Artmeier besiegt Igel fast im AlleingangBlack Hawks Passau

Artmeier besiegt Igel fast im AlleingangArtmeier besiegt Igel fast im Alleingang
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Die Gäste aus Oberbayern machten am Freitagabend in der Eisarena ihrem Namen alle Ehre und igelten sich von Beginn der Partie an im eigenen Drittel ein. Die Passau Black Hawks taten sich zu Beginn des Spiels schwer diesen massiven Abwehrriegel zu überwinden. Gästetrainer Winnie Schäfer verteidigte diese Taktik auch nach dem Spiel: „Wenn man mit so einem dezimierten Kader hier antritt, dann versucht man eben so lange wie möglich nicht unter die Räder zu kommen.“ Michal Plichta scheiterte in der zweiten Spielminute mit dem ersten gefährlichen Schuss auf das Gästetor an Goalie Raphael Martha. Die Igel, die zumeist mit vier Mann im eigenen Drittel verteidigten kamen nur zu wenigen Entlastungsangriffen. In der siebten Minute war es dann endlich soweit. Nicolas Ackermann prüfte mit einem Schlagschuss Martha, der konnte nur abprallen lassen und Andi Popp drückte den Puck zum 1:0 über die Linie. Wenig später erhöhte Michal Plichta mit einem sehenswerten Schuss aus der Drehung zum 2:0.

Wer jetzt allerdings dachte die Dämme der Igel würden jetzt brechen, der sah sich getäuscht. Aufopferungsvoll liefen die Gäste hinterher und warfen sich in die Schüsse der Hawks-Stürmer. Selbst als Patrick Nutz auf Passauer Seite für zwei Minuten auf die Strafbank musste hatte Andi Toth in Unterzahl die beste Torchance. In der Folge wurden zwei klare Fouls gegen die Passauer nicht geahndet und in der 16. Minute machte eine Revanchestrafe von Stefan Friedl das mögliche erste Powerplay für Passau zunichte. So blieb es bis zur ersten Pause bei der knappen 2-Tore-Führung. Im zweiten Drittel bot sich den knapp 800 Zuschauern das gleiche Bild. Die Habichte absolut spielbestimmend und die Igel massiv in der Verteidigung. So dauerte es bis zur 30. Minute bis sich Michal Plichta im Alleingang durchsetzen konnte. Der vermeintliche Treffer wurde aber, obwohl zuerst angezeigt, annuliert. Raphael Martha hatte den Puck im Fanghandschuh. Kritisch an dieser Situation war der Konter. Während die Passauer jubelten, sah sich Christoph Zawatzky plötzlich allein gegen vier Ottobrunner. Zum Glück konnten die Igel aus dieser Situation aber kein Kapital schlagen. Kurz darauf das erste Powerplay für Passau und es dauerte nur knapp eine Minute ehe Tobias Artmeier aus spitzem Winkel den Puck im Tor der Gäste versenkte. Wie im ersten Drittel sorgte kurz darauf Plichta mit seinem zweiten Treffer für einen Doppelschlag und für die zwischenzeitliche 4:0 Führung. Die Igel kamen jetzt immer mehr ins Schwimmen. In der 37. Minute zimmerte Spielertrainer Popp die Hartgummischeibe in den Winkel, doch erneut wurde der klare Treffer erst angezeigt aber dennoch nicht gegeben. Erst kurz vor Ende des zweiten Drittels erzielte Artmeier mit seinem zweiten Powerplaytor das 5:0.

Er war es auch, der im Schlussdrittel in der 45. Minute den Auftakt für einen weiteren Zwischenspurt machte. Im Nachschuss besorgte er das 6:0. Wenig später erhöhte Routinier Vladimir Gomov per Rückhandschuss auf 7:0. Wenig später die nächste Überzahl für Passau und erneut war es Ex-DEL-Stürmer Artmeier, der zum 8:0 traf. Eine Nachlässigkeit in der 53. Minute als keiner der Hawksspieler konsequent bei seinem Mann war nutzte der ERSC Ottobrunn zum Ehrentreffer. In den Schlussminuten kam dann Andreas Aigner noch zu seinem Debut auf heimischen Eis und seine Reihe mit Moritz Riebel sorgte für den 9:1 Endstand durch Maxi Helling. Alles in allem ein verdienter und deutlicher Sieg der Black Hawks. Auch Trainer Jakob Grill zeigte sich auf der anschließenden Pressekonferenz zufrieden: „im ersten Drittel haben wir uns noch schwer getan, aber ab dem zweiten Drittel haben wir mit einer Reihe mehr spielen können. Das hat sich letztlich ausgezahlt. Die beiden nicht gegebenen Tore waren ärgerlich, aber zum Glück nicht spielentscheidend. Die Mannschaft ist jetzt heiß auf das Derby und das wollen wir auf jeden Fall gewinnen.“  

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