Buchloer treffen auf bisherige LigakonkurrenzPiraten empfangen Moosburg – am Sonntag geht es nach Pfaffenhofen

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Nach dem katastrophalen Start konnten sich die Piraten mit den beiden Siegen am letzten Wochenende gegen Amberg (6:5 n.V.) und Haßfurt (6:5) zumindest wieder etwas Luft verschaffen und die ersten Punkte einfahren. Nachlassen darf man jetzt aber keinesfalls, denn sonst landet man ganz schnell wieder auf der Verliererstraße, was auch das Heimduell letzten Sonntag gegen Haßfurt gezeigt hat. Nach einer konzentrierten Leistung über knapp zwei Drittel und einer komfortablen 6:2 Führung hätte man den Heimsieg über Haßfurt um ein Haar beinahe noch einmal aus der Hand gegeben. „Es wird gegen jeden schwierig, wenn wir es nicht schaffen, über 60 Minuten ordentliches und taktisch diszipliniertes Eishockey zu spielen“, sagt auch ESV-Trainer Norbert Zabel, der unter der Woche versucht hat die Mannschaft genau darauf einzustellen. Dabei will Zabel vor allem eines: „Wir wollen dem Gegner unser Eishockey aufzwängen und nicht schauen was die anderen machen.“ Dass man an diesem Wochenende mit dem EV Moosburg und dem EC Pfaffenhofen eigentlich auf zwei bekannte Teams trifft, macht es nicht wirklich leichter. „Ja, wir kennen beide. Zumindest besser als die bisherigen Landesligisten, aber es sind dennoch nicht mehr die Mannschaften auf die wir noch vor kurzem in der Vorrunde getroffen sind.“ Denn gegen beide Kontrahenten spielte man erst kürzlich zum Ende der Hauptrunde und konnte damals auch zwei deutliche Heimsiege feiern (jeweils 11:2). Die jetzige Abstiegsrunde ist aber wieder vollkommen neu und daher wird es dieses Mal ganz bestimmt kein Spaziergang für den ESV werden.

So hat der Trainerwechsel dem EV Moosburg, der am Freitag zunächst zum Heimspiel nach Buchloe kommt, sichtlich gut getan. Zwar beendeten die Dreirosenstädter die Hauptrunde als Tabellenletzter, doch in der Verzahnung konnte man schon sieben Punkte holen und steht somit momentan mit zwei Zählern Vorsprung auf die Pirates auf dem dritten Gruppenrang, der gerade noch zum Klassenerhalt reichen würde. Der neue Trainer Bernhard Engelbrecht scheint also die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben, um den EVM in dieser entscheidenden Saisonphase wieder in die Spur zu bekommen. Das sieht auch Zabel so: „Er ist ein erfahrener Mann, der weiß wo der Hase langläuft.“ Immerhin hat der ehemalige Nationaltorwart schon in Deutschlands höchster Liga, der DEL, in Kassel und Straubing als Coach Erfahrungen sammeln können und stand 2005 auch als Co-Trainer der Nationalmannschaft an der Bande.

Auch beim Sonntagsgegner Pfaffenhofen gab es kurz vor Beginn der Verzahnungsrunde noch einmal Bewegung auf der Trainerbank. So trat das bisherige Trainerduo um Gregor Tomasik und Dimitri Kurnosow freiwillig zurück, um dem Verein die Möglichkeit zu geben den Kader noch einmal personell zu verstärken. Das haben die Icehogs dann auch gemacht und unter der Woche mit Kanadier Kenneth Matheson den Topscorer der Regionalliga Südwest geholt. Der 26-Jährige, der mittlerweile der vierte Kanadier in Reihen des ECP ist, erzielte beim EHC Zweibrücken in dieser Saison bereits 29 Tore und 34 Vorlagen. Zuvor hatte schon Angreifer Dillon Duprey die beiden bisherigen Kontingentspieler und Landsleute Jake Fardoe und Michael Chemello zum Start der Verzahnungsrunde verstärkt. Der 24-jährige Duprey hat mit drei Toren und drei Assists in den ersten drei Partien auch gleich gezeigt, dass er die erhoffte Unterstützung ist. Fardoe und Chemello haben unterdessen gemeinsam mit dem vor der Saison aus der Oberliga neu gekommenen Stefan Huber (Regensburg) auch die Leitung des Trainings übernommen. Dass man vor allem zu Hause kaum zu schlagen ist, haben die Ilmstädter in der Verzahnung mit zwei Siegen gegen Moosburg (4:3 n.P.) und Bad Kissingen (2:1) auch schon bewiesen. Für die Buchloer wird es gegen den punktgleichen Tabellennachbarn also alles andere als leicht werden.

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