Dezimierte Piraten gehen auch in Haßfurt leer ausESV Buchloe

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Schon vor der Partie waren die Sorgenfalten im Gesicht von Trainer Bohdan Kozacka deutlich zu sehen, denn mit Moritz Lieb, Michael Strobel, Patrick Weigant und Andreas Widmann fehlten gleich mehrere Akteure verletzt beziehungsweise erkrankt, sodass die Piraten mit nur 14 Feldspielern an den Start gingen. Im Spiel selbst spitzte sich die personelle Lage dann sogar noch zu, da Andreas Morhardt bereits im ersten Drittel einen Puck ins Gesicht bekam und mit einer gebrochenen Nase ins Krankenhaus musste. Zu allem Überfluss knickte auch noch Tobias Riefler im zweiten Abschnitt ohne Fremdeinwirkung um. „Am Ende hatte ich nur noch zwei Reihen, aber die Haßfurter haben sich den Sieg heute durch ihren Willen und Einsatz verdient“, resümierte Kozacka die Niederlage seiner Jungs.

Nach einem ausgeglichenen Beginn spielte den heimischen Hawks ein schnelles Tor spürbar in die Karten. Ales Stribny hatte einfach mal abgezogen und zum frühen 1:0 verwandelt (4.). Daraufhin überließen die Haßfurter den Buchloern zunächst die Spielinitiative, die sich aber anfangs sichtlich schwer taten, gefährlich vors gegnerische Tor zu gelangen. Erst in der 11. Minute konnte sich Mark Soares entscheidend durchsetzen und zum 1:1 einnetzen. Doch die Freude über den Ausgleich wehrte nicht lange, denn zum einen musste Andreas Morhardt nach dieser Szene verletzt vom Eis und wenig später fiel der erneute Führungstreffer für die Hausherren. Jan Michalek brachte mit einem Abstauber seine Farben wieder in Front (17.).

Auch im Mitteldrittel zeigte sich dasselbe Bild. Der zweikampfstarke ESC ließ die Piraten kommen, blieb aber seinerseits immer wieder mit schnellen Gegenangriffen brandgefährlich. Als die Gennachstädter in der 29. Minute schließlich mit einem Mann mehr auf dem Eis agieren durften, glückte David Strodel mit einem Distanzschuss der 2:2-Ausgleich. Und es sollte noch besser kommen. Denn nachdem die ESV´ler zunächst noch an der Querlatte scheiterten, brachte Mark Soares mit seinem zweiten Tor aus dem Gewühl heraus die Buchloer erstmalig in Front (31.).  In dieser Phase waren die Piraten nun am Drücker, doch sowohl Daniel Huhn mit einer Doppelchance als auch Mathias Strodel scheiterten am überragenden ESC-Tormann Timo Jung. Bitter auch, dass die Schiedsrichter einem regulären Treffer von Tobais Kastenmeier wegen einer vermeintlichen Torraumabseits-Stellung die Annerkennung verweigerten (34.). Statt dem 4:2 fiel dann kurz darauf prompt das 3:3 auf der anderen Seite, als Stribny einen Konter eiskalt abschloss (37.).

Und das Pech blieb den Freibeutern weiterhin treu. So gingen die Hawks nach 45 Minuten durch einen unglücklich abgefälschten Schuss von Josef Eckmair mit 4:3 in Front. Und rund sechs Minuten später erhöhte Zoltan Revak nach einem Konter gar auf 5:3. Die drohende Niederlage vor Augen machten die Buchloer nun auf und versuchten noch einmal alles, heran zu kommen. Und tatsächlich gelang David Strodel im Powerplay mit einem Abstauber der Anschlusstreffer (56.). Da die Pirates aber weiter volles Risiko gehen mussten, boten sich den Hawks nun natürlich weitere Räume für ihr ohnehin schon starkes Konterspiel. Eine solche 2-auf-1 Situation verwertete Routinier Eckmair schließlich zum 6:4 (57.). Als die Buchloer sogar noch den Torwart zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahmen, verkürzte auch Daniel Huhn im Nachsetzten den Spielstand nochmals auf ein Tor (58.). Für mehr reichte es aber nicht mehr, sodass der Rumpfkader des ESV die weite Heimreise ohne zählbaren Erfolg antreten musste.

Am nächsten Wochenende wartet nun ein Doppelspieltag gegen die Wanderers aus Germering, bei dem die Piraten fast schon zum Siegen verdammt sind.

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