Die Mannschaft zeigt CharakterLandsberg dreht Spiel

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Die erste große Generalprobe der Riverkings vor heimischen Publikum ist mehr als nur geglückt. Gut 340 Zuschauer sahen eine unglaubliche Aufholjagd des HC Landsberg, die ein verloren geglaubtes Match noch drehten und gegen den bayerischen Meister EV Lindau einen 6:5-Sieg nach Verlängerung einfahren konnten.  Matchwinner des Abends war Sebastian Lachner, der die Overtime nach zwei Minuten und 17 Sekunden mit seinem Treffer beendete.

Nach einem Sieg sah es über weite Strecken des Spieles wirklich nicht aus. Landsberg brauchte gut 35 Minuten, um sein volles Potential auch auf dem Eis umzusetzen. Zu diesem Zeitpunkt lag man allerdings schon mit 2:5 zurück.  Zdenek Cech und Marko Babic brachten die Lindauer im ersten Drittel in Führung, Thomas Fischer erzielte zwar kurz nach Wiederbeginn den 1:2-Anschluss, doch Michal Mlynek und ebenfalls Zdenek Cech bauten die Führung wieder aus. Wiederum Thomas Fischer brachte die Hausherren auf zwei Tore heran, doch Michal Mlynek konnte darauf mit dem fünften Tor der Lindauer kontern.  Sebastian Buchwieser konnte mit seiner Mannschaft bis dahin zufrieden sein. Man führte nach 40 Spielminuten mit 5:2, alles paletti.

Was allerdings dann Andreas Zeck bzw. sein Betreuerteam „in den Pausentee mixte“, bleibt verborgen. Landsberg kam wie verwandelt aus der Kabine und setzte Lindau stark unter Druck. Gerade kam Jiri Mikesz wieder von der Strafbank, da klingelte es im Kasten von Nicolai Johansson. Marcel Juhasz brachte seine Riverkings wieder auf zwei Tore heran. Gespielt waren da gerade mal 32 Sekunden im dritten Drittel. Nicht einmal 60 Sekunden später erwischte Andreas Schmelcher einen Sahneschuss. In Überzahl zog er einen Schlagschuss von der blauen Linie durch die Schoner von Johannson wie einen Strich ins Tor der Gäste.  Lindau sichtlich geschockt und Landsberg jetzt mit spielerischer Überlegenheit drängte auf den Ausgleich. Dieser hätte schon in der 47. Spielminute fallen müssen, doch Juhasz verpasste. Auch in der 51. Spielminute war Lachner auf und davon, doch Fabian Sing holte ihn doch noch unsanft von den Beinen.  Die darauf resultierende Strafe ließ Landsberg allerdings ungenutzt. Die Wechsel der vier Reihen wurden jetzt kürzer. Landsberg wirkte frischer, spielte schneller und ließ den Puck laufen. Damit kam Lindau nicht mehr zurecht und so viel in der 55. Spielminute der 5:5-Ausgleichstreffer durch den jungen Timo Hauck. Schiedsrichter Rainer Wargitsch übersah, dass Timo Hauck noch den Puck entscheidend ablenkte und so wurde der Treffer Alexander Ott zugesprochen. 

Es ging zum ersten Mal in die Overtime und da ließ Sebastian Lachner mit seinem Tor nichts mehr anbrennen. Das Konzept von Trainer Andreas Zeck, mit vier Reihen den Gegner müde zu spielen, ging zumindest in den letzten 23 Spielminuten auf. Ausruhen werden sich die Spieler vom HC Landsberg sicherlich nicht, denn schon am Sonntag geht die Vorbereitung weiter. „Das Peißenberg-Spiel steht an und da ist es immer unangenehm zu spielen“, kommentierte Andreas Zeck die anstehende Auswärtsfahrt.

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