Arbeitssieg beschert Piraten zwei MatchbälleESV Buchloe

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Nach dem klaren 7:0-Heimsieg am Freitag, taten sich die Buchloer in der Frankenmetropole über weite Strecken sehr schwer. Aber auch den Hausherren gelang nicht all zu viel, sodass es bis zur 53. Minute dauerte, ehe der erste Treffer des Abends fiel. Dem Spielstand entsprechend war die Begegnung zuvor sehr zerfahren und niveauarm verlaufen und lebte vor allem von der Spannung.

Dabei gab es schon nach fünf gespielten Minuten den ersten Aufreger. EHC-Verteidiger Oliver Schnabel hatte Mark Soares mit seinem Schläger im Gesicht getroffen. Der Kanadier blutete daraufhin stark durch einen Cut an der Nase und musste erst einmal auf der Bank behandelt werden. Der Nürnberger Sünder durfte nach dieser Aktion zu Recht mit einer Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen. Die resultierende fünfminütige Überzahl konnten die Buchloer aber nicht in zählbares ummünzen. Zwar kamen ein paar durchaus gefährliche Schüsse auf das Tor von EHC-Goalie Tobias Güttner, doch der Führungstreffer wollte den Piraten nicht gelingen. Kurz darauf tauchten dann auch die Gastgeber in Überzahl erstmals druckvoll vor das Tor von ESV-Tormann Stefan Horneber auf. Und dieser musste bei einer Doppelchance gleich zweimal Kopf und Kragen riskieren, um einen Rückstand zu verhindern (12.). Da sich Horneber bei dieser Rettungsaktion jedoch verletzte, wurde die Partie kurzzeitig unterbrochen. Zum Glück ging es für den angeschlagenen Buchloer Rückhalt nach einer Behandlungspause aber weiter. Die Partie war unterdessen immer noch sehr ausgeglichen. Wirkliche Gefahr kam zudem meist nur dann auf, wenn einer der beiden Kontrahenten in Überzahl agieren durfte. So scheiterte der etwas überraschte Andreas Morhardt völlig frei vor Güttner (14.), wohingegen Daniel Brady in Horneber seinen Meister fand (16.).

Auch im Mitteldrittel boten die zwei Mannschaften den Zuschauern zunächst nur Eishockey-Magerkost. Beide Teams kämpften zwar verbissen um jede Scheibe, was aber kein wirklich ansehnliches Spiel zu Folge hatte. Eine der wenigen Gelegenheiten vergab Steven Maier, der bei einem Konter jedoch wiederum am glänzenden Stefan Horneber verzweifelte (29.).  Auf der Gegenseite ließen die Buchloer ihre Möglichkeiten aber ebenso am starken Nürnberger Schlussmann liegen, sodass es auch nach 40 Minuten weiterhin torlos blieb.

Im letzten Abschnitt wurden die Offensivbemühungen der Piraten dann zumindest etwas zielstrebiger. Die Ausbeute blieb aber immer noch ernüchternd. Erst schob der alleingelassene Marc Weigant den Puck am Kasten vorbei (47.). Gleich darauf scheiterte auch der zurückgekehrte Mark Soares mit zwei guten Versuchen (48.). Ausgerechnet Verteidiger Andreas Widmann durchbrach dann nach 53 Minuten den bis dato torlosen Bann dieses Krimis. Nach einem sehenswerten Sololauf überlistete er aus spitzem Winkel Keeper Güttner und sorgte somit für die 1:0 Führung der Freibeuter. Und diesen hauchdünnen Vorsprung hielten die Buchloer bis in die Schlussphase. Die drohende Niederlage vor Augen riskierten die Franken dort noch einmal alles und nahmen 78 Sekunden vor dem Ende den Torwart vom Eis. Doch diese Maßnahme ging sprichwörtlich nach hinten los, da Tobias Kastenmeier so das erlösende 2:0 ins leere Nürnberger Tor gelang (60.). Wie schon am Freitag blieben die Freibeuter damit ohne Gegentreffer, sodass sich Schlussmann Stefan Horneber über seinen zweiten Shutout in Folge freuen durfte.

Am kommenden Freitag steigt ab 20 Uhr in der Buchloer Eishalle Spiel drei der Play-down-Reihe. Gelingt den Mannen von Trainer Norbert Zabel auch hier ein Sieg, wäre dies bereits das letzte Spiel der Saison, da die Nürnberger den ESV dann nicht mehr einholen könnten.

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