Black Bears verlieren 3:4 gegen Vilshofen nach PenaltyschießenAus den vielen Überzahlzeiten nichts gemacht

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Vor drei Wochen lagen die Bears im offenen Stadion der Wölfe bis 40 Sekunden vor Schluss mit 5:2 in Front, verloren dann aber tatsächlich noch in der Verlängerung. Diese Scharte wollte Coach Markus Knallinger unbedingt ausmerzen, doch dann traf sein Team wieder einmal die Grippewelle und von der Stammformation fehlten Andre Oesterreich, Alexander Voelkel, Marcus Mooseder und Christian Birk. So ergaben sich erneut völlig andere Reihen. Die drei U20-Spieler Severin Stippl, Michael Mühlbauer und Alexander Brezina machten ihre Sache wirklich gut – es sind die Etablierten, bei denen zur Zeit wenig geht. Freising hatte zudem Glück mit ihnen sehr wohlgesonnenen Schiedsrichtern, die die Vilshofner zum Teil wegen Lappalien oder normalen Checks reihenweise auf die Strafbank schickten. Letztlicht hatten die Wölfe 28 + 10 Strafminuten, Freising nur 14. Doch die Hausherren offenbarten wieder einmal ihre ganz große Schwäche in dieser Saison: das Überzahlspiel. Selbst mit zwei Mann mehr auf dem Eis schafft es das Team kaum wirklich gefährliche Torszenen zu kreieren.

Die ersten Chancen hatten Martin Dürr und Felix Kammermeier für die Bears, sie scheiterten noch am starken Wölfe-Goalie Vinzenz Hähnel. Dann begann die lange Zeit der Freisinger Überzahl, in der fünften Minute konnte sie Manuel Kühnl zum 1:0 nutzen, das war ein feiner Spielzug über Armin Dünzl und Pavel Hanke. Da die Gäste weiter ständig einen Mann in der Kühlbox hatten erwartete man, dass die Freisinger nachlegen würden. Das war nicht der Fall, ohne große Anstrengung hielt Vilshofen Freising fern des eigenen Kastens und wenn dann doch mal fünf gegen fünf auf dem Eis standen, dann zeigten die Gäste, dass sie eigentlich stärker sind als der bisherige Tabellenplatz 9. In der 17. Minute daher auch der verdiente Ausgleich, Freising schaffte es einfach nicht, die Wölfe unter Druck zu setzen. Leider war der schönste Angriff des ganze Spiels nicht von Erfolg gekrönt: Dünzl erkämpfte sich die Scheibe vor dem eigenen Kasten, ließ einen Gegner aussteigen und passte quer auf Kühnl, der schaute kurz und schickte Dennis Berndt steil, der lief alleine aufs Vilshofener Tor, scheiterte aber knapp.

Ähnliche Situationen dann drei Mal kurz nacheinander im zweiten Abschnitt, Dürr, Kühnl und Kammermeier fuhren alleine auf Torwart Hähnel, brachten die Scheibe aber nicht unter. Ansonsten änderte sich wenig, Freising hatte Überzahl und machte nichts daraus. Dafür in der 24. Minute das überraschende 1:2, Vilshofen hatte kurz alle Mann an Bord. Es dauerte bis zur 38.Minute ehe Freising den Ausgleich schaffte, Dünzl hatte hart abgezogen, die Scheibe verfehlte knapp das Gehäuse, sprang aber von der Bande zurück und Kammermeier drückte sie über die Linie.

Im letzten Drittel passierte sehr wenig, nur Johannes Weyer und Felix Kammermeier fielen dadurch auf, dass sie ernsthaft Tore schießen wollten. Als sich alle schon auf die Verlängerung einstellten schickte Kühnl Dürr durch die Mitte, der raste auf Keeper Hähnel zu, schoss, fiel über den Torwart und krachte erst an den Pfosten, dann in die Bande. Das Tor war verschoben, Torwart und Verteidiger lagen darin, keiner sah, wo der Puck war. Bis der Unparteiische auf Tor entschied. Vilshofen beschwerte sich darüber lautstark, was die nächste Zeitstrafe nach sich zog. 3:2 für Freising, Überzahl und 39 Sekunden zu spielen – da schien doch alles klar mit dem Sieg. Doch tatsächlich – als Duplizität der Ereignisse in Vilshofen – ließen die Bears Toth noch einmal frei zum Schuss kommen, 3:3. Und kurz vor der Schlusshupe fast noch das 3:4. In der Verlängerung fielen keine Tore, beim anschließenden Penaltyschießen konnte Freising nur einen von fünf verwandeln, Vilshofen aber zwei, so endete das Spiel 3:4.


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