Das nächste DerbyMemmingen zu Gast

Das nächste DerbyDas nächste Derby
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Nach dem Derby ist vor dem Derby. Der Bayernliga-Modus macht es möglich: Am Sonntag (17.30 Uhr) gastiert der ECDC Memmingen schon zum Zwischenrunden-Rückspiel im Eichwald. Beide Teams werden dabei jede Menge Emotionen aus dem ersten Spiel mitgenommen haben.

Schon in den letzten Minuten des letzten Vorrundenspiels der Islanders in Geretsried gingen die Fragen an die Teambetreuer: Wie steht’s bei den anderen? Gegen wen kommen wir in der Zwischenrunde letztendlich? Als die Antwort unter anderem „Memmingen“ lautete, war sofort ein Funkeln in den Augen der Lindauer Spieler zu sehen. Keine Frage: Das Derby elektrisiert alle und lässt keinen kalt.

Neben vielen Emotionen ist an diesem Wochenende aber auch große sportliche Qualität auf dem Eis zu erleben. So treffen die beiden torhungrigsten Mannschaften der Liga aufeinander. Der EVL hat 133 Treffer erzielt, Memmingen 117. In der Defensive gibt es nur drei Teams die weniger Tore als die Islanders kassierten. Hier ist der Unterschied zu den Indians (7.) mit 85:100 doch etwas größer. Kein Wunder also auch, dass Spieler aus beiden Teams in der Scorerwertung weit vorne zu finden sind. Das EVL- Duo Martin Sekera (50 Punkte) und Zdenek Cech (49) rangiert auf Platz fünf und sechs der Liga und damit ein Stück weit vor Memmingens besten Stürmern Antti- Jussi Miettinen und Jan Kouba (mit 37 und 35 Punkten auf den Plätzen 17 und 18). Vor den beiden liegt in der Wertung noch Jan Benda – und das als Verteidiger. Der Ex- Nationalspieler ist mit 39 Zählern Topscorer der Indians und punktbester Verteidiger der Bayernliga – vor allem in Überzahl eine Macht.

Nicht nur das: Der 43jährige ist inzwischen auch an der Bande der Chef bei den Allgäuern. Nachdem die Indians zuhause zwar eine beispiellose Serie hinlegten, auswärts aber in ebensolcher Regelmäßigkeit die Punkte abgaben, trennte sich der Verein vom erst zu Saisonbeginn verpflichteten Alexander Wedl. Benda hat nun, unterstützt von „Allzweckwaffe“ Werner Tenschert, das Sagen an der Bande. Das und ein paar Feinjustierungen im Kader haben die Indians nun wieder auf Kurs gebracht. Mit Pavel Vit haben die Indians nun einen weiteren Spieler unter Vertrag, der das vierte Lebensjahrzehnt bereits begonnen hat, allerdings bringt der Ex- Sonthofener als Verteidiger Qualität in den Kader, dem die sportliche Leitung offenbar nicht so wirklich viel zutraut. Der Blick geht hier – nicht unbedingt einfallsreich - offenbar gerne in Richtung Bodensee: So waren zuletzt die Lindauer 1b- Spieler Dominic Mahren und Marks Olesko im Probetraining. Auch den einen oder anderen Lindauer Leistungsträger würden die Indians gerne ins Allgäu locken. Wobei sie wohl nicht nur mit der guten Luft werben...

Egal ob noch ein Neuer bei Indians aufschlägt oder nicht: Man kennt sich sowieso recht gut und so wird es ein komplett offenes Derby. Die Islanders wollen im ersten Heimspiel der Zwischenrunde wie schon beim 5:2 im ersten Spiel die Punkte natürlich behalten, um vor dem spielfreien Wochenende nicht unnötig unter Druck zu geraten und, weil Derbysiege bekanntlich die schönsten Siege sind.

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