Black Bears schlagen Bad Aibling nach schwachem Spiel 5:4Zwei Spiele, zwei Siege – aber der Coach ist nicht zufrieden

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Knallinger ist aber realistisch genug, dass er weiß, in Moosburg hatten sie unheimlich viel Glück und Bad Aibling war 45 Minuten die bessere Mannschaft. „Ich freue mich über die sechs Punkte – aber so, wie wir spielen, trainieren wir nicht. Da bin ich nicht zufrieden.“

Vor allem ärgerte sich der Trainer am Sonntag über das schwache Angriffsspiel. Er hatte nicht nur 20 Mann im Kader, davon elf Stürmer. „Die Aiblinger kommen mit gerade mal vier Verteidigern an, die müssen wir doch mit unserer Power wegschießen. Das war wirklich nicht gut.“ Sein Pendant auf Bad Aiblinger Seite, der alte Trainer-Fuchs Heinz Zerres, noch in der Vorsaison an der Black Bears-Bande, hatte sein Team gut eingestellt. Diszipliniert (nur 12 Strafminuten gegenüber 26 von Freising), mit viel Engagement und schönen Spielzügen waren die Gäste das bessere Team. Von den Bears konnte man im ersten Drittel nur Torwart Johannes Sedlmeier loben, der seine Mannschaft mehrfach vor dem Rückstand bewahrte. Nach vorne ging wenig und hinten fabrizierte einer nach dem anderen haarsträubende Fehler.

Torlos wurden erstmals die Seiten gewechselt, danach sahen die Fans wenigstens Tore. Das erste Ausrufezeichen setzte Christian Birk, der einen herrlichen Pass von Pavel Hanke noch nicht verwerten konnte. Quasi im Gegenzug münzten die Aiblinger ihre Überlegenheit in Zählbares um, 0:1 nach 24 Minuten. Ein spielerisches Aufbäumen der Bears war leider nicht die Reaktion, sondern viel unfaire Härte, die durch den exzellenten DEL-Schiedsrichter Lukas Kohlmüller rigoros bestraft wurde. Ein Schwarzbär nach dem anderen wanderte in die Kühlbox, als Freising dann nur noch drei Feldspieler auf dem Eis hatte, fiel das 0:2 in Minute 26. Es dauerte bis zur 32. Minute, dass sich die Hausherren auf ihr spielerisches Potenzial besannen und zu fighten begannen. Nach Vorarbeit durch Marcus Mooseder das 1:2 von Alexander Völkel mit einem feinen Lupfer der Scheibe über die Towart-Kelle. Die Gäste hielten dagegen und erzielten das 1:3 nach einer wirklich sehenswerten Kombination. Hanke verkürzte aus dem Gewühle heraus zum 2:3, in der 39. Minute bediente er seinen Sturmpartner Manuel Kühnl und der schloss zum 3:3-Pausenstand ab.

In der Freisinger Kabine wurde es danach wohl etwas lauter, denn die Black Bears kamen mit viel Elan aufs Eis zurück, vor allem Kühnl war jetzt der überragende Mann mit Vorlagen und Torschüssen, gleichzeitig kämpfte er vor dem eigenen Tor um die Scheibe. Zunächst scheiterte er noch zwei Mal am Aiblinger Goalie Klimesch. Beide Teams wollten den Sieg und spielten sehr offensiv, die Torhüter standen ständig im Brennpunkt des Geschehens. In der 46. Minute das 3:4 - und erst jetzt ging ein Ruck durch die Reihen der Gastgeber, die sich nicht geschlagen geben wollten. Der erneute Ausgleich in der 50. Minute durch Birk nach feiner Vorarbeit von Münzhuber. Fünf Minuten später schloss ebenfalls Birk eine mustergültige Kombination über Dürr und Kühnl zum 5:4-Siegtreffer ab. Bad Aibling nahm noch den Torhüter vom Eis, der Schuss von Dürr ging aber am leerem Tor vorbei – zwei Tore Vorsprung wären auch zu viel gewesen.

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