durch. Unglaublich. Jetzt stand der Ice-Dome Kopf.

Und im letzten Drittel wurde jetzt eine komplett andere – wie sich zeigte goldrichtige – Taktik gefahren. Man wusste ja, dass die Amberger kommen mussten. Das wartete man tief stehend ab, um dann bei Puckgewinn weitere Nadelstiche zu setzen. Das war perfekt gespielt. Die Amberger kamen kaum noch zu Abschlüssen auf das Schweinfurter Tor. Stattdessen setzte Kontingentspieler Jan Slivka mit seinem Treffer den Schlusspunkt unter diese wahrlich aufregende Partie und belohnte sich für seinen unermüdlichen Einsatz für das Team. Damit verteidigten die Dogs den ersten Tabellenplatz und freuen sich auf die nächste Begegnung gegen die Selber 1b.

Tore: 0:1 (1:41) Krieger (Flamik/5-4), 0:2 (5:52) Flamik (Bartels), 0:3 (9:43) Aukofer (Lamik), 1:3 (18:41) Weyer (Kleider, Slivka), 2:3 (19:19) Amrhein (Geuder, Schäfer), 3:3 (27:40) Bendel (Kleider, Marquardt), 4:3 (34:08) Amrhein (Schäfer), 5:3 (38:11) Amrhein (Schäfer, Ludwig/5-4), 6:3 (55:13) Slivka (Marquardt, Bendel/5-4). Strafen: Schweinfurt 16 + 10 (Lang) + 10 (Rabs), Amberg 14. Zuschauer: 560.

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