Black Hawks machen das Dutzend vollBlack Hawks Passau

Black Hawks machen das Dutzend vollBlack Hawks machen das Dutzend voll
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Die Wiedergutmachung ist geglückt. Mit einem Kantersieg über Inzell haben sich die Passau Black Hawks zurückgemeldet. Es dauerte am Sonntagabend rund vier Minuten bis sich die Passauer auf die sehr körperbetonte Spielweise der Gäste eingestellt hatten und durch Gomov und Plichta zur ersten zwingenden Chance kamen. Dies wirkte aber wie eine Initialzündung. Nur wenige Sekunden später war es genau dieses Duo, das für die frühe Führung sorgte. Die Habichte waren in der Folge drückend überlegen. Nach einem satten Schuss von Tobi Artmeier war Andi Toth zur Stelle und staubte zum 2:0 ab. Der DEC Inzell konnte sich nur selten aus dem festen Griff der Raubvögel befreien und Goalie Christoph Zawatsky hatte ein entspanntes erstes Drittel. Nach einer Riesenchance für Vladimir Gomov in der siebten Minute folgte die erste Strafzeit für die Gäste, der rund eine Minute später noch eine weitere folgte. Das Powerplay der Black Hawks zwar gefällig, aber auch in der doppelten Überzahl nicht zwingend genug um die geschickt stehende Inzeller Verteidigung zu überwinden. Dennoch hatte Passau die Partie fest im Griff. Kaum war Inzell wieder mit fünf Mann auf dem Eis, da überwand Dominik Persch mit einem Schlenzer von der blauen Linie den überraschten Gästegoalie Zeller. Den nächsten Angriff der Hausherren schloss Kontingentstürmer Michal Plichta nach Traumpass von Stefan Friedl zum 4:0 ab. Zu Beginn der 14. Spielminute wanderte Tim Hirtreiter auf Seiten der Hawks zum ersten Mal auf die Strafbank. Aber auch in Unterzahl gerieten die Hausherren nicht in ernsthafte Bedrängnis. Nur zwei Schüsse hatte Zawatsky in diesen beiden Minuten zu parieren. Das gleiche Bild bot sich auch als Hirtreiter kurz vor Ende des ersten Abschnitts erneut die Strafbank besuchte. So gingen die Habichte mit der Vier-Tore-Führung in die erste Pause.

Zu Beginn von Abschnitt zwei stand dann aber Christoph Zawatsky gleich im Mittelpunkt als er nach einem Abwehrfehler einen Alleingang von Matthias Schwabl entschärfen musste. Danach agierten die Dreiflüssestädter wieder konzentrierter. In der 23. Minute prüfte Michal Plichta mit einem Schuss aus der Halbdistanz den gegnerischen Torhüter. Der konnte den Puck nicht sichern und Vladimir Gomov staubte zum 5:0 ab. In den folgenden Minuten hätten Dominik Persch und Andi Popp die Führung weiter ausbauen können, doch beide Male war das Gestänge im Weg. Allerdings rettete dieses auf der Gegenseite auch den Hawksgoalie vor einem Gegentreffer, als in der 30. Minute der Puck vom Innenpfosten wieder nach außen sprang. Mit einem erneuten Powerplay wenige Minuten später setzten die Hausherren zu einem Zwischenspurt an. In Überzahl lupfte Andi Popp den Puck zum 6:0 ins Tor und nur rund eine halbe Minute später schloss Plichta eine schöne Kombination zum 7:0 ab.

Im Schlussabschnitt überraschte auf einmal Andi Popp im Trainingsanzug auf der Spielerbank. Der Spielertrainer hatte aufgrund des Spielstandes und einer sich andeutenden Zerrung diese Vorsichtmaßnahme ergriffen. Ein heftiger Check gegen den Kopf von Ruben Kapzan sorgte gleich zu Beginn des Abschnitts für Aufregung. Während sich der Passauer Verteidiger langsam aufrappelte, wurde Florian Schwabl vorzeitig zum Duschen geschickt. Die anschließende Überzahl nutzte Andreas Toth zum 8:0. Von der Bank aus wirbelte Andi Popp nun seine Reihen durcheinander, was dem Spielfluss der Habichte aber keinen Abbruch tat. In der 48. Minute zeigte Tim Hirtreiter Stürmerqualität als er nach einem Schuss von Manuel Jägernitz die Scheibe zum 9:0 traf. Ein unglücklicher Zusammenprall von Michal Plichta mit einem Inzeller Verteidiger führte zu besorgten Mienen beim Passauer Anhang. Mit schmerzverzerrtem Gesicht wurde der Tscheche erst vom Eis und dann gleich in die Kabine gebracht. Die erste Diagnose von Mannschaftsarzt Achim Spechter: Bluterguss am rechten Kniegelenk mit Verdacht auf eine Muskelverletzung. Schlimmstenfalls fällt der Passauer Topstürmer damit für mehrere Wochen aus. Gästetrainer Thomas Rumpeltes zeigte sich auf der Pressekonferenz dann betroffen: „Das war einer unserer fairsten Spieler. Bei uns geht keiner mit Verletzungsabsicht in einen Zweikampf. Das ist überhaupt nicht unser Anspruch. Wir wissen, dass zwischen uns und Passau ein Klassenunterschied ist.“ In den letzten zehn Spielminuten machten die Blackhawks mit Treffern von Ackermann, Toth und erneut Hirtreiter das Dutzend noch voll, was ausgiebig von den Fans gefeiert wurde. Die holten sich dann nach dem Spiel auch noch Christoph Zawatsky extra auf die Eisfläche um mit ihm den ersten Shutout der Saison zu feiern. Andi Popp zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Inzell war eigentlich ein sehr unangenehmer Gegner. Sie sind jung, schnell und spielen hart. Für uns war es wichtig über 60 Minuten voll durchzuziehen, und das haben wir getan. Wir haben unter der Woche gut gearbeitet und auch die Umstellungen in den Reihen haben gut funktioniert.“ Für das kommende Wochenende hofft der Passauer Spielertrainer auf die eigene Genesung und einen glimpflichen Ausgang bei Michal Plichta.   

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