Black Bears Freising verlieren gegen ganz starke Wild LionsZwei Gegentore in Überzahl

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Ohne jede Hektik auch in Unterzahl, dazu ohne Fouls und mit einer Vielzahl an technisch äußerst versierten Spielern ausgestattet gewannen die Wild Lions verdient mit 7:3 (2:1, 2:2, 3:0). Den Black Bears Freising wurden deutlich die Grenzen aufgezeigt, speziell beim eigenen Überzahlspiel.

Durch die exzellenten Ergebnisse der Amberger, vor allem den Sieg über den direkten Mitbewerber Haßfurt um Rang eins, waren die Freisinger gewarnt. Beide Teams begannen vorsichtig aus einer sicheren Abwehr. Die ersten echten Chancen gehörten den Gastgebern durch Christian Birk und Martin Dürr, doch noch hielt Gäste-Goalie Feitl sicher. Auch Manuel Hanisch, sein Pendant auf Freisinger Seite, hielt seinen Kasten zunächst mit bravourösen Aktionen sauber, warf sich ein ums andere Mal mit dem ganzen Körper den Amberger Stürmern entgegen. Einmal übertrieb er es, verhinderte aber mit seinem Einsatz ein Tor. Er erhielt zwar eine Zwei-Minuten-Strafe, zur Überraschung Aller jedoch keinen Penalty gegen sich, so blieb es weiter torlos. In der 9. Minute dann aus heiterem Himmel das 1:0 für Freising, Dürr schob die Scheibe halbherzig in Richtung Tor, die begann plötzlich zu hoppeln und hüpfen und sprang quasi in Zeitlupe über die Kelle von Feitl. Dieser Treffer gab Freising Auftrieb, jetzt wurde schnell kombiniert. Leider hatte weder Felix Kammermeier, der von Johannes Weyer bedient wurde, noch Weyer selbst, den André Oesterreich in Szene gesetzt hatte, Glück beim Abschluss. Je länger das Spiel dauerte, umso mehr zeigten die Amberger, welch‘ technisch starke Spieler sie haben. Auch ohne Überzahl zogen sie mehrfach Powerplays auf, die die Freisinger nur mit viel Einsatz ohne Gegentreffer überstanden. In der 13. Minute dann der Ausgleich in Überzahl und 30 Sekunden vor der Pausen-Hupe das 1:2, beide Treffer durch den überragenden Mann auf dem Eis: Felix Köbele. Er war an jeder gefährlichen Amberger Situation beteiligt.

Im zweiten Drittel wollten die Bears zeigen, dass sie auch mit den starken Teams der Liga mithalten können. In der 23. Minute der Ausgleich durch Martin Dürr, sein Schlagschuss von der blauen Line krachte mit so unglaublicher Wucht ins obere Dreieck, dass man nur froh sein kann über die Seemänner bei den Freisinger Betreuern, die in der Lage sind, Netze perfekt zu knoten. Jetzt war es ein klasse Eishockey-Spiel, beide Teams absolut fair und mit dem Willen Tore zu schießen. Das gelang dann Manuel Kühnl auf Vorlage von Pavel Hanke – Freising führte nicht unverdient 3:2. Kurz danach eine 2+2-Strafe gegen den Amberger Hampl, die Bears also vier Minuten in Überzahl. Doch anstelle das Ergebnis auszubauen, gelang nicht nur fast keine Torchance, die Gastgeber kassierten sogar zwei Tor. Der vierte Treffer für Amberg fast die Kopie des ersten Tores für Freising, ein harmloses Schüsschen von der Mittellinie hüpfte über Hanischs Schläger ins Tor. Das war der Knackpunkt des Spiels.

Im letzten Spielabschnitt spielte nur noch Amberg, angetrieben von Köbele, der das Eis fast nicht mehr verließ, kombinierten die Oberpfälzer nach Belieben und zeigten ein wirklich sehenswertes Power-Eishockey. Die Tore fielen in der 41., 47. und 59. Minute, Freising hatte eigentlich fast keine Torchance mehr. Wenigstens überstanden sie eine weitere 2+2-Strafe für einen Amberger ohne Gegentreffer.

Nun liegt alle Konzentration auf dem Derby gegen Moosburg am kommenden Freitag (20.15 Uhr).

Jetzt die Hockeyweb-App laden!