Black Bears Freising wissen noch nicht genau, wo sie stehenSaison-Kracher zum Auftakt in Moosburg, dann kommt Bad Aibling

(Foto: Black Bears Freising)(Foto: Black Bears Freising)
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Dennoch ist Knallinger vor dem ersten Spiel der Landesliga beim Bayernliga-Absteiger EV Moosburg unsicher, wo seine Bears stehen. „Wir konnten gegen keinen wirklich starken Gegner testen und uns fehlt Eiszeit.“ Sein Ziel für die Saison ist dennoch klar: Ein Platz unter den ersten fünf, damit man nichts mit dem Abstieg zu tun hat.

Der neue Black-Bears-Kader umfasst 22 Spieler. Sieben aus der Vorsaison haben den Verein verlassen oder pausieren aus beruflichen Gründen: Andreas Tanzer, Martin Oertel, Paul Rausch, Jonas Maierthaler, Lukas Höller, Sebastian Thiede und Patrick Holler. Dafür kamen neben dem neuen Mann an der Bande, Markus Knallinger (42), sechs neue Kufen-Cracks: Fabien Ferron (29) vom ERSC Ottobrunn, Christian Birk (29) von den Wanderers Germering, Simon Schorr (22) und André Oesterreich (33) vom EC Pfaffenhofen, Dennis Berndt (24) vom TSV Erding sowie als Rückkehrer vom EV Moosburg Martin Dürr (31). Technischer Spielleiter ist Bernd Thiede und Betreuer des Teams Lorenz Häuslmeir.

„Unser Problem ist eindeutig, dass wir hier in Freising so spät aufs Eis konnten, da waren uns die anderen, trotz unseres Trainingslagers in Südtirol und einigen Trainingseinheiten in fremden Stadien, um Wochen voraus“, sagt Knallinger. Das war auch der Grund, warum man keine Test-Spiele gegen Oberliga-Gegner ausmachen konnte, weil die immer ein Hin- und Rückspiel wollen und die Bears das Eis in Freising erstmals am 5. Oktober betreten durften. „Da hatten die potentiellen Gegner, auch aus der Landesliga, natürlich längst ihre Vorbereitungsspiele terminiert“, ergänzt Spielleiter Thiede.

So blieben „nur“ vier Vorbereitungsspiele gegen Bad Wörishofen (Landesliga) und den ERC Ingolstadt 2 (Bezirksliga). Alle vier Tests wurden gewonnen, zunächst noch etwas holperig, beim letzten Spiel in Freising beim überzeigenden 8:1 gegen erschreckend lustlose Bad Wörishofener dann schon mit deutlich mehr Druck und schönen Kombinationen. „Nach der langen Sommerpause und den wenigen Eiszeiten, die wir hatten, da waren für mich die vier Testspiele ein erweitertes Training. Im Prinzip waren mir die Ergebnisse noch egal, ich wollte die besprochenen Laufwege und Spielzüge sehen, vor allem auch wissen, wer mit wem in der Reihe am besten harmoniert“, sagte Coach Knallinger. Trotzdem freue er sich fürs Team und sei es gut für die Stimmung, dass man die Tests gewonnen habe.

Sehr erfreulich bei den Tests war festzustellen, dass sich Freising auf zwei starke Torhüter Johannes Sedlmeier und Marco Krojer verlassen kann, zudem noch der aktuell verletzte Manuel Hanisch bereit steht. Ebenfalls schon zu sehen, dass der überragende Vorbereiter der letzten Saison, Manuel Kühnl, seine starke Form beibehalten hat und er selbst trifft oder an fast allen torgefährlichen Situationen beteiligt ist. „Was ich gut finde ist, dass wir unsere Tore auf viele verteilt haben, daher sind wir für jeden Gegner schwer auszurechnen“, bemerkt Knallinger. In der Tat trafen die Bears bei den vier Siegen insgesamt 23 Mal, aufgeteilt auf zehn Torschützen. Je vier Mal trafen dabei Manuel Kühnl und Dominik Schulz, je drei Treffer steuerten der nach überstandener Knieoperation wieder genesene Felix Kammermeier sowie die beiden Neuzugänge Christian Birk und André Osterreich bei. Nur Martin Dürr, der Goalgetter der letzten Vorrunde, bevor er kurzzeitig nach Moosburg wechselte, hat aktuell noch Ladehemmung. „Der hebt sich das für das erste Punktspiel beim EVM auf“, ist sich Thiede sicher.

Eröffnet wird die Landesliga-Saison für die Freisinger am Freitag gleich mit dem Derby beim Bayernliga-Absteiger und Landkreisrivalen EV Moosburg. „Die habe ich gegen Erding gesehen, da waren sie nicht stark. Trotzdem sind die Moosburger für mich der Meister-Favorit in unserer Liga – aber wir wollen dort auf Augenhöhe mitspielen“, verspricht Knallinger. Das erste Heimspiel bestreiten die Black Bears zwei Tage später am Sonntag, 14. Oktober (18 Uhr), gegen den EHC Bad Aibling – mit Ex-Bears-Coach Heinz Zerres an der Bande. Das zweite Spiel mit starkem Lokal-Kolorit ist am 2. November beim anderen Bayernliga-Absteiger EC Pfaffenhofen. Ansonsten haben die Freisinger zum Teil wieder weite Auswärtsfahrten quer durch Bayern vor sich: Trostberg, Waldkirchen, Dingolfing, Vilshofen, Hassfurt, Selb und Amberg.

„Nach diesem Wochenende werden wir wissen, wo wir stehen. Wir werden wohl nicht um die Meisterschaft mitspielen können, aber ich gehe davon aus, dass wir auch in dieser starken Liga in der oberen Tabellenhälfte mitmischen. Dazu brauchen wir natürlich die lautstarke Unterstützung der Freisinger Fans“, ist Markus Knallinger zuversichtlich.

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