Bayernliga-Finalserie bleibt spannend EV Lindau Islanders

Bayernliga-Finalserie bleibt spannend Bayernliga-Finalserie bleibt spannend
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Bei der Aktion „Ein Herz für Melanie“ zugunsten der ALS-Patientin Melanie Meusburger kamen sage und schreibe 4000 Euro Spendengelder zusammen. „Das ist der große Sieg, den wir am Sonntag gefeiert haben. Alles andere wäre nur Zugabe gewesen“, sagt EVL-Präsident Marc Hindelang, der allerdings bedauerte, „dass wir diese Zugabe unseren tollen Fans nicht geben konnten. Vielleicht aber noch nicht.“

Der gute Wille, vor ausverkauftem Haus ganz Lindau etwas Besonderes zu bieten, schien den EVL aber etwas zu hemmen. Sie kamen nicht so wuchtig wie sonst aus der Kabine und trafen dazu auf einen Gegner, der darum fightete in der Finalserie zu bleiben. So entwickelte ein eher zerfahrenes Spiel, in dem zwar die Islanders die erste Chance durch einen Nachschuss von Bernhard Leiprecht hatten, den HEC-Keeper Philipp Schnierstein halten konnte. Auf der anderen Seite blieb Simon Knaup mit seinem Schussversuch knapp hängen. Die Nervosität der Islanders wurde besonders in Überzahl deutlich. Dreimal hatten sie die Möglichkeit im ersten Drittel – viel zustande brachten sie nicht. Im Gegenteil. Bei einem Break in Unterzahl scheitere Ales Kreuzer am starken Beppi Mayer im EVL-Tor. Der Endspurt des ersten Drittels gehörte aber den Lindauern. Aber zunächst verpassten Martin Sekera und Zdenek Cech knapp, eine Sekunde vor der Pause hielt Schnierstein gegen Jiri Mikesz.

Den ersten Stich im zweiten Abschnitt setzten dann die Gäste, als Patrick Dzemla einen Schuss von Ales Kreuzer bereits nach 34 Sekunden ins Lindauer Tor abfälschte. Höchstadt hätte in Überzahl nachlegen können, aber Mayer blieb in Unterzahl unbezwingbar. Marco Miller brachte den EVL dann wieder in die Spur. Ein engagiertes Solo in der 25. Minute fand aber nicht sein Ziel. Zwei Minuten später durften die Lindauer Fans dann erstmals jubeln. Zdenek Cech eroberte sich die Scheibe in der Ecke, passte zu Tobias Feilmeier, der quer auf Martin Sekera legte und schon war das 1:1 Realität. Allerdings nicht lange. Denn drei Minuten später brachte Patrik Dzemla die Scheibe vor das Tor, wo Simon Knaup richtig stand und die Alligators erneut in Führung brachte. Aber auch darauf gab es eine Antwort. Und was für eine. In Unterzahl eroberte sich Alex Katjuschenko mit Rieseneinsatz die Scheibe und brachte sie zu Marco Miller. Dessen Rückpass donnerte Bernhard Leiprecht unhaltbar in den Winkel (32.) – nach dem zweiten Drittel war alles wieder offen.

„Wir haben lange gebraucht, um unser Spiel zu finden. Im letzten Drittel waren wir voll da und haben alles gezeigt“, sagte Team- Manager Sebastian Schwarzbart. In der Tat zeigten beide Teams hochklassiges Eishockey. Befreit von taktischen Fesseln ging es hin und her. Beide Mannschaften wollten gewinnen und hatten genug Möglichkeiten dazu. Die Torhüter Mayer und Schnierstein zeigten sich von ihrer besten Seite – dazu war zweimal die Torumrandung im Weg. So streifte ein Gästeschuss in der 47. Minute die Latte – dramatischer war noch der Pfostentreffer von Lubos Sekula, der 22 Sekunden vor dem Ende wohl den Schuss ins Glück bedeutet hätte.

So war es dann die Penaltylotterie, die die Entscheidung im bisher engsten der vier Finalspiele zugunsten der Gäste brachte, die den Heimvorteil und die Serie zurück nach Höchstadt holten. „Niemand darf enttäuscht sein. Jetzt haben wir ein Finale auf das wir uns freuen und in dem wir auch wieder die Chance haben, zu gewinnen“, sagte EVL-Trainer Sebastian Buchwieser. Der Showdown steigt nun am Gründonnerstag – am letzten möglichen Tag der Saison sind die EV Lindau Islanders noch im Rennen. Wer hätte das vor dieser Saison gedacht?

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