Alligators wollen den Sack zu machenHöchstadter EC

Alligators wollen den Sack zu machenAlligators wollen den Sack zu machen
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Allerdings darf man die Gegner nicht unterschätzen. Der ESC Haßfurt brennt im Derby darauf, dem Lokalrivalen ein Bein zu stellen und auch die Wanderers Germering haben bewiesen, dass sie in dieser Saison gegen jedes Team gewinnen können.

Zunächst geht es am Freitag ab 19.15 Uhr in Haßfurt gegen die Hawks ran. Der Nachbar vom Main hat aber ein äußerst schweres Jahr hinter sich. Nach dem Aufstieg in der vergangenen Saison, gelang dem Team um Ex-HEC-Verteidiger Pavel Weiß erst ein einziger Sieg mit vollen drei Punkten. Außerdem gewann man zwei Spiele nach Penaltyschießen. Alle anderen Partien gingen verloren, 25 waren das bisher. Da ist verständlich, dass die Haßfurter in ihrer letzten Partie der Vorrunde vor eigenem Publikum gegen die Höchstadt Alligators alles in die Waagschale werfen werden, frei nach dem Motto, wie es bei so manchem Eishockey-Derby im Rheinland gelebt wird: „Egal wo wir in der Tabelle stehen, Hauptsache wir haben den Rivalen geschlagen.“

Allerdings ist die Zielsetzung des Teams um Daniel Jun genauso klar: „Wir wollen und werden beide Spiele gewinnen“, verkündete der HEC-Spielertrainer nach dem Sieg gegen Lindau am vergangenen Freitag selbstbewusst. Schließlich will sich keiner in Höchstadt die gute Ausgangssituation mit einem Punkt Vorsprung auf Platz neun verderben, oder auf etwaige Schützenhilfe verlassen. Deshalb heißt es für die Panzerechsen wie zuletzt bei den starken Partien gegen Lindau und Sonthofen, äußerste Disziplin zu zeigen und von Beginn an konzentriert zu Werke gehen.  Im Hinspiel haben das die Höchstadter schon gezeigt. Deutlich schickte man die Haßfurter mit 10:2 nach Hause und machte von der ersten Minute an klar, wer dieses Spiel gewinnen wird.

Zwei Tage später habend die Alligators dann den zweiten Matchball, wenn es zu Hause gegen die Wanderers Germering geht. Die Fans der Alligators müssen diesmal aber aufpassen, wann Sie den Weg ins Stadion antreten: da am letzten Rundenspieltag alle Spiele parallel stattfinden sollen beginnt die Partie am Kieferndorfer Weg diesmal bereits um 18 Uhr.

Das Team aus der Münchner Vorstadt besiegte man im Hinspiel ähnlich eindrucksvoll wie die Haßfurter. 4:0 hieß das Ergebnis am Ende, was den zweiten Shutout von Philipp Schnierstein in dieser Saison bedeutete. Auch diesmal sollen die Germeringer, bei  denen der Ex-Alligator Sven Goblirsch ein Wiedersehen an alter Wirkungsstätte feiern wird, wieder ähnlich gut in Schach gehalten werden. Zum Abschluss der Vorrunde wollen Sikorski, Urban, Dzemla und Co sich ihren Fans noch einmal von ihrer besten Seite präsentieren, damit man in der Abschlusstabelle so gut wie möglich da steht. Die Alligators hoffen dabei mit etwas Glück eventuell sogar noch die Teams aus Peißenberg oder Dorfen zu überflügeln und die Runde als Sechster abzuschließen.

Aber auch die Wanderers rechnen sich ihrerseits noch Chancen aus. Das Team aus dem Münchener Westen will sich für die anstehende Play-down-Runde noch einmal Selbstbewusstsein erarbeiten. Zuletzt gelang das den Mannen von Trainer Sebastian Wanner nur bedingt. Einer starken Leistung in Dorfen, wo man 6:2 gewann und einem beachtlichen Erfolg in Moosburg, wo man nur knapp mit 2:3 unterlag, sowie einem klaren 4:1 gegen Regen, folgte eine Niederlage gegen den direkten Konkurrenten um Platz elf, dem EHC Mitterteich und auch gegen das Kellerkind Nürnberg zog man im Penaltyschießen den Kürzeren.

Die Alligators präsentierten sich zuletzt in Topform und legten mit einer grandiosen Leistung gegen Lindau den Grundstein dafür, an diesem Wochenende zwei Matchbälle zum Einzug in die Play-Offs zu haben. Mit einer ähnlichen Leistung sollen diese nun verwandelt werden. Es heißt aber natürlich den Gegner im Auge zu behalten und eben eine ähnliche Leistung wie zuletzt abzurufen.

Auf die Unterstützung der Fans können die Alligators dabei an diesem Wochenende wieder einmal bauen. Zur Auswärtsfahrt in Haßfurt treten gleich zwei Fanbusse die Reise an. Etliche werden wahrscheinlich wieder privat fahren, sodass sie Fans der Höchstadter ihrem Team eine ähnliche Kulisse bieten können wie im letzten Derby beim EHC 80 Nürnberg. Und auch zum Finale am Sonntag zu Hause hoffen die Alligators auf ein volles Haus. Nach den beiden Aktionen zu den letzten zwei Spielen, als der Verein Feuerwehren aus dem Umland einlud und den Dauerkartenbesitzern eine zusätzliche Eintrittskarte schenkte, lädt der HEC diesmal die Mitarbeiter des größten Arbeitgebers im Landkreis Erlangen-Höchstadt ein, das Spiel zu besuchen. Alle Mitarbeiter der Firma Schaeffler erhalten an der Abendkasse gegen Vorlage des Mitarbeiterausweises ihr Ticket zum Preis von nur drei Euro.

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