Auf die Alligators warten schon wieder zwei TopteamsBrisante Begegnungen

Auf die Alligators warten schon wieder zwei TopteamsAuf die Alligators warten schon wieder zwei Topteams
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Hatte es das letzte Wochenende mit dem Frankenderby und der Revanche beim Meister schon in sich, wird die Brisanz der Begegnungen am kommenden Wochenende noch einmal getoppt. Zunächst müssen die Panzerechsen beim hoch gehandelten EHC Waldkraiburg ran, am Sonntag gastiert dann eines der Überraschungsteams an der Aisch. Um 18 Uhr kommt es am Kieferndorfer Weg zum Duell mit dem Tabellenzweiten EV Moosburg.

Dabei plagen die Panzerechsen weiter Personalsorgen in der Defensive. Nach dem Ausfall von Jiri Ryzuk und Martin Vojcak ist der Einsatz des dritten nominellen Verteidigers Richard Stütz ebenfalls fraglich. Der Defensivspezialist musste nach dem üblen Foul gegen ihn im Spiel gegen den EV Lindau zunächst im Krankenhaus zur Beobachtung bleiben und konnte die Woche über nicht trainieren, weshalb ein Einsatz zumindest am Freitag beim EHC Waldkraiburg fraglich ist. Trainer Stan Mikulenka ist also wahrscheinlich gezwungen in der Defensive erneut umzustellen, nachdem schon die gelernten Stürmer Andre Lenk und Sven Gäbelein als Verteidiger antreten müssen. Man darf also gespannt sein, welche taktische Finesse sich der Trainerfuchs einfallen lässt, um den Löwen eine Falle zu stellen. Der Erste der letztjährigen Vorrunde ist für seine Erwartungen durchwachsen in die Saison gestartet. Zwar siegte das Team von Trainer Rainer Zerwesz zum Auftakt standesgemäß gegen Aufsteiger Geretsried mit 8:1, allerdings musste man auch schon drei Mal als Verlierer vom Eis gehen. Die Niederlage bei Meister Lindau, bei dem man lange führte und erst im Schlussdrittel auf die Verliererstraße kam, war noch zu verkraften, allerdings war wohl nicht eingeplant, beim ESV Buchloe zu verlieren, und auch gegen den eigentlichen sportlichen Absteiger EV Moosburg waren wohl eher Drei Punkte, als eine Niederlage nach Penaltyschießen eingeplant. Die Ergebnisse der Waldkraiburger zeigen aber einmal mehr wie ausgeglichen die Top Ten der Liga in dieser Saison sind und welche Brisanz in jeder einzelnen Begegnung steckt. Wichtigste Spieler der Industriestädter sind neben Torwart Vetter und Kapitän Max Kaltenhauser sicher Verteidiger Andreas Paderhuber und natürlich der Kontingentspieler Jakub Marek, der in der Vorsaison als Liganeuling ganz groß auftrumpfte, in dieser Saison aber nur als Vorbereiter glänzen konnte. Dafür besitzt der EHC mit Lukas Wagner und Nico Vogl zwei ganz gefährliche Youngster, die in der Scorerliste beide unter den Top Ten rangieren. Der beim EHC Klostersee groß gewordene Wagner liegt mit 16 Punkten sogar nur einen Zähler hinter dem in der Ligascorerliste bereits wieder führenden Höchstadter Daniel Jun. Die Fans dürfen gespannt sein, wie das Aufeinandertreffen der beiden Teams, die die letzte Saison so dominierten, in der neuen Spielzeit ausgehen wird.

Nicht minder spannend wird es in der Begegnung am Sonntag. Mit dem EV Moosburg, gastiert – neben dem ESC Dorfen – eines der Überraschungsteams der Saison. Die Dreirosenstädter wären nach der letzten Saison eigentlich der sportliche Absteiger aus der Liga gewesen, hätte der EHC 80 Nürnberg nicht die Lust am Bayernligaeishockey verloren. So rettete sich das Team von Peter Kankovsky in die neue Bayernligasaison und profitierte dann – ähnlich wie Nachbar Dorfen – von den Zerfallserscheinungen beim Oberligisten Erding. Nach dem Rückzug der Gladiators aus Deutschlands dritthöchster Eishockeyliga kamen gleich drei Spieler aus der Herzogsstadt an den Zusammenfluss von Isar und Amper. Zudem wechselte aus Deggendorf Daniel Möhle zum EVM, der sich in der Vorsaison mit 22 Punkten in der Oberliga empfahl. Die wichtigste Verstärkung der Oberbayern war aber wohl der Tscheche Lukas Varecha. Der 25 Jährige ist mit 13 Punkten bester Scorer der Moosburger und der Dreh und Angelpunkt im Spiel. Dass das Team einen großen Kampfgeist hat konnte man schon in der letzten Saison häufig sehen, durch die Verpflichtungen kam jetzt  die Spielerische Klasse dazu. Die Platzierung der Moosburger kommt also nicht von ungefähr. Allerdings möchten sich die Alligators davon nicht beeindrucken lassen. Schließlich ist der EVM seit der Landesligasaison ein großer Rivale der Panzerechsen und konnte in dieser Zeit die Mehrzahl der Partien für sich entscheiden. Diese Statistik möchten die Alligators natürlich drehen. Erst recht vor eigenem Publikum und man möchte sich in der Tabelle weiter nach oben arbeiten. Auf die Fans wartet also erneut ein Spitzenspiel mit grandioser Eishockey Atmosphäre am Kieferndorfer Weg.

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