Den Pirates fehlte die KaltschnäuzigkeitESV Buchloe verliert das Testspiel in Landsberg

Den Pirates fehlte die KaltschnäuzigkeitDen Pirates fehlte die Kaltschnäuzigkeit
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Ausschlaggebend dafür war vor allem die fehlende Effektivität der Rot-Weißen vor dem gegnerischen Tor. Denn über weite Strecken begegneten sich beide Kontrahenten in einer fairen Partie auf Augenhöhe. Die Landsberger waren in den entscheidenden Momenten dann aber schlichtweg kaltschnäuziger vor dem Tor und verließen somit als Sieger das Eis, während die Buchloer durch ihre schwache Chancenverwertung ein besseres Ergebnis oder sogar einen Sieg verpassten.

Nachdem die Buchloer letzten Sonntag gerade einmal drei Verteidiger aufbieten konnten, kehrten mit Maximilian Raß und Simon Beslic zumindest wieder zwei weitere Abwehrspieler zurück. Dafür musste Trainer Topias Dollhofer neben Mario Seifert, Christopher Lerchner, Erik Schönberger und Pavel Vit auch auf Angreifer Marc Weigant verzichten. Dennoch präsentierten sich die Gennachstädter deutlich kompakter als im Hinspiel und starteten auch etwas besser als die Lechstädter in das Nachbarschaftsduell. Die ersten Warnschüsse auf den Kasten von HCL-Tormann Christoph Schedlbauer blieben aber anfangs zu harmlos oder zu unplatziert. So parierte Schedlbauer gleich zweimal gegen Christoph Heckelsmüller und hatte bei einem Versuch von Timo Rauskolb auch Glück, dass dieser haarscharf am Gehäuse vorbeiging (8., 9.). Praktisch aus dem nichts fiel dann nach elf Minuten auf der Gegenseite die Führung für die Hausherren durch Bohumil Slavicek. Beflügelt durch diesen Treffer gehörten die nächsten Minuten fast ausschließlich den Landsbergern, die das Tor von ESV-Schlussmann Alexander Reichelmeir nun ein ums andere Mal unter Beschuss nahmen. Doch Reichelmeir und der Pfosten verhinderten Schlimmeres. Gegen Ende des Startdrittels befreiten sich die Freibeuter schließlich wieder etwas aus der Umklammerung und trafen sogar zum vermeintlichen Ausgleich. Aber die Schiedsrichter gaben den Treffer nicht, da ein Buchloer die Scheibe angeblich mit der Hand über die Linie befördert hatte (19.).

Mit dem knappen 0:1 Rückstand ging es somit in den Mittelabschnitt, der auf beiden Seiten recht munter begann. Allerdings blieben die beiden Abwehrreihen zunächst wachsam. Während es also weiter sehr ausgeglichen und offen blieb, nutzten die Hausherren im Stile einer Spitzenmannschaft nach 31 Minuten eine kleine Buchloer Unachtsamkeit eiskalt aus. Markus Kerber hatte nach einem Scheibengewinn aus spitzem Winkel zum 0:2 getroffen, was auch gleichzeitig der Spielstand nach 40 Minuten war.

Auch im Schlussdurchgang sahen die 482 Zuschauer zwei nahezu ebenbürtige und gleichwertige Mannschaften. Einziger Unterschied blieb - wie schon in den beiden Abschnitten zuvor - die Chancenverwertung. Denn die Buchloer schafften es auch im finalen Drittel nicht, den Puck im Tor von Schedlbauer unterzubringen.  So scheiterten sowohl Alexander Krafczyk als auch Martin Zahora in Unterzahl (44.). Auch nach fast sechs Minuten in Folge mit einem Mann weniger, die die Piraten schadlos überstanden, wollte dem glücklosen ESV einfach kein Torerfolg gelingen. Markus Vaitl vergab per Direktabnahme ebenso wie Martin Zahora und David Vycichlo in der Schlussphase. Statt dem längst verdienten Ehrentreffer trafen die Riverkings durch Thomas Fischer sieben Sekunden vor der Schlusssirene sogar noch mit einem Empty-Net-Tor ins mittlerweile verwaiste Buchloer Tor zum 0:3 Endstand.

Zum Abschluss der Vorbereitung treffen die Buchloer am Sonntag nun noch zu Hause auf den EV Bad Wörishofen. Spielbeginn gegen den Nachbarn aus der Kurstadt ist um 18 Uhr.

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