Couragierter Buchloer Auftritt wird nicht belohntESV Buchloe

Couragierter Buchloer Auftritt wird nicht belohntCouragierter Buchloer Auftritt wird nicht belohnt
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„Buchloe hat es uns heute sehr schwer gemacht und uns alles abverlangt“, sagte TEV-Trainer Michael Lehmann nach dem Spiel, in dem die Freibeuter zumindest einen Punkt verdient gehabt hätten. „Ich kann meiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Schlussendlich hat uns nach den vielen Strafzeiten auch irgendwo die Kraft gefehlt“, bewertete ESV-Coach Bohdan Kozacka den couragierten Auftritt seiner Jungs. Am Ende haderten die Gennachstädter in einer guten und interessanten Bayernligabegegnung zudem auch mit der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung, die durchaus spielentscheidend war.

Beide Mannschaften starteten mit ordentlich Tempo ins Match, wobei die ersten Annäherungsversuche auf die Tore doch recht zaghaft blieben. So hatte der wieder genesene Buchloer Tormann Stefan Horneber zunächst relativ wenig zu tun. Erst als die Hausherren, auf Grund einiger Strafzeiten für die Piraten zwischenzeitlich sogar in doppelter Überzahl agieren konnten, wurde der TEV etwas zielstrebiger. Mit einer kompakten und gut stehenden Defensive überstanden die Pirates diese Phase aber unbeschadet, sodass es leistungsgerecht mit 0:0 zum ersten Mal in die Kabine ging.

Nach dem torlosen Startdrittel dauerte es im zweiten Drittel dafür gerade einmal 29 Sekunden, bis die Scheibe den Weg in Tor fand. Unglücklicherweise waren es die Miesbacher, die mit dem Blitzstart von Pier-Olivier Cotnoir in Führung gingen und die Freibeuter somit kalt erwischten. Und es kam noch bitterer für den ESV, denn nur sechs Minuten später traf erneut Cotnoir im Powerplay ins Buchloer Tor (27.). Dieser Treffer hätte allerdings nicht zählen dürfen, da der Torschütze mit einem viel zu hohen Stock erfolgreich war. Trotz heftiger Proteste hielten die Unparteiischen dennoch an der Entscheidung fest. Buchloe antwortete mit Wut im Bauch: Mark Waldhausen verfehlte mit einem Distanzschuss den Anschlusstreffer nur um Haaresbreite (28.). Auf der Gegenseite rettete eine Minute später Stefan Horneber sensationell mit zwei überragenden Saves gegen den auffälligen Cotnoir und verhinderte somit einen größeren Rückstand. Nach genau 30 Minuten wurden die Freibeuter dann endlich belohnt. In Überzahl drückte Christian Warkus die Scheibe im Nachsetzten zum 1:2 über die Linie (31.). Doch die Freude über den Anschlusstreffer währte nur kurz, denn mit dem direkten Gegenzug stellten die Hausherren durch Mario Jann den alten Abstand wieder her. Diesen neuerlichen Schock verkrafteten die ESV´ler aber recht gut. Nach einer tollen Kombination verwertete Mathias Strodel vor dem Tor per Direktabnahme einen tollen Pass von Tobias Riefler und sorgte damit erneut für den Anschluss (32.). Es folgte eine Druckphase der Gennachstädter, doch der Ausgleich wollte vor der Pause nicht gelingen. So scheiterte Michael Strobel an TEV-Keeper Anian Geratsdorfer  (33.) und Thomas Spegele mit einem Versuch am Gestänge (35.).

Auch im Schlussabschnitt gaben zunächst nur die Piraten den Ton an. Ausgerechnet in dieser Drangperiode fiel dann das 2:4 durch Stefan Kirschbauer, bei dem die Pirates erneut mächtig Pech hatten, da einem ESV-Verteidiger zuvor der Stock gebrochen war (47.). Mit diesem Tor kam nun wieder mehr Sicherheit in die Aktionen der Gastgeber, die daraufhin einige Male gefährlich vor Horneber auftauchten. Der starke Buchloer Schlussmann parierte beispielsweise gegen Cotnoir (48.) und rette mit einer unfassbaren Rettungsaktion gleich doppelt gegen Stephan Stiebinger (55.). Die Buchloer, die zu keinem Zeitpunkt aufgaben, wurden drei Minuten vor dem Ende schließlich noch einmal geschwächt, als der Schiedsrichter Stürmer Christian Warkus mit fünf Minuten und einer Spieldauerstrafe wegen hohen Stocks vom Feld schickte. Auch jetzt ließen die kämpfenden Buchloer nicht locker und erzielten so in Unterzahl noch den Treffer zum 3:4 (60.). Für mehr reichte es aber nicht mehr, da das Tor von Oliver Braun ganze acht Sekunden vor Spielschluss fiel. 

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