Coach Vorisek zollt Team Respekt„Hut ab vor dieser Mannschaft“

Einer der letzten elf wackeren Feldspieler die nach Schweinfurt gereist sind: Tim Berndt. (Foto: Baumann/Gladiators)Einer der letzten elf wackeren Feldspieler die nach Schweinfurt gereist sind: Tim Berndt. (Foto: Baumann/Gladiators)
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Einen ganz großen Schritt in Richtung Play-offs haben die Erding Gladiators am Mittwochabend gemacht. Vor 1000 Zuschauern gewannen sie bei den Mighty Dogs Schweinfurt mit 4:2 (1:0, 1:2, 2:1), und das, obwohl sie mit nur elf Feldspielern angetreten waren. „Hut ab vor dieser Mannschaft“, meinte Trainer Petr Vorisek in der anschließenden Pressekonferenz.

Vor der Partie hatte der Coach noch recht sorgenvoll dreingeblickt, denn die Liste der Ausfälle war recht lang. Borrmann, Heilmaier, Mitternacht, Peipe, Johannes Pfeiffer und Spindler waren krank, Dennis Berndt, Dichtl, Fengler, Remm, Schütz und Zollo verletzt, Gantschnig und Poetzel aus beruflichen Gründen nicht mit dabei. So stellte sich die Mannschaft quasi fast von selbst auf. Im Tor stand Louis Albrecht, die Verteidigerpaare bildeten Schwarz/Huber und Mühlbauer/Zink. Im ersten Sturm spielten Krzizok, Lachner und Zimmermann, die zweite Angriffsreihe bestand aus Tim Berndt, Mitterender, Moser und Simon Pfeiffer, die sich abwechselten.

„Unser Ziel war, präzise defensiv zu spielen, diszipliniert zu sein und auf die Fehler des Gegners zu warten“, erklärte Erdings Banden-Chef Vorisek. Genau das setzte sein Team hundertprozentig um und zeigte eine taktische Meisterleistung. Dazu kam, dass Torwart Albrecht eine überragende Partie bot. Prompt lagen die Gladiators nach einem Treffer von Florian Zimmermann (18.) nach 20 Minuten 1:0 vorne. So hatten die zehn mitgereisten Erdinger Fans ihren Spaß, wurden sie doch stimmlich unterstützt von etwa 20 Haßfurtern, die die Gladiators gegen ihren „Erzfeind“ Schweinfurt frenetisch anfeuerten.

„Im ersten Drittel hat meine Mannschaft das gespielt, was besprochen war“, erklärte Schweinfurts Trainer Thomas Berndaner. „Wir haben 20 Schüsse gehabt und nix reingebracht, Erding hatte fünf Chancen und macht ein Tor.“ Im zweiten Drittel sei bei seiner Mannschaft dann anfangs „alles komplett durcheinander“ gewesen, was den Erdinger in die Karten gespielt habe. Die Gladiators nahmen immer wieder klug das Tempo raus und spielten sehr kraftsparend, während die Gastgeber viel zu ungestüm anrannten. So kamen die Gladiators durch Sebastian Lachners erstes Saisontor in Überzahl zum 2:0, ehe die Partie zu kippen drohte. Schweinfurt hatte auf zwei Reihen umgestellt, zudem gab es kurz hintereinander drei Strafen gegen Erding, außerdem kassiert Sebastian Schwarz eine zehnminütige Disziplinarstrafe. Bei Fünf gegen Drei kamen die Mighty Dogs zum 1:2 durch Andreas Kleider.

Aber auch im Schlussdrittel hatten die Gladiators den Gegner im Griff, kamen durch Zimmermann in Überzahl (44.) und Daniel Krzizok (45.) innerhalb von 57 Sekunden zum 4:1. Das 2:4 durch Timo Ludwig fünf Minuten vor Schluss kam für die Gastgeber zu spät. „Am Schluss hatten wir ein bisschen Glück“, gab Vorisek zu, doch sein Gegenüber meinte: „Wir haben unsere Chancen nicht reingemacht, also sind wir auch selber schuld.“

Tore: 0:1 (18.) Zimmermann (Zink, Lachner), 0:2 (26.) Lachner (Krzizok, Zimmermann/5/4), 1:2 (37.) Kleider (Knaup/5-3), 1:3 (44.) Zimmermann (Krzizok, Lachner/5-4), 1:4 (45.) Krzizok (S. Pfeiffer, Lachner), 2:4 (55.) Ludwig (Zimmermann, Marquardt). Strafen: Schweinfurt 10, Erding 8 + 10 (Schwarz). Zuschauer: 979.


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