Buchloer Piraten treffen auf Peißenberg und MiesbachFreibeuter vor harten Brocken

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Dass die Piraten auch gegen die Spitzenmannschaften der Liga gute Leistungen abrufen können, hat das letzte Wochenende gezeigt. Gegen den immer noch ungeschlagenen Tabellenführer Klostersee zeigten die Gennachstädter einen kämpferisch starken Auftritt, der das Spiel gegen den Favoriten lange offen hielt. Am Ende reichte es zwar dennoch nicht zu Zählbaren, doch wenn man erneut an diese Leistung anknüpfen kann, darf man sich an diesem Wochenende zumindest wieder berechtigte Hoffnungen auf den ein oder anderen Punkt machen – auch wenn die Gegner keinesfalls leichter werden.

Denn der Freitagsgegner Peißenberg ist bärenstark in die neue Spielzeit gestartet. Fünf Siege konnten die Miners in den bisherigen sieben Saisonpartien schon feiern, ehe Corona die Oberbayern am vergangenen Wochenende ausgebremst hat. Nach mehreren Verdachtsfällen und einem positiven Befund wurden beide Duelle gegen Ulm und Erding abgesagt. Doch dieses Wochenende scheinen die Mannen von Trainer Christian Kratzmeir wieder einsatzbereit zu sein. Auf die Buchloer wartet also eine kompakte Mannschaft aus vielen einheimischen Spielern, die mit nur 15 Gegentoren momentan die beste Abwehr der Bayernliga aufweist. Aber auch der Sturm beim TSV hat einiges zu bieten – vor allem die Paradereihe um den Tschechen Thomas Roussek, den ehemaligen Kaufbeurer und Peitinger Angreifer Dominic Krabbat und den bisherigen Topscorer Athanassios Fissekis. Alle drei wurden im Sommer neu verpflichtet und haben sofort voll eingeschlagen. Fast 40 Scorerpunkte konnte alleine dieses Trio in den bisherigen sieben Spielen auf ihrem Konto gutschreiben, weshalb die ESV-Abwehr gewarnt sein sollte.

Und auch zwei Tage später müssen die Piraten hellwach sein. Denn wenn vor der Saison nach den Titelkandidaten gefragt wurde, fiel fast ausnahmslos der Name des Sonntagsgegner, dem TEV Miesbach. Die Oberbayern haben sicherlich einen der qualitativ stärksten Kader der Liga und stehen mit 18 Punkte auf Rang zwei. Hundertprozentig zufrieden wird man beim TEV damit aber dennoch nicht sein, denn gegen Geretsried (5:6 n.V.), Klostersee (2:6) und Amberg (4:5) stehen schon drei Niederlagen zu Buche. Auch am letzten Wochenende musste man nach einem 11:1 Auswärtssieg in Pfaffenhofen zu Hause gegen das Kellerkind Ulm bis in die Verlängerung (4:3 n.V.). Trotzdem sind die Miesbacher, die derzeit die zweitbeste Offensive haben, am Sonntag der klare Favorit. Im Sommer wurde der ohnehin schon starke Kader unter anderem mit den Verteidigern Nikolaus Meier (Memmingen/OL) und Matthias Bergmann (Waldkraiburg) verstärkt. Königstransfer war aber sicherlich Stürmer Patrick Asselin, der aus Herne (Oberliga Nord) an die Schlierach wechselte. Der Kanadier ist mit zwölf Toren und acht Assists aktuell der zweitbeste Scorer der BEL und bildet mit dem anderen Kontingentspieler, dem Tschechen Bohumil Slavicek (4 Tore, 14 Assists), ein ungemein gefährliches Duo. Aber auch die weiteren Offensivkräfte wie z.B. Christoph Fischhaber oder Dusan Frosch haben teilweise schon jahrelange höherklassige Erfahrung gesammelt. Die Trauben für die Pirates hängen also enorm hoch, wenn man auch im vierten Auswärtsspiel der Saison weiter ohne Niederlage bleiben will.

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