Desaströser Auftritt des EHC Waldkraiburg im DerbyNiederlage gegen Dorfen

Der starke ESC-Schlussmann Andreas Marek konnte nur einmal überwunden werden. Hier scheitern gemeinschaftlich Florian Brenninger und Kapitän Thomas Rott.  (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)Der starke ESC-Schlussmann Andreas Marek konnte nur einmal überwunden werden. Hier scheitern gemeinschaftlich Florian Brenninger und Kapitän Thomas Rott. (Foto: Paolo Del Grosso/EHC Waldkraiburg)
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Eigentlich sind es diese Duelle, auf die sich das Waldkraiburger Fan-Herz mit am meisten freut. So machten sich mehr als 100 Anhänger des EHC auf den Weg nach Dorfen um ihre Mannschaft zu unterstützen, was sie auch lautstark bis zum bitteren Ende taten.

Dabei begann die Partie bereits bitter und mit einem Rückschlag. Nach nicht einmal drei Minuten ließen die Löwen den Dorfner Lukas Kirsch frei vor dem Tor stehen. Dieser konnte sich die Ecke aussuchen und entsprechend das erste Tor für sein Team erzielen. Der EHC Waldkraiburg nutzte diesen frühen Gegentreffer nicht um sich aus der Starre, in der er sich befand zu lösen, vielmehr hatte es den Anschein als wären die Beine nach der ungeplant langen spielfreien Zeit schwer und nicht fähig die Leistung auf das Eis zu bringen die eines Derbys würdig wäre. Der Gegner nutzte dieses Tief hingegen aus und erzielte in der elften Spielminute den zweiten Treffer des Abends durch den auffälligen Kontingentspieler Urban Sodja. Auch begünstigt durch eine Überzahl behielten die Gastgeber in der Folge weiter die Überhand und dies gipfelte in der 17. Minute des Spiels sogar im dritten Treffer. Torschütze war diesmal Christian Göttlicher der sich nach unglücklicher Flugkurve des Pucks als Torschütze feiern durfte. Rund eineinhalb Minuten später, kurz nachdem der mit Christof Hradek zusammen wiedergekehrte Nico Vogl an Goalie Marek scheiterte, dürfen auch die Löwen treffen und den mitgereisten Fans Hoffnung für den weiteren Spielverlauf bescheren. Christof Hradek lautet der Torschütze zum Pausenstand von 3:1 aus Sicht der Gastgeber.

Insgesamt gestaltete sich der zweite Durchgang für den EHC ein wenig stärker. Etwas Aufwind bekam man anfangs dank der Dorfner Strafzeiten, die den Löwen zeitweise sogar eine doppelte Überzahlsituation bescherten. Diese verbrachte man zwar größtenteils in des Gegners Spielabschnitt, ohne jedoch zum Torerfolg zu gelangen. Selbst die zu Recht hochgelobte erste Reihe, welche noch fünf weitere Spiele auf Sebastian Stanik verzichten muss, konnte ihre Überzahlstärke nicht ansatzweise ausspielen. Von den Eispiraten kam auch im späteren Verlauf nicht viel Zwingendes und so ging man, auch nach zwei verpassten Chancen der Löwen durch Zimmermann und Vogl jeweils im Alleingang aufs Tor, mit diesem 3:1 auch in die zweite Pause.

Das dritte Drittel hielt unglücklicherweise auch kein hochklassiges Eishockey mehr bereit. Lediglich die Effizienz war an diesem Abend auf der Seite der Dorfner. Zwar versuchten die Löwen zu Beginn noch ein wenig zu drücken, vergaben aber durch Philipp Lode oder Leon Decker ihre Möglichkeiten auf den Anschluss. Die Eispiraten hingegen nutzten die überschaubare Zahl an Möglichkeiten, die sich ihnen boten und erhöhten in der 44. Minute erst auf 4:1 und in der 47. Spielminute sogar auf 5:1. Bedient vom Spielstand, nutzte Waldkraiburgs Torhüter Yeingst, der klar nicht Alleinverantwortlich für dieses Ergebnis ist, die Gunst der Stunde und ließ sich gegen seinen Torwart-Partner Christoph Lode austauschen. Dieser parierte zwar noch die ein oder andere Möglichkeit der Eispiraten, war an einem insgesamt gebrauchten Abend jedoch machtlos gegen den von Simon Franz in der 59. Minute erzielten Endstand von 6:1 für die Dorfner.

An der Tabellensituation ändert diese Niederlage jedoch nichts. So weiß sich Waldkraiburg bereits seit längerer Zeit sicher in der Zwischenrunde der Bayernliga, während der Gegner Dorfen die Abstiegsrunde bestreiten darf. Mit einer solchen Leistung dürfen sich die Eispiraten berechtigte Hoffnungen machen auch nächstes Jahr wieder in der Bayernliga antreten zu dürfen.

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