Amberger Wild Lions starten am Wochenende in die Bayernliga-SaisonKlassenerhalt steht ganz oben auf der Agenda

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Seinerzeit zeigte die Truppe von Coach Dan Heilman, dass man sich durchaus zu wehren weiß in der höchsten Amateurklasse. Durch die lange Transferperiode im Sommer werden die Karten jetzt wieder neu gemischt. Nur wenige Teams zeigten eine beständige Leistung in der Vorbereitungsphase, so auch die Wild Lions. Allerdings garantieren Erfolge während dieser Phase noch längst keinen erfolgreichen Punktspielstart. Im Übrigen sind Tests dazu da, Neuzugänge zu integrieren. Bei den Löwen sind das acht an der Zahl und wenn man an die letzte Vorstellung des ERSC gegen die Blue Devils Weiden erinnert, so kann man durchaus vorsichtigen Optimismus fühlen. Im Falle der Löwen heißt das: Den Klassenerhalt eintüten – und wenn es nach Chris Spanger geht, „so früh wie möglich.“ Im Klartext wäre das der 8.Rang nach der Vorrunde, den der sportliche Leiter der Amberger da im Auge hat. Eine extrem schwierige Aufgabe bei diesem starken Feld sicherlich, aber spekulieren ist ja nicht verboten. Im Gegensatz zum Vorjahr sieht Spanger „den Kader in der Breite stärker aufgestellt“, womit man Ausfälle etwas besser kompensieren könne. Für Dan Heilman steht fest, wie man in der Bayernliga bestehen kann: „Mit viel Kampf und Leidenschaft in die Zweikämpfe gehen – etwa so wie im Anfangsdrittel gegen Weiden“, meint der Löwen-Dompteur. Heilman sah zudem in den Trainingseinheiten zuletzt kontinuierliche Steigerungen seiner Spieler. Sein Assistant-Coach, Bernhard Keil, hat die Hoffnung, dass die Wild Lions zu einer Playoff-Mannschaft reifen: „Der ausgeglichene Kader spricht für einen guten Konkurrenzkampf, wo jeder an sein Top-Niveau gehen muss. Die Defensive ist sehr stabil, erfahren mit drei sehr guten Torhütern und im Angriff kann jede Reihe Tore machen.“ Für die zunächst holprige Vorbereitung haben Spanger und Keil eine einfache Begründung: „Wegen der Pandemie hatten viele Spieler wahrscheinlich die längste Pause ihrer Karriere. Da kann das akklimatisieren schon etwas dauern .“ Beide nennen zusätzlich noch den Faktor Fanunterstützung: „Die stärken uns den Rücken und treiben uns voran.“ Darüber freut sich auch Vorstandsvorsitzender Mustafa Sugle, nach einem Sommer mit diversen Baustellen und Unklarheiten („da hat sich fast alle paar Tage etwas geändert“). Er schätzt das Team „auf dem Papier besser aufgestellt als in der Vorsaison“ ein. Das müsse zwar erst noch aufs Eis gebracht werden, aber da vertraue er auf das Trainerteam und die Mannschaft: „Alles ist möglich.“

Längst steht nicht das sportliche alleine im Blickpunkt, wie Frank Jacobi anmerkt. Der 2. Vorsitzende möchte unter anderem „Partnerschaften ausbauen und den Verein in einigen Punkten professioneller aufstellen, aber auch das Vereinsleben nach den Einschränkungen mit den gegebenen Möglichkeiten wieder hochfahren“.

Alle Verantwortlichen haben aber einen speziellen Wunsch: „Die komplette Saison durchspielen zu können, mit den Fans im Stadion und ohne dass wieder unter- oder gar abgebrochen werden muss.“


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