4:2-Sieg in Amberg beschert Halbfinale gegen DingolfingEV Füssen steht in der nächsten Runde

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Im Vergleich zum Freitagsspiel musste diesmal der erkrankte Andrej Naumann passen, für ihn kam Tobias Meier zum Einsatz. Seine Sturmreihe setzte auch gleich die ersten Akzente, im Liegen bugsierte Simon das Hartgummi an den Schützer von Oliver Engmann, von wo aus es ins Tor trudelte. Sah der Amberger bei dieser Aktion noch unglücklich aus, so zeigte er in der restlichen Spielzeit eine absolute Klassepartie. „Engmann gegen Füssen“, spaßten die Füssener Schlachtenbummler bald, doch so unrecht hatten sie nicht. Amberg zeigte viel Einsatz und Kampfgeist, gegen die überlegenen Füssener war es jedoch nur der Leistung von Engmann zu verdanken, dass das Resultat am Ende wieder relativ knapp war. Ein halbes Dutzend Hochkaräter hielt er allein im ersten Abschnitt, zeigte dabei zwei überragende Fanghandparaden mit Prädikat „Weltklasse“ gegen Nadeau und Newhook. Nur durch eine schöne Kombination, die Tobi Meier abschloss, ließ er sich zum 1:2 überwinden. Dazwischen hatte der Slowake Flamik überraschend abgezogen und getroffen. Amberg versuchte die kurze Füssener Verunsicherung auszunutzen, und agierte noch eine Spur körperbetonter, die EVF-Cracks ließen sich aber nicht ins Bockshorn jagen.

Im zweiten Drittel verflachte die Begegnung zunächst etwas, ehe die Füssener bei einem Überzahlspiel Engmann mit Schüssen regelrecht eindeckten. Durch eine Spielverzögerung kam der EVF in der 34. Minute selbst erstmals in Unterzahl, und musste prompt den Ausgleich durch Bartels hinnehmen. Allerdings ging dieser Szene ein klares Foul an Oppenberger voraus. Dieser versuchte es danach mit einem tollen Solo, scheiterte aber knapp. In Überzahl war er jedoch zur Stelle und markierte das 2:3. Danach klärte Fabian Schütze mit einer starken Parade und verhinderte den erneuten Ausgleich.

Durch zwei Strafen zu Ende des zweiten Drittels begann der EVF den Schlussabschnitt gleich mit zwei Spielern mehr. Scheiterte Newhook zunächst am Pfosten, bediente er kurz darauf Oppenberger zum bereits vorentscheidenden 2:4. Füssen brachte nun erstmals Vincent Wiedemann und den lange verletzten Mauro Seider, während bei Amberg offensiv nicht mehr viel ging, die Kräfte schwanden. Weitere große Möglichkeiten aus kürzester Distanz wurden vom EVF vergeben, so daß es bis zum Ende einigermaßen spannend blieb. Erst nach Herausnahme des Torhüters gab es noch zwei Chancen für die Gastgeber, der EVF verpasste aber auch mehrmals den Schuss ins leere Gehäuse. Am Ende verabschiedete sich Amberg mit großem Kampfgeist und einer überragenden Torhüterleistung aus dem Wettbewerb, insgesamt war der Sieg der Füssener jedoch auf Grund der Überlegenheit hochverdient.

EVF-Trainer Thomas Zellhuber: „Unser Ziel war es, hier von Anfang an sicher zu stehen, keinem Rückstand hinterher laufen zu müssen, und nach und nach unsere Stärken Kraft und Ausdauer auszuspielen. Offensiv konnten wir uns von Anfang an sehr gut im gegnerischen Drittel festsetzen, Amberg konnte sich aber das ganze Spiel über auf seinen starken Torhüter verlassen. Wir haben heute gezeigt, welch starke „Tiefe“ in unserem Kader steckt. Es gibt der ganzen Mannschaft ein gutes Gefühl, auf alle Situationen im Spiel entsprechend reagieren zu können.“

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