Ausverkauftes Haus beim Ostallgäu-DerbyLechbruck unterliegt Füssen mit 1:11

Ausverkauftes Haus beim Ostallgäu-DerbyAusverkauftes Haus beim Ostallgäu-Derby
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Das mit Spannung erwartete Ostallgäu-Derby am gestrigen Abend im Bundesleistungszentrum Füssen, hielt was es versprach: Ein restlos ausverkauftes BLZ, zufriedene Gesichter auf beiden Seiten und der Nachweis, das Eishockey im Allgäu immer noch eine Zugnummer ist. Der EV Füssen gewann in der bayrischen Bezirksliga mit 11:1 gegen den ERC Lechbruck.

Bereits im Vorfeld war klar, dass der ERC aufgrund von zahlreichen verletzungsbedingten Ausfällen und gesperrten Spielern, einen sehr schweren Stand zum Ligaauftakt beim Topfavoriten EV Füssen haben wird. Dennoch, unterstützt von rund 250 ERC-Anhängern, liefen die Flößer, vor dem mit 1.500 Zuschauern ausverkauftem BLZ, mutig und kampfbereit auf. Da im Tor sowohl Stammkeeper Markus Echtler und auch Backup Fabian Trakies nicht einsatzfähig waren, gab ERC-Trainer Michael Völk diesmal dem jungen Florian Seidl das Vertrauen zwischen den Pfosten. Und Seidl sollte mehrfach im Spiel die Möglichkeit haben sich auszuzeichnen.

Im ersten Drittel versuchte der EV Füssen von Beginn an den Ton anzugeben. Die Lecher spielten aus einer stabilen Defensive heraus und setzten immer wieder nadelstichartige Konter auf das Tor von EVF-Goalie Glaswinkler. Mit dem 2:0-Pausenstand ging der erste Abschnitt leistungsgerecht zu Ende. Die Flößer kämpften verbissen um jeden Zentimeter Eis, Füssen setzte auf seine läuferische Überlegenheit – ein durchaus interessanter Vergleich.

Zu Anfang des zweiten Drittels kam Lechbruck offensiver aus der Kabine und hatte mit zwei Alleingängen jeweils hochkarätige Möglichkeiten vergeben. In dieser Phase war der ERC am Drücker, bis in der 25. Spielminute im Gegenzug der EVF auf 3:0 durch Christian Krötz erhöhen konnte. Dieser Treffer zeigte bei den Flößern Wirkung: Auf einmal lief nichts mehr zusammen und gleichzeitig drehte Füssen nun mächtig auf, um alles klar zu machen. Und so sollte es auch kommen: Innerhalb von rund 10 Minuten mussten die Flößer sechs (teils unglückliche) Gegentreffer einstecken. Ein Genickschlag für die aufopferungsvoll kämpfende junge ERC-Truppe. ERC-Trainer Michael Völk nahm eine Auszeit und eichte seine Mannen noch einmal neu ein. Letztlich ging dieses Drittel deutlich an den EV Füssen und beim ERC-Anhang machte sich ein mulmiges Gefühl breit, ob sich die Mannschaft noch einmal aufrappeln kann.

Deshalb war es besonders stark, wie die Flößer das gesamte letzte Drittel weiter verbissen einen unverzagten Kampfgeist hinlegten und immer wieder auch selbst gefährlich vor dem Füssener Gehäuse auftauchten. Die ERC-Fans feuerten ihr Team frenetisch an, die Hoffnung selbst ein Tor zu erzielen wurde nun zum Ziel gesetzt. Hinten stand der ERC wieder stabiler, überstand auch eine doppelte Unterzahlsituation, vorne fehlte einfach auch ein bisschen Glück. Es dauerte bis zur 56. Minute, ehe es EVF-Stürmer Vincent Wiedemann zweistellig machte. Den ERC-Fans war dies egal, sie feuerten ihr Team weiter an und endlich, 28 Sekunden vor dem Ende, schoss Magnus Lang den ersehnten Ehrentreffer für den ERC Lechbruck. In der Lechbrucker Kurve war die Hölle los!

Am Ende besiegt der EV Füssen unsere Flößer verdient mit 11:1. Die ERC-Cracks konnten erhobenen Hauptes das Eis verlassen und wurden von den zahlreichen ERC-Anhängern mit Applaus verabschiedet. Ein für alle Eishockeybegeisterten rundum gelungener Abend. Der ERC Lechbruck ist stolz darauf, dem neuen EVF zu einem ausverkauften Haus verholfen zu haben. Nun wird mit Spannung das Rückspiel im Januar im Lechparkstadion erwartet, das dann sicherlich auch aus allen Nähten platzen wird.

Für die Flößer geht es gleich am Sonntag, um 17 Uhr, weiter: Zum ersten Heimspiel im Lechpark empfängt der ERC den ESV Türkheim.

Tore: 1:0 (10:45) Sascha Golz (André Bühler) 5-4, 2:0 (15:27) Marius Keller (Andreas Schorer), 3:0 (24:21) Christian Krötz (Maximilian Schorer, Eric Nadeau), 4:0 (25:49) Omar Rona (Marvin Schmid, Sascha Golts), 5:0 (30:15) Andrej Naumann (Marvin Schmid), 6:0 (31:29) Eric Nadeau (Christian Krötz), 7:0 (34:26) Marc Besl (Eric Nadeau, Maximilian Schorer), 8:0 (35:22) André Bühler (Sascha Golts, Marvin Schmid), 9:0 (38:39) Sascha Golts, 10:0 (55:43) Vincent Wiedemann (Eric Nadeau), 11:0 (59:11) Maximilian Schorer (Eric Nadeau, Christian Krötz), 11:1 (59:32) Magnus Lang. Strafen: Füssen 6, Lechbruck 10. Zuschauer: 1490 (ausverkauft).

Passau reagiert auf Verletztenmisere
Black Hawks verpflichten Martin Zahora

​Die Passau Black Hawks nehmen mit sofortiger Wirkung Martin Zahora unter Vertrag. Der 24-jährige Tscheche ist in Deutschland kein Unbekannter. In der laufenden Sais...

Verlierer in einem Spiel auf ganz schwachem Niveau
Black Bears Freising unterliegen Bad Aibling 3:6

​So viel hatten sie sich vorgenommen, die Jungs von Coach Markus Knallinger. Doch dann klappte bei der vermeintlich letzten Chance, die man in der Landesliga ergreif...

Falcons entführen zwei Punkte
Rote Laterne bleibt beim SC Forst

​Am Sonntag trafen die beiden Mannschaften in Peißenberg aufeinander, die das Tabellenende zieren. Das glücklichere Ende konnten die Falcons aus Pfronten feiern, den...

Entscheidung im Penaltyschießen
ERC besiegt Dauerrivalen SG Lindenberg/Lindau

​Der ERC Lechbruck setzte sich gegen die SG Lindenberg/Lindau 1b mit 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen durch. ...

3:5-Niederlage gegen Geretsried
Passau Black Hawks ohne Glück beim Abschluss

​Die Passau Black Hawks haben ihr Heimspiel am Sonntagabend vor 555 Zuschauern gegen den ESC Geretsried mit 3:5 verloren. ...