Alligators wollen Bulls ins Spiel drei zwingenHöchstadter EC

Alligators wollen Bulls ins Spiel drei zwingenAlligators wollen Bulls ins Spiel drei zwingen
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Am vergangenen Sonntag hielt das Team von Daniel Jun die Allgäuer eigentlich recht gut in Schach. Nur etwas Glück fehlte und man hätte den Topfavoriten auf dessen Eis fast ein Bein gestellt. An diesem Freitag um 20 Uhr wollen es die Panzerechsen aber schaffen und mit einem Sieg die Serie ausgleichen.

Die Aufgabe wird aber undenkbar schwerer als ohnehin schon. Mit Ronny Glaser, Daniel Sikorski und Richard Stütz fehlen gleich drei Leistungsträger im Rücksspiel gegen den Titelanwärter. Vor allem mit den Sperren von Glaser und Stütz hadern die Alligators. Stütz traf, nachdem er vom Sonthofener Ryan Martens rüde gefoult wurde, im Fallen diesen unbeabsichtigt im Gesicht, was vom zuvor gut leitenden Schiedsrichter als Revanchefoul gewertet wurde. Da sich der Kanadier dabei verletzte, bekam Stütz eine Fünf-Plus-Spieldauer aufgebrummt. Eine krasse Fehlentscheidung. Auch bei der Strafe gegen Glaser sehen sich die Höchstadter klar benachteiligt. Nicht unbedingt weil der Goalie zwei Mal Zehnminuten aufgebrummt bekam, sondern vielmehr, weil der Referee ausgerechnet Spielertrainer Daniel Jun dazu zwang die letzten zehn Minuten als „Ersatz“ für den Goalie auf der Strafbank abzusitzen. Eine entscheidende Schwächung im Kampf um den Ausgleich.

Dennoch will man die Partie am vergangenen Sonntag so schnell wie möglich abhaken und nach vorne schauen. Schließlich hat man an diesem Freitag die Gelegenheit die Uhren wieder auf Null zu drehen. Mit einem Sieg könnte man die Best-of-Three-Serie ausgleichen und so die Sonthofener in ein drittes Spiel zwingen. Schon einmal hat man die starken Bulls am Kieferndorfer Weg besiegt. 6:5 hieß es am Ende, da man vor allem im ersten Drittel den überrumpelten Favoriten mit vier Toren überraschte. Das soll diese Woche wieder gelingen. Wie dabei aber die Taktik der Alligators aussieht verrieten Spielertrainer Daniel Jun allerdings nicht. Und auch Sportvorstand Jörg Schobert sagt nichts: „Unser Spielertrainer hat sich natürlich etwas ausgedacht, um am Freitag zum Erfolg zu kommen. Aber das soll eine Überraschung werden. Dass wir gegen den ERC eine gute Taktik haben, hat man ja schon in Spiel eins gesehen. Jetzt werden die Karten neu gemischt und wir werden alles tun, damit wir am Sonntag noch einmal ins Allgäu reisen dürfen“. Und in dieser Partie wäre dann wieder alles offen. Wer diese Partie gewinnt stünde im Finale um die Bayrische Meisterschaft. Ein Traum, an den an der Aisch vor der Zwischenrunde keiner zu träumen gewagt hätte.

Damit dieser Traum auch eintritt setzen die Panzerechsen neben dem Kampf um jeden Zentimeter Eis, den sie selbst abliefern wollen, auf eine möglichst große Kulisse. Der „siebte Mann“ hat in dieser Saison ja schon das ein oder andere Mal dazu beigetragen, dass die Höchstadter auf heimischen Eis als Sieger gefeiert werden konnten. Und auch in Sonthofen unterstützen die tollen Anhänger ihr grandios kämpfendes und bis zuletzt kämpfendes Team bis zur finalen Sirene. Die Begeisterung kennt im Aischgrund natürlich keine Grenzen. Fünf Jahre stand der Verein nicht mehr so im Rampenlicht und er will das auch noch möglichst lange tun. Schließlich weiß man nie, wann so eine Gelegenheit wieder kommt. Damit die Hütte so richtig voll ist haben die Alligators sich diesmal etwas Besonderes Einfallen lassen. Am Höchstadter Faschingsumzug verteilten die Panzerechsen über 500 Freikarten für Kinder, um so dieses sportliche Highlight für Familien besonders attraktiv zu machen.

Generell erwartet der HEC an diesem Freitag einen großen Zuschauerandrang und bittet deshalb seine Anhänger darum  möglichst früh ins Stadion zu kommen und sich die Tickets nach Möglichkeit auch im Vorverkauf zu sichern um lange Warteschlangen an der Abendkasse zu vermeiden. Tickets gibt es in Jammys Bistro im Gewerbepark Gremsdorf oder bei EM&EM an der Ecke Lindenstraße/Dr.Schmitt-Straße in Höchstadt.

Ab 20 Uhr heißt es dann am Kieferndorfer Weg „Alligators gegen Bulls“ und „Alles oder Nichts“ für den HEC. Die Zuschauer erwartet ein großer Kampf von der hochmotivierten und verschworenen HEC-Truppe, die den Traum vom Finale weiterleben will.

Egal wie das Spiel am Freitag ausgeht, feiern wollen die Alligators auf jeden Fall. Es wird nämlich nach der Begegnung eine After-Game-Party geben. Diese wird diesmal im wieder eröffneten Freibadrestaurant stattfinden. Seit Ende Februar befindet sich dort das griechische Restaurant „Saloniki“ das unter neuer Führung betrieben wird. Auf die Gäste wartet eine kleine Speisekarte mit Leckereien aus „Hellas“. Natürlich wird auch die Mannschaft anwesend sein, denn egal, was am Freitag auf dem Eis geschieht. Die Alligators können stolz auf das Erreichte sein, denn sie sind jetzt schon weiter, als das viele vor der Saison gedacht hätten. Und das ist mit Sicherheit ein schöner Grund zum Feiern.

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