Auftakt nach MaßBlack Hawks Passau

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Wesentlich schwieriger war die Aufgabe im ersten Saisonheimspiel gegen die stark aufgerüsteten Kissinger Wölfe. Erst am Freitag ließen die Franken noch mit der Verpflichtung von drei weiteren Verteidigern aufhorchen. Mit den namhaften Neuzugängen im Sturm sollte die Mannschaft um Mikhail Nemirovsky ein gewichtiges Wort um die Tabellenspitze mitreden können. Das sollten die Black Hawks am Sonntag auch gleich im ersten Drittel erfahren. Fast durchgängig war die erste Reihe der Gäste mit Nemirovsky, Andrusovich und Nikitin auf dem Eis und setzte die Passauer schonim eigenen Drittel unter Druck. Nach gut zwei Minuten sorgte eine Strafzeit gegen Passaus Kapitän Andreas Popp für die erste Überzahl der Gäste und es dauerte nicht lange ehe Andrusovich den Puck im kurzen Eck versenkte. Doch die Habichte hielten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung dagegen. In der 6. Spielminute konnte Gästetorhüter Kevin Kessler einen Schuss von Waldemar Detterer nur nach vorne abwehren und Daniel Huber knallte den Nachschuss in die Maschen. Direkt nach dem Bully hatte Sebastian Heßlinger die riesen Möglichkeit direkt in Führung zu gehen. Die Gunst der Stunde nutzte dann wenig später der Kapitän Andreas Popp selbst. Am linken Torpfosten postiert verwandelte er das Zuspiel von Detterer zum 2:1. Eine umstrittene Strafe gegen Popp und die schlechte Sicht durch den Nebel in der Eisarena brachten die Gäste dann aber wieder heran. Im Powerplay war es diesmal Roman Nikitin der für den Ausgleich sorgte. Wenig später kombinierten sich die Wölfe viel zu einfach durch die Passauer Hintermannschaft und Sidney Els brachte die Gäste erneut in Führung. Im dritten Kissinger Powerplay war es dann aber Sebastian Heßlinger für Passau, der die größte Chance hatte. Auf der anderen Seite zeichnete sich Goalie Christian Hamberger mit etlichen guten Saves aus und hielt Passau im Spiel.

Im zweiten Drittel bekamen die Black Hawks den Paradesturm der Gäste besser in den Griff und erarbeiteten sich langsam aber stetig ihre Chancen. Die besten hatten Stefan Friedl und Rok Jakopic, die aber jeweils an den Reaktionen von Keeper Kessler scheiterten. Erst in der 31. Minute fiel dann der verdiente Ausgleich. Nicolas Ackermann setzte sich in der Mitte gegen zwei Verteidiger durch und überwand dann auch noch den Goalie. Was folgte war ein offener Schlagabtausch mit hohem Tempo auf beiden Seiten. Erst kurz vor der zweiten Pause setzte sich Passau mit einem Doppelschlag ab. Einen Tempogegenstoß mit 3 zu 2 Überzahl im Angriffsdrittel schloss Rok Jakopic gekonnt ab, und nur 20 Sekunden später erhöhte Waldemar Detterer zum zwischenzeitlichen 5:3. Direkt danach musste aber Ruben Kapzan für die Habichte auf die Strafbank. Zum Glück erwischte es aber wenig später auch noch die Gäste in Person von Andreas Hampl.

So begann das letzte Drittel mit Vier gegen Vier. Während die Black Hawks schon wieder vollzählig waren und auch die Strafe der Gäste gerade auslief, brachte ein Zusammenspiel von Jürgen Lederer und Daniel Huber den Gastgebern die 6:3 Führung. Ein unnötiger Puckverlust in der neutralen Zone ermöglichte in der 43. Minute den Anschlusstreffer durch Philipp Golz. Eine Strafe gegen Roman Nikitin bremste dann aber sofort die Kissinger Aufholjagd. Allerdings brachte das Passauer Powerplay nichts ein und so blieb es spannend. In der 47. Minute hätte Jürgen Lederer den alten drei Tore Abstand wieder herstellen müssen, aber alleine vor Kessler behielt dieser die Nerven und ließ sich nicht überlisten. Die Wölfe warfen jetzt alles nach vorne, aber zum Teil eben auch zu ungestüm. Durch zwei weitere Strafzeiten nahmen sie sich selbst die Chance in dieser Phase den Anschlusstreffer zu markieren. Kevin Kessler sorgte mit Paraden gegen Popp und Kapzan aber dafür, dass sich die Black Hawks nicht entscheidend absetzen konnten. Knapp zwei Minuten vor der Schlussirene nahmen die Gäste Kessler dann schon für einen zusätzlichen Angreifer vom Eis. Und das mit Erfolg. 31 Sekunden blieben nach dem Anschlusstreffer von Nikitin noch zu spielen. Das wichtigste Bully des Abends ging aber an die Black Hawks, die fast noch das verwaiste Tor getroffen hätten. So blieb es beim letztlich knappen 6:5 Sieg im zweiten Spiel und damit einem 6 Punkte Traumstart in die Landesligasaison. „Das war heute ein super spannender Eishockeyabend. Die tolle Stimmung, die unsere Fans heute im gesamten letzten Drittel geliefert haben, hat sicher zur Nervosität der Wölfe beigetragen. Es war nicht selbstverständlich, dass wir gegen diese starke Mannschaft heute gewinnen würden, aber mit diesen Fans im Rücken werden sich manche hochgelobte Gäste anschauen. Ich bin stolz, dass wir alle heute als Mannschaft gewonnen haben.“, so Vorstand Roman Pulec nach dem Sieg.