Am Ende reichte es nur für einen PunktEAS unterliegt nach Aufholjagd im Penaltyschießen

Am Ende reichte es nur für einen PunktAm Ende reichte es nur für einen Punkt
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Das Spiel hatte alles was Zuschauer brauchen: Dramatik bis über das eigentliche Spielende hinaus und ein langes Penaltyschießen mit allen Höhen und Tiefen auf beiden Seiten. Am Ende blieb der EA Schongau zwar nur ein Punkt, aber nachdem man den erst in der Schlusssekunde der regulären Spielzeit gerettet hatte, konnte man trotzdem einigermaßen zufrieden sein. Die EAS unterlag dem EHC Königsbrunn mit 4:5 (2:1, 0:1, 2:2, 0:1).

Schongau ging hochkonzentriert in die Aufgabe und hatte zunächst auch die bessern Anteile. Folgerichtig auch das 1:0 in der zehnten Minute, als sich Alexander Simon hartnäckig vor dem Tor der Gäste durchgesetzt hatte. In der 14. Minute demonstrierten die Gäste, warum sie die Tabelle anführen. Erste Überzahl – Ausgleich. Doch praktisch vom Bully weg gingen die Mammuts wieder in Front. Beim Gegenstoß hatte Marius Klein auf Matthias Erhard zurückgelegt. Nur 13 Sekunden nach dem Ausgleich lag die EAS wieder vorn – 2:1.

Jedoch kamen die Gäste besser vorbereitet aus der Kabine. In der 22. Minute konnte sie dies zum 2:2 verwerteten.  Die Mammuts dagegen konnten aus zahlreichen Überzahlspielen des zweiten Abschnitts kein Kapital schlagen – das Powerplay ist ein Part der in dieser Saison noch nicht recht funktionieren will. Die Zuschauer sahen trotzdem – oder auch deswegen Spannung pur. Chancen gab es auf beiden Seiten, aber spätestens bei den beiden gut aufgelegten Torhütern war Schluss.

Und weil die EA Schongau es nicht verstand ihre Chancen zu verwerten, waren es die Gäste, die im Schlussabschnitt in Führung gingen. Als beide Teams einen Spieler auf der Strafbank hatten, traf Oldie Roman Mucha für die Pinguine zum 2:3 (48.). Schlecht sah es für die Mammuts in der 56. Minute aus – Königsbrunn war wie gesagt im Überzahlspiel eine Nummer besser.  Sie nutzten vier Minuten vor Spielende eine Überzahl um den Vorsprung auf 2:4 auszubauen. Einige Zuschauer sahen hier schon die Entscheidung – auch die Spieler der Gäste bejubelten den Treffer wie den Sieg.

Doch eine Minute später, Königsbrunn war in Unterzahl geraten, ging Trainer Reiner Lohr nach seiner Auszeit volles Risiko und nahm seinen Torhüter vom Eis. Mit sechs Feldspielern gelang den Mammuts nach knapp einer Minute Powerplay auch der Anschluss zum 3:4 (57.; Torschütze Matthias Erhard).   In der 59. Minute fuhr Marius Klein einen Konter und wurde durch einen unfairen Check gegen den Kopf von den Beinen geholt. Erneute Überzahl für die Mammuts – erneut ging Niklas Marschall vom Eis. Doch das Tor wollte nicht fallen – auch wenn die EAS den Kasten von Markus Kring unter Dauerbeschuss hatten. Als dann neun Sekunden vor Spielende noch ein EHC-Verteidiger die Strafbank aufsuchen musste, nahm auch Königsbrunn seine Auszeit. Ohne Erfolg – eine Sekunde vor Spielende hatte Milan Kopecky die Lücke gefunden und zum 4:4 ausgeglichen.

Das Glück hatte jedoch im folgenden Penaltyschießen ein Ende. Nachdem Königsbrunn den ersten vergab, legte Milan Kopecky vor und Matthias Erhard hätte alles klar machen können, nachdem er den Torhüter schon ausgespielt hatte, jedoch nur das Gestänge traf. So glich Königsbrunn nicht nur aus, sondern entschied mit einem Treffer auch den folgenden Tiebreak. Die gut 250 Zuschauer sahen ein schnelles und immer spannendes Spiel, zwei hochmotivierte und gute Teams – insgesamt zu viele Strafzeiten in einer eigentlich fairen Partie. 

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