Buchloer Piraten verlieren Auftaktspiel gegen SchweinfurtVerpatzter Start für den ESV Buchloe

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„Schweinfurt hat uns heute gezeigt, wie man vom Einsatz und der Einstellung in so einer Runde spielen muss“, sagte ESV-Trainer Topias Dollhofer nach der Partie und nannte so gleich einen von mehreren Gründen, warum am Ende die Gäste aus Unterfranken sicherlich nicht unverdient die Nase vorne hatten.

Denn schon das erste Drittel verlief aus Buchloer Sicht alles andere als optimal. Zwar starteten beide Teams zunächst ziemlich nervös, doch der erste Paukenschlag gelang dann den Mighty Dogs aus Schweinfurt. Ausgerechnet im ersten Überzahlspiel fing nämlich der bärenstarke Kontingentspieler Dion Campbell die Scheibe ab und verwandelte seinen Alleingang in Unterzahl eiskalt zum 0:1 (6.). Dieser Treffer hinterließ bei den Hausherren Spuren, auch wenn Alexander Krafczyk zwei Minuten später fast der Ausgleich gelungen wäre. Doch er scheiterte am Aluminium. In der Folge war aber vor allem ESV-Keeper Alexander Reichlmeier öfter im Mittelpunkt als ihm lieb sein konnte. Aber erst kurz vor der Pause konnten die Schweinfurter ihn erneut überwinden. Im ersten Überzahlspiel erhöhte Michele Amrheim auf 0:2 (18.). „In den ersten 20 Minuten hat so ziemlich alles gefehlt“, so das vernichtende Urteil von Dollhofer.

Und auch im Mitteldrittel wollte den Buchloern gegen clever und kompakt stehende Gäste und deren überragenden Torwart Benjamin Dirksen anfangs nicht viel einfallen. Die größte Gelegenheit hatte nach gut 25 Minuten noch Maximilian Raß, der den bis dato besten Angriff des ESV aber am glänzend reagierenden Dirksen im Schweinfurter Kasten vergab. Nach 31 Minuten war aber auch er geschlagen, als die Buchloer im Powerplay schließlich doch verkürzen konnten. Christoph Heckelsmüller war es, der im zweiten Nachsetzten die Scheibe endlich zum 1:2 über die Linie brachte. Bis zur zweiten Pause konnten die Buchloer dann zwar auch auf Grund von einigen Überzahlgelegenheiten gewissen Druck aufbauen, aber so richtig zwingend wurde es dennoch nicht.

Demnach ging es mit dem knappen Rückstand auch in den entscheidenden Abschnitt. Hier bemühten sich die Buchloer gegen nun immer tiefer stehende Gäste zwar, doch zu wirklichem Spielfluss fanden die Piraten auch hier nicht. So machten die Schweinfurter wie schon in den beiden Durchgängen zuvor die Räume vor allem in der eigenen Zone extrem eng und kämpften zudem verbissen um jeden Zentimeter Eis, um den hauchdünnen Vorsprung irgendwie ins Ziel zu retten. Ein Alleingang von Martin Zahora hätte nach 52 Minuten noch einmal die Wende bringen können. Doch der Angreifer vergab fast schon symptomatisch, da ihm die Scheibe unglücklich versprang. Auch als man in den letzten Minuten den Torwart zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Feld nahm, wollte der Puck einfach nicht mehr über die Linie, sodass es schlussendlich bei der 1:2 Niederlage blieb.

Und so konnte sich Schweinfurts Trainer Thomas Berndaner über drei Punkte freuen, bei denen laut seiner Aussage vor allem eine „überragende kämpferische Leistung und Disziplin, sowie ein Sahnetag von Tormann Dirksen und am Ende auch ein wenig Glück“ den Ausschlag zu Gunsten des Landesligisten gaben.

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