1560 Zuschauer machen Ice Dome zum HexenkesselERV Schweinfurt

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Ein wenig sah man schon in ratlose Gesichter der Schweinfurter Fans und Verantwortlichen. Irgendwie ist es schwer einzuordnen, warum es an diesem denkwürdigen Abend nicht für einen glatten Dreier für die Dogs gereicht hatte.

Die Mighty Dogs traten bis auf Maximilian Schneider komplett an. Endlich kehrte auch Timo Ludwig wieder ins Team zurück. Und auch Jan Slivka stellte sich in den Dienst der Mannschaft, obwohl er durch seine Virusinfektion fünf Kilogramm Gewicht verloren hatte und alles andere als in bester Verfassung war.

Für viele ging das erste Drittel klar an die Dogs. Allerdings hatten die Hawks nach einem Bauerntrick durch David Franek, als die Scheibe im Abstand von zehn Zentimetern parallel zur Torlinie am Gehäuse vorbei trudelte, die größte Chance im ersten Drittel. Und wiederum Franek zielte, nachdem er einen Schweinfurter Verteidiger hatte alt aussehen lassen, auf das kurze obere Eck. Hier zeigte Timo Jung ein perfektes Stellungsspiel und machte das Loch zu.

Dass die beiden tschechischen Stürmer der Hawks derzeit in Top-Form sind, wusste man im Vorfeld. Das zeigten sie jetzt. Mit einem Mann mehr auf dem Eis erzielte Martin Stelcich auf Zuspiel von Franek das 0:1. Und Eugen Nold zeigte seine im Vorbericht angesprochene Genialität und erzielte in personellem Gleichstand das 0:2 nach einem überragenden Move. Dafür hat er keinen Vorlagengeber gebraucht. Das waren Wirkungstreffer, die Dogs mussten sich jetzt erst einmal sortieren. Aber nur kurz. Fritz Geuder brachte seine Dogs nur zwei Minuten später durch seinen Treffer nach Assists von Jonas Knaup und Michele Amrhein wieder heran.

Jetzt kochte der Ice-Dome. Die mehr als 400 Fans der Haßfurter waren ob der Führung natürlich komplett aus dem Häuschen und machten Dauer-Alarm. Die Schweinfurter Fans ließen sich nicht lange bitten und hielten dagegen. Das war Gänsehaut-Stimmung pur.

Das letzte Drittel war geprägt vom Anrennen der Schweinfurter auf das Hawks-Tor. Der Haßfurter Goalie Martin Hildenbrand, allerdings doch zu gut im Schweinfurter Nachwuchs ausgebildet, hatte einen Sahnetag erwischt und wurde mehr und mehr zum Turm in der Schlacht.

Doch wieder schien sich die Schweinfurter Fitness auszuzahlen, die Hawks waren offensichtlich am Ende ihrer Kräfte. Das Hawks-Gehäuse wurde unter Dauer-Beschuss genommen und so war es nur eine Frage der Zeit bis ein Treffer für die Dogs fiel. Durch einen gewaltigen Kracher von Andi Kleider von der blauen Linie fiel der Ausgleich. Das Zuspiel kam von Jan Slivka. Doch zu mehr reichte es nicht mehr und es ging zur endgültigen Entscheidung ins Penaltyschießen. Hier traf nur Franek und somit ging der zweite Punkt an Haßfurt.

Tore: 0:1 (20.) Martin Stelcich (David Frank), 0:2 (24.) Eugen Nold, 1:2 (26.) Fritz Geuder (Jonas Knaup, Michele Amrhein), 2:2 (56.) Andi Kleider (Jan Slivka), 2:3 (60.) David Franek (entscheidender Penalty). Strafen: Schweinfurt 16 + 10 (Fritz Geuder), Haßfurt 14. Zuschauer: 1560.

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