Buchloer Piraten starten in die AbstiegsrundeESV empfängt am Freitag Schweinfurt – am Sonntag geht’s nach Bad Kissingen

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„Die Runde wird für uns sportlich sehr herausfordernd werden“, stellt der 2. Vorstand Florian Warkus schon im Voraus klar. Denn neben den Ligakonkurrenten Moosburg und Pfaffenhofen warten in den kommenden Wochen mit dem EHC Königsbrunn und den Nordvereinen Amberg, Haßfurt und den ersten beiden Gegnern an diesem Wochenende Schweinfurt und Bad Kissingen gleich fünf bärenstarke Landesligisten, die alle Ambitionen und Ansprüche auf einen Bayernligaaufstieg hegen. Das Problem ist auch, dass die sportliche Leitung um Trainer Topias Dollhofer die neuen Gegner nur sehr schwer einschätzen kann. „Das ist nicht einfach. Und auch die Tatsache, dass so mancher Kontrahent mit deutlich mehr als zwei Kontingentspielern aufläuft, macht es nicht leichter“, meint Dollhofer, der von einer sehr engen und umkämpften Runde ausgeht, in der mit harten Bandagen um die ersten drei Plätze gerungen werden dürfte.

Umso wichtiger wäre es, schon am Auftaktwochenende gut in die Verzahnung zu starten, um dem Ziel Klassenerhalt schon einmal ein Stück näher zu kommen. „Wir wollen kein Heimspiel mehr verlieren“, gibt der Buchloer Trainer die Marschroute vor und hofft dabei auch ebenso wie die Verantwortlichen auf die weiterhin treue Unterstützung der eigenen Fans.

Schließlich findet bereits das erste Match am Freitag vor eigenem Anhang statt. Zu Gast ist mit dem ERV Schweinfurt zumindest kein komplett Unbekannter. Das letzte Aufeinandertreffen gegen die Mighty Dogs gab es in der Saison 2011/12, welche die Unterfranken als Meister abschlossen. Nach zwei Spielzeiten in der Oberliga entschied man sich 2014 dann zum freiwilligen Rückzug in die Landesliga, wo man die letzten vier Spielzeiten verbrachte. In diesem Jahr schloss man die Runde auf Platz vier ab, wobei man vor allem offensiv zu überzeugen wusste. So stellen die Schweinfurter nach Haßfurt den zweitstärksten Angriff der Landesliga-Gruppe 1. Allen voran die Reihe um den kanadischen Top-Stürmer Dion Campbell ist brandgefährlich. Aber auch in der Defensive kann man mit dem oberligaerfahrenen Simon Knaup und dem ebenfalls schon zu Oberligazeiten aktiven Torhüter Benjamin Dirksen auf einen starken Rückhalt bauen.

Ein heißer Tanz steht den Freibeutern dann sicherlich auch am Sonntag in Bad Kissingen bevor. Die Wölfe standen nach der gewonnenen Relegation gegen Germering im letzten Jahr eigentlich schon als Bayernligaaufsteiger fest. Aber nach Unklarheiten mit dem eigenen Stadion bekamen schließlich doch die Wanderers den Vorzug zum Bayernligaverbleib vom Verband. Und so starten die Kurstädter in diesem Jahr nach Hauptrundenplatz drei einen erneuten Anlauf. Dass das Team von Spieler-Trainer Mikhail Nemirovsky dabei allerdings aus ganzen acht Kontingentspielern besteht, sorgt bei so manchem jedoch für Unverständnis. So stehen neben einem Kanadier, einem Letten, einem Finnen und einem Schweden auch noch zwei Litauer und zwei russische Angreifer im Aufgebot des somit recht international besetzten Kaders.

Die Buchloer müssen also von Beginn an voll konzentriert zur Sache gehen, um gleich in den ersten beiden Spielen punkten zu können. In „Ehrfurcht“ will man laut Warkus aber dennoch nicht erstarren und stattdessen auf die eigene Stärke setzen. Denn obwohl die Buchloer auf Grund der starken Gegner gewarnt sein sollten, kann man zumindest mit dem Selbstvertrauen von zuletzt vier Siegen in Serie in die schweren Aufgaben starten, die nun in den anstehenden Wochen warten.