Black Bears unterliegen Waldkirchen nach großem Kampf Niederbayern im Überzahlspiel ganz stark

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Die Hälfte der 16 Spieler stammen aus unserem Nachbarland, beim äußerst effektiven Powerplay standen immer nur Tschechen auf dem Eis. Freising unterlag knapp mit 3:5 (2:1, 1:4, 0:0).

Von Beginn an entwickelte sich ein offenes und überaus faires Spiel. Alle Tschechen bei den Crocodiles sind weit jenseits der 30, Robert Vavroch sogar schon 44, sie zeigten ein technisch sehr sauberes Passspiel ohne großen Körperkontakt. Und sie schossen aus jeder nur erdenklichen Position und Situation, so dass sich Krojer im Bears-Kasten mehrfach auszeichnen konnte. Im ersten Drittel zeigte Freising exzellente Breaks, ganz schnell wurde hinten herauskombiniert und vorne warteten Kammermeier, Dürr oder Brezina. Der Juniorenspieler hinterließ bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison einen tollen Eindruck. Verdient daher das 1:0 für Freising nach sechs Minuten, Birk hatte Schulz geschickt und der bediente Kammermeier. Die zwei Handvoll Waldkirchner Fans, die zwei Stunden lang ihr Team singgewaltig anfeuerten, wurden jetzt noch lauter. Gleichzeitig gaben die gelb-grünen Gäste so richtig Gas. Obwohl nicht in Überzahl zogen sie ein fast zehnminütiges Powerplay auf, Freising bekam die Scheiben nicht mehr aus dem eigenen Drittel. Die Bears mussten mit Mann und Maus verteidigen und kämpfen, doch nach dem zweiten missglückten Wechsel tauchten Pekarek und Marek alleine vor Krojer auf: 1:1. Der große Bears-Fight wurde belohnt, Chancen hatte Waldkirchen viele, über die Linie rutsche die Scheibe nicht. Dann, ab Minute 17, die ersten zaghaften Befreiungsversuche der Bears über das Trio Birk, Kühnl und Dürr. Weil es zwei Mal gut klappte, nur der Abschluss fehlte, versuchten sie es noch einmal, nun versenkte Christian Birk die Scheibe zum 2:1.

Am optischen Bild änderte sich in Abschnitt zwei wenig, doch jetzt nutzten die Gäste ihre vielen Chancen. Der Ausgleich gleich nach einer Minute, das 2:3 sechs Minuten später. Barz fuhr mit vollem Tempo am Freisinger Tor vorbei und passte scharf zurück vor das Gehäuse, wo Schreyer wartete. Wer erwartete, dass die Bears nun einknicken würden, sah sich getäuscht: 30 Sekunden später bediente Völkel Kammermeier und der erzielte nach einer tollen Energieleistung seinen zweiten Treffer zum 3:3 Ausgleich. Zwei Freisinger  Strafzeiten wurden von den Gästen sehr effektiv genutzt, beim Powerplay standen dann auch nur noch Tschechen auf dem Eis und die ließen die Scheibe so richtig flutschen. Beim ersten Mal dauerte es 40 Sekunden, bei zweiten Mal 76, dann stand es 3:5. Torwart Krojer war machtlos, auch die Freisinger auf dem Eis gaben alles – doch das war für die Landesliga wirklich stark, was die tschechischen Legionäre zeigten.

Im letzten Drittel hatten die Bears drei Mal Überzahl, konnten diese aber nicht nutzen. Freising war nun die tonangebende Mannschaft – die Torchancen konnten aber nicht verwertet werden, weil sich sich Crocodiles-Goalie Meschik immer mehr steigerte und gemeinsam mit seinen tschechischen Landsleuten eine unüberwindbare Mauer aufbaute. Freising spielte angesichts der vielen fehlenden Stammspieler stark, kämpfte bis zur Schlusssirene bravourös.


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