Buchloe erhält deftige Abfuhr in MiesbachPiraten müssen beim heimstarken TEV sieben Tore schlucken

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„Wir hatten am Freitag ein sehr emotionales Spiel und eigentlich wollten wir heute genauso zu Werke gehen“, sagte ESV-Trainer Topias Dollhofer nach der Partie. In den ersten Minuten schien den Freibeutern dies auch noch ganz gut zu gelingen, denn die Anfangsphase verlief absolut ausgeglichen. Doch dann machten die Gastgeber mit dem ersten echten Torschuss das 0:1, als Christian Heller einfach einmal abzog und Buchloes Schlussmann Daniel Blankenburg die Sicht verstellt war (6.). Auch danach blieb es zunächst bei einem Duell auf Augehöhe. „Die ersten 40 Minuten waren vom optischen Eindruck her relativ ausgeglichen, wobei uns doch am Ende immer ein wenig der letzte Biss gefehlt hat“, meinte Dollhofer treffend. Beide Teams kamen nämlich in der Folge kaum einmal zwingend vor die Tore. Umso unglücklicher, dass kurz vor der Pause im Powerplay doch noch der zweite Treffer für den TEV durch Jan Trojan fiel (18.).

Und genauso ungünstig startete auch der zweite Durchgang für den ESV. Gerade einmal 32 Sekunden waren gespielt, als Tom-Patrick Kimmel ziemlich freistehend auf 0:3 erhöhte. Nach dieser kalten Dusche war den Piraten der Wille zwar nicht abzusprechen, doch wirklich gefährlich wurde es vor dem Tor des souverän agierenden Timon Ewert selten - auch nicht in Überzahl. Die beste Gelegenheit hatte noch Marc Weigant, der stark bedrängt die Scheibe hauchdünn am Tor vorbeilegte (24.). Während den Buchloern stellenweise dann auch noch das nötige Scheibenglück fehlte, kam Miesbach immer wieder überfallartig und präzise ins Buchloer Drittel. Weitere Treffer sollten im Mittelabschnitt dennoch nicht mehr fallen, sodass man im ESV-Lager weiter hoffen durfte.

Diese Hoffnung wurde im Schlussdrittel aber schnell zunichte gemacht, da den Hausherren erneut ein Blitzstart glückte. So sorgte Andreas Baumer mit dem 0:4 nach einer guten Minute bereits für eine Vorentscheidung, nachdem er mit Christian Heller einen wunderbaren Doppelpass spielen konnte. Nur rund eine Zeigerumdrehung später machte Florian Feuerreiter mit dem 0:5 endgültig den Deckel drauf, obwohl Verteidiger David Strodel Augenblicke zuvor die Scheibe noch von der Torlinie kratzen konnte. „Die beiden schnellen Tore im letzten Drittel waren der Genickschlag für Buchloe“, bestätigte auch TEV-Coach Simon Steiner, der bei seiner Mannschaft in den 40 Minuten zuvor aber noch deutlichen Steigerungsbedarf sah. Die Gegenwehr der Piraten war nach dem Doppelschlag jetzt tatsächlich spürbar gebrochen. Und so dominierten die Oberbayern nun klar das Geschehen auf dem Eis, wohingegen den Freibeutern stellenweise nichts mehr zu gelingen schien. Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Miesbacher Treffer fallen sollte. Passenderweise erzielte den Sebastian Deml, als er einen von der Bande abgeprallten Puck in die Maschen setzte (45.). Den Buchloern merke man nun auch die kräftezehrende Partie vom Freitag an, weil die Konzentration und Genauigkeit – vor allem in der Hintermannschaft - in einigen Aktionen nun zusehends nachließ. Zwar probierten die Buchloer es nochmals, zumindest den Ehrentreffer zu erzielen, doch Timon Ewert blieb unüberwindbar. Und auf der Gegenseite besorgte Christan Heller nach einem Konter sogar noch den deutlichen 0:7-Endstand.

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